15.02. Sesriem

Welch eine Überraschung, aber wir haben in diesem Leuchtturm alle sehr gut geschlafen und werden erst um 7 Uhr durch den Wecker aus dem Schlaf gerissen. Schnell ein Frühstück vertilgt, packen wir auch schon zusammen und beginnen unsere Fahrt in Richtung Wüste. Auch heute wider weht en ziemlich starker Sturm und die Stufen runter zum Auto mit samt dem kompletten Gepäck gestaltet sich als eher schwierig. Gegen 9 Uhr sind wir schließlich startklar und verlassen die Stadt. Wir überlegen noch, einen Stop in der Geisterstadt zu machen, entscheiden uns aber schließlich aufgrund des Windes doch gegen das Aussteigen aus dem Auto. Wir fahren direkt weiter bis Soussuvlei, bis dahin haben wir doch eine längere Fahrt vor uns.

Zunächst müssen wir wieder zurück  nach Aus, wo wir die C13 in Richtung Norden fahren. Unseren heutigen Nachmittagskaffee legen wir in Helmeringhausen ein. Dort ist ein netter Biergarten, in dem man auch deutsche Gerichte wie Leberkäse mit Bratkartoffeln essen könnte. Unter unserem Tisch liegt eine getigerte Katze, die meiner Meinung nach ziemlich klein ist, wohingegen Hank der Meinung ist, dass sie größer ist als Jack. Ich bleibe dennoch bei meiner Auffassung. Nach der Stärkung setzen wir unsere Fahrt fort nach Sesriem. Zwischendurch entdecken wir immer wieder irgendwelche tollen Tiere, nur leider scheinen mich alle irgendwie an der Nase herum führen zu wollen: Immer wenn ich mit Teleobjektiv ausgestattet startklar in Lauerstellung sitze, sehen wir kein einziges Tier, sobald ich aber die Komplette Ausrüstung wieder verstaue, wimmelt es gerade zu an Oryx-Antilopen, Straußen, sogar Zebras – gemein.

Gegen 18 Uhr erreichen wir heute unser Camp in Sesriem, wo wir uns zuerst mal ein leckeres Abendessen zubereiten: Nudeln mit Tomatensoße und Käse. Während wir unser Menü genießen, irren neben uns ein paar Mäuse umher, die von Flo und Marion und auch Hank euphorisch mit Nudeln gefüttert werden. Ich ess meine Nudeln lieber selbst!

Nach dem Essen betrachten wir noch einen sehr schönen Sonnenuntergang, ehe Marion und ich uns um den Abwasch kümmern. Nachdem wir für ca. 2 Stunden zum Ratschen verschwinden, kommt Hank irgendwann angetrabt um uns zu suchen. Okay, also dann Kommando zurück zur Herde! Ich geh dann noch schnell zum Duschen, aber als ich zurück komme, finde ich die Marion plötzlich ziemlich beschwippst wieder. Hoppala, das ist aber schnell gegangen! Wir sitzen noch eine Weile draußen, beobachten die im Campingplatz befindlichen Springböcke und schrecken hoch, als ein undefinierbares Krabbeltier am Boden rumkriegt. Es könnte sogar ein Skorpion gewesen sein!

Gegen 11 Uhr gehen wir dann alle brav ins Bett, weil wir morgen früh gleich einiges vor haben.