Tag 14: Pingrove Campground – Valemount

Heute wollen wir in Jasper ankommen. Deswegen stehen wir wieder früh auf und starten in den Tag. Erstmal geht es nach Clearwater. Wir müssen tanken und schauen bei der Gelegenheit auch noch kurz ins Web. Um die Ecke von der Tankstelle ist ein schöner kleiner Badesee mit einem angelegten Sandstrand. Hier könnte man es sicher auch nen Tag aushalten. Heute ist das Wetter eh super.


Aber wir wollen in den Wells Gray Nationalpark. Beim hiesigen Infocenter lassen wir uns die Strecke beschreiben und die sehenswerten Stops auf einer Karte markieren. Auf dem Weg in den Park sollen wir eine gute Chance haben Bären zu sehen. Na dann mal los. Der heutige Bär für die Statistik fehlt eh noch ;-)

Nach wenigen Kilometern sind wir auch schon an den ersten Wasserfällen, den Spahat Falls, angekommen. Vom Parkplatz aus geht es wieder 5 Minuten durch den Wald zur Aussichsplattform. Wir stehen über einer grossen Schlucht und bestaunen das stürzende Wasser

Immer wieder toll so Wasserfälle. Davon stehen heute ja noch zwei auf dem Programm. Also gehts weiter.

Jetzt kommt eine längere Strecke zum nächsten Point of Interest. Hier sollen die Bären unterwegs sein. Leider ist es denen heute wohl zu warm (es hat um die 25 Grad) und sie faulenzen irgendwo im Unterholz.

Nächster Stop sind die Dawson Falls. Waren die bisherigen Wasserfälle immer hoch und dünn sind diese das Gegenteil: breit, dafür nicht so hoch. Die Dawson Falls werden hier auch die kleinen Niagara Fälle genannt. Der erste Viewpoint ist etwas flussabwärts von den Fällen, so dass man eine gute Draufsicht hat. Wir wollen den Anblick geniessen und ein paar Fotos machen. Leider wird man hier von ganzen Schwärmen Mücken überfallen. Und das ist jetzt nicht übertrieben! Also schnell ein paar Fotos gemacht und dann weg hier! Ohne einige Stiche kommen wir trotzdem nicht davon.


Der Weg führt weiter Flussaufwärts, man gelangt direkt zu den Fällen. Hier rautscht das Wasser direkt an einem vorbei. Man muss sich das so vorstellen: Weg, Zaun, Wasserfall. Mehr als einen Meter sind wir nicht von den Wassermassen entfernt. Da wird einem schon etwas mulmig zumute!

Und nochmal geht es zu einem Wasserfall, dem Helmken-Fall. Das ist mit 140 Metern der viert-höchste Wasserfall Kanadas. Hier stehen wir wieder auf einer kleinen Plattform auf dem Canyon gegenüber dem Wasserfall. Sieht auch wieder sehr beeindruckend aus.

Vor allem weil die Gischt, die unten vom Aufprall aufgewirbelt wird sicher wieder um die 20 oder 30 (schwer zu beurteilen) Meter in die Luft gewirbelt wird. Auf dem Parkplatz gibt es dann erstmal Mittagessen. Da wir nicht anfangen wollen zu kochen gibt es nur zwei Power-Riegel.

Wir haben noch 2 Stops auf unserer Karte markiert. Um dahin zu gelangen geht es jetzt 25 Kilometer ueber Schotterstraße. Das kann ja heiter werden. Aber meine Bedenken sind unbegründet. Der Weg ist gut begradigt und fast besser als die alte Asphaltstrasse bis hier mit ihren Schlaglöchern und Bodenwellen.

Nach einigen Kilometern kommen wir bei Bailey’s Chute an. Das sind Stromschnellen im Clearwater River. Ende Juli sollen hier die Lachse schön zu beobachten sein wie sie sich stromaufwärts kämpfen. Im Moment sind hier aber keine. Würde ich schon gern sehen, wie die Fische hier weiterkommen. Es geht nämlich ganz schön runter (andernorts wären diese Stromschnellen wahrscheinlich als Wasserfall beschrieben) und die Strömung ist auch nicht ohne.

Die Straße endet an unserem letzten Stop, dem Clearwarter Lake.

Der ist zwar ganz nett, aber vom Hocker haut er uns nicht gerade. Den Beschreibungen zufolge sollte der ja super toll sein. Dann gehts wieder zurück. Unterwegs halten wir noch kurz am Shadow Lake, der gefällt uns schon besser. Schaut mit den Bergen im Hintergrund irgendwie “kanadischer” aus.
Als wir nach ungefähr einer Stunde Fahrt wieder in Clearwater beim Info-Center ankommen will Carina mal wieder ans Steuer. Mir auch recht, kann ich nach Bären Ausschau halten. Auf der Rückfahrt bis hier hat sich übrigens auch keiner blicken lassen.

Weiter geht es auf dem Highway Richtung Jasper. Dorthin werden wir es nicht mehr ganz schaffen. Jedenfalls nicht wenn wir noch was Essen wollen vielleicht hier und da anhalten. Also halten wir in Valemount. Von dort sind es morgen dann nur noch ca. 120 km nach Jasper. Erstmal gibt es die obligatorischen Nudeln zum Abendessen. Dann suchen wir uns noch einen schönen Platz von wo aus wir den Sonnenuntergang hinter den Bergen beobachten können.

Dummerweise sind wir etwas zu Früh dran und werden wieder von den Mücken malträtiert. So verlieren nach ner guter dreiviertel Stunde die Geduld und fahren zurück zum Campingplatz. Naja, von hier hat man auch ne einigermassen gute Aussicht.

Wir sind dann noch kurz im Office und versuchen das Internet zu nutzen. Leider mit wenig Erfolg, die Verbindung erinnert an die alten 56k-Modem-Zeiten. Auf dem Weg zurück zum Van setzt plötzlich starker Regen ein. Na toll, hoffentlich ist der morgen wieder weg.