17.02. Swakopmund

Der Wecker klingelt mal wieder gegen 7 Uhr und wir beginnen den Tag wie gewöhnt mit einem leckeren Frühstück, bevor die Zelte wieder abgebaut werden und wir wieder “on the road” sind. Leider sind die Straßen mal wieder die reinsten Schotterstraßen, so dass es ziemlich holprig voran geht. Bei der kurzen Pipi-Pause stellen wir fest, dass wir schon wieder einen Platten haben. Nur diesmal ist der Reifen total zerstört und es besteht keine Chance diesen nochmal zu reparieren. Hank entwickelt sich irgendwie zum “Reifentod”, denn er war schon wieder am Steuer, als das Unglück passiert. Das bedeutet, es muss mal wieder in der prallen Sonne der Reifen gewechselt werden. Jetzt darf dann aber nix mehr passieren, sonst stehen wir noch ohne Reifen da. Diesmal können wir aber den Schaden nochmal beheben und die Fahrt fortsetzen.

Gegen 14 Uhr erreichen wir die Küstenstadt Walvis Bay, wo wir zunächst einen Kaffeestop einlegen. Unglücklicherweise kenn die hier keinen Latte Macciato, sonder lediglich einen Espresso Macciato. Naja, hilft dann wohl nicht, dann trinken wir eben den. Dazu gibt’s einen leckeren Peach-Mango-Juice. Wenigstens das passt. Unser Versuch einzukaufen, wird auch wieder im Keim erstickt, weil Sonntag ist und keine Geschäfte geöffnet haben. Unabhängig davon fahren wir erstmal an den Hafen, wo gerade eine Pelikan- und Flamingofütterung stattfindet. Brutal, wie riesig diese Pelikane tatsächlich sind. Um noch mehr Flamingos zu sehen fahren wir allerdings noch weiter, wobei wir von einem lästigen Guide namens “Franz” darauf hingewiesen werden, dass wir durch den “Park” nicht ohne Guide fahren können, weil wir sonst ja gar nicht wissen, wo die besten Spots sind. Es dauert eine ganze Weile, bis wir diesen nervigen Einheimischen wieder los sind und alleine weiter fahren können.

Nicht lang und dann sind wir auf der Höhe vieler Flamingos, also Stelen wir das Auto ab und laufen über die Sand- und Schlammbänke, die uns zu den Flamingos bringen. Beim Überqueren eines Baches bleibe ich jedoch mit meinem Flipflop im Matsch stecken. Ich kann mich gerade noch halten, ohne umzufallen. Aber der Schuh steckt fest. Hank kann ihn zum Glück retten, aber wir sind alle total dreckig und die Flamingos entertainen uns auch nicht so wirklich. But – it’s egal – wir haben Spaß! Mit nur ein paar Fotos kehren wir zum Auto zurück und versuchen notdürftig unsere Füße zu waschen. Anscheint  hat Walvis Bay nicht mehr für uns zu bieten. Wir fahren daher weiter ins 35km entfernte Swakopmund. Inzwischen haben auch schon Geschäfte offen, so dass wir noch beim Spar einkaufen können.

Auf der Fahrt nach ‘Swakop’ kommen wir noch an ein paar Townships vorbei, die zwar im Vergleich zu Kapstadt noch harmlos aussehen, aber gut geht es den Menschen hier auch nicht. In Swakopmund suchen wir uns einen Camp Site, wobei sich dieser als Garten einer ortsansässigen herausstellt, in dem wir einfach unser Zelt aufbauen dürfen. Sehr strange – wenigstens gibt es hier W-Lan. Nachdem es inzwischen auch schon wieder fast 18 Uhr ist, machen wir uns auf den Weg in die Stadt und auf die Suche nach einem netten Fischrestaurant. Zuerst kommen wir an die Jetty-Brücke, die wohl das Wahrzeichen der Stadt ist. Wobei Brücke wahrscheinlich nicht ganz richtig ist, denn eigentlich ist es nur ein Steg, der ins Meer hinaus führt. Der Wellengang ist ziemlich stark und ich bin froh mit den Flip Flops nicht auszurutschen.

Wir schlendern noch ein bisschen weiter durch das Städtchen, bis uns alle der Hunger richtig packt und kehren sodann in einem Restaurant namens “Ocean Basket” ein, wo wir alle sehr leckere Fischgerichte serviert bekommen. Nach der leckeren Speisung kehren wir dann zurück zu unseren Zelten, surfen noch ein bisschen im Netz, bevor wir alle schlafen gehen.