5. Tag: Krabi once more

hmmm, wo fang ich denn am besten an….

unsere Plaene fuer heute waren zunaechst nochmal zum Tigerhoehlentempel zu fahren und diesen zu erkunden und eine Wanderung im Khao Phanom Bencha National Park zu machen – aber wie kommen wir da am Besten hin??? Ich versuche seit Tagen verzweifelt Hank davon zu ueberzeugen, dass wir eine Rollertour machen, aber er weigert sich wehement – und warum: “Ich bin so n Ding noch nie gefahren!!” Ja, hallo dann wirds Zeit – so nen Automatikroller zu fahren kann man ja jetzt nicht unbedingt als “grosse Leistung” bezeichnen… Nach kurzem Hin und Her, hab ich ihn dann endlich soweit und wir erwerben fuer umgerechnet 10 EUR 2 vollgetankte 50 ccm Roller, mit denen wir 24 Stunden rumduesen koennen!!! Krass, des is ja gschenkt!! Nach ein paar Meter im thailaendischen Linksverkehr erkennt auch Hank endlich, dass diese Vehicles nicht nur praktisch sind, sondern auch eine mordsgaudi bedeuten, vor allem bei diesem tollen Wetter!!! :-)) (@ Bro: Die Dinga gehn ab wie Sau, Dei Vespa is echt ne lahme Kruecke dagegen ;-))

So verlassen wir Krabi und fahren einfach mal landeinwaerts, wo wir nach rund 30 km ein Schild fuer eine im Lonely Planet ausgewiesene Hoehle entdecken, also gehts einfach mal dem Schild nach und ehe wir uns versehen fetzen wir mit unseren Roller offroad durchs Gefilde. Wie sich herausstellt sind diese Fahrzeuge zwar nicht als Motocross-Maschine einsetzbar, aber sie sind durchaus belastbar und kaempfen sich durch. Und vor allem ein Heidenspass!!! Schliesslich stehen wir vor einem “Dead End”, wo man nur noch zu Fuss weiterkommt, aber der Weg behagt mir gar nicht…mitten durch den Busch! Also Kommando zurueck und es geht vorbei an unzaehligen streunenden Hunden, Kuehen und oh Schreck eine Snake, die sich ueber die Strasse schlaengelt!!!

Wir fragen uns dann doch mal durch, wo wir denn eigentlich hin muessen, weil weit und breit keine Hoehle zu finden ist – wie sich herausstellt, war das “Dead End” schon der richtige Weg, so dass wir dorthin wieder zurueckkehren. Nach kurzer Besichtigung des Weges geben wir diesen letztlich doch auf, aber Hank laesst sich von dem Gedanken an diese Hoehle nicht so schnell abbringen und sucht nach einer Luecke, was im Endeffekt darauf hinauslaeuft, dass wir die Roller noch ein bisschen weiter in den Dschungel sprengen und ich mich mit dem Hinterreifen im Schlamm festfahre. Super – ganz toll, Herr Hank!!! Also geb ich mal Vollgas, um mich wieder rauszukaempfen und leg mein Fahrzeug dabei mal schnell um!! Zum Glueck keine Verletzungen oder Beschaedigungen am Roller, so dass ich dieses Erlebnis mit einem Schmunzeln abhaken kann. —-> wir brechen dieses Unterfangen damit ab und kehren auf die “richtige” Strasse zurueck in Richtung National Park.

Hier gibt es nach einer kurzen Wanderung den elfstufigen Wasserfall Nam Tok Huay To zu sehen. Auch hier ist der Weg zur optimalen Sicht nicht einfach nur hingehen, sondern wir muessen ueber Stock und Stein kraxeln…. Aber die Aussicht ist die Muehen wert!!
Ein weiterer schoener Wasserfall, Nam Tok Huay Sadeh (so, oder so aehnlich), erwartet uns nach einem etwas gewoehnungsbeduerftigen Dschungelwalk! Allerdings sehe ich auf diesem wenigstens, wo ich hintrete, was in einem Anderen – den Hank auch noch einschlagen wollte, ich mich aber erfolgreich wehren konnte – nicht der Fall gewesen waere…. Hallo, guter Mann, ich bin doch nicht bekloppt und steig irgendwo durch, wo ich die Viecher, die rumkrabbeln, nicht sehen kann – vielleicht ist da eine Schlange und wickelt sich um meine Fuesse, oder weiss gott was, was da noch sein koennte…

Danach machen wir uns auf den Rueckweg in Richtung Krabi um dann nochmal Halt am Tiger Cave Temple zu machen. Die laestigen Affen sind auch schon wieder ueberall und man passt einmal kurz nicht auf, schon machen sie sich ueber unseren Rucksack her.
Zum Tempel selbst gelangt man, wen wunderts, ueber eine Treppe. Die ist allerdings Pipi im Vergleich zu der von gestern. Allerdings geht diese auf der einen Seite nach oben und auf der anderen gehts die gleiche Hoehe wieder runter und es folgt ein Marsch den Pfeilen nach…. Als erstes entdecken wir einen Buddha-Schrein, danach kommt eine kleine Hoehle, in der sich ebenfalls ein Buddha befindet. Wir folgen weiterhin den Schildern (laut Anzeige am Anfang des Tracks 350 m bis zur Tiger Cave) und marschieren mal wieder mitten durch den Dschungel – und gehen – und gehen, immer wieder kommen Schilder in welche Richtung wir laufen muessen, aber es kommt nichts und ich werde zunehmend ungeduldiger, bin quasi kurz davor den Rueckweg einzuschlagen, aber naja, eine Kurve geht noch, bis das naechste Schild kommt und wir auch Stimmen hoeren – juhu nach ca. 20 mins marschieren sind wir endlich richtig, aber wo sind wir? natuerlich da, wo wir losgegangen sind – wir sind die ganze Zeit im Kreis gegangen, na Bravo!!! Da ich jetzt genug von den Tigern und Hoehlen und was auch immer habe, kehren wir schliesslich zu unseren fahrbaren Untersaetzen zurueck.

Da wir inzwischen wieder komplett nassgeschwitzt sind, kehren wir zurueck zu unserer Unterkunft, machen uns frisch und finden uns dann letztendlich in unserer “Stammkneipe” in Krabi bei einem leckeren Abendessen und einem erfrischenden Mixed-Fruit-Shake wieder.

tja, es war ein aufregender Tag und die vielen Stunden, die ich im Fitnessstudio verbracht habe, machen sich jetzt endlich positiv bemerkbar!

4. Tag: Krabi

Um kurz nach 9 werden wir von einem Minivan aufgesammelt, um zu unserer Dschungeltour zu starten.

Erstes Ziel: der Tigerhoehlen-Tempel. Laut Reisefuehrer der einzige Tempel Thailands, der in ein Hoehle hineingebaut wurde.
Nach kurzer Fahrt sind wir auch schon da. Am Eingang tummelt sich eine Horde putziger kleiner Affen, die sich aber nicht weiter fuer uns und v.a. unsere Rucksaecke interessieren. Unser Tourguide zeigt uns zwei Wege den Berg hinauf die wir gehen koennen, einer hard, der andere easy. Natuerlich entscheiden wir uns fuer die Version hard. Daraufhin meint sie (ja, der Guide ist eigentlich eine Guidin), wir sollten doch unsere Rucksaecke im Minivan lassen. Da es uns aber nicht behagt unsere Habseligkeiten zurueck zu lassen lehnen wir dankend ab mit den Worten “it’s no problem”.

Los gehts, am Hinweisschild zum harten Weg vorbei. 1237 Stufen steht da. Die ersten Stufen sind sehr niedrig, ich nehme zwei auf einmal. Ich grinse Carina an und meine “fuer mich wohl nur 600″. Weiter, an ein paar lahmen Chinesen vorbei. Mein Gott, das soll hart sein? Ich laufe voraus und beobachte dann die Affen, die ueberall herumsitzen. Nette Tierchen. Nach einer 180-Grad-Kurve stehe ich dann ploetzlich vor einer Wand. Aeh, Moment, keine Wand. Viel eher so ziemlich die steilste “Treppe” – eher ne Leiter – die ich je gesehen habe: die Stufen ca. 40 cm hoch, dafuer aber nur 10 cm tief. Interessant. Scheint wohl doch was dran zu sein, dass das der harte Weg ist.

OK, diese Megastufen sind nach kurzer Zeit wieder vorbei, aber inzwischen wirds schon anstrengend. Im Zick-Zack-Kurs gehts weiter den Berg hinauf. Wir brauchen immer mal wieder Verschnaufpausen. Inzwischen verfluchen wir uns fuer die dumme Idee unsere Rucksaecke mitzuschleifen. Naja, immerhin die Wasserflaschen darin haben wir bitter noetig, um nicht aus den Latschen zu kippen. Nach ner gefuehlten Ewigkeit sind wir bei Stufe 900 angelangt. Jetzt wird es richtig hart. Ich bin am Limit, kurz davor aufzugeben. Immerhin muessen wir ja auch wieder heil runterkommen, da bringts nix wenn wir besinnungslos am Gipfel liegen. Aber Carina – der alte Dickschaedel – weigert sich auch nur dran zu denken umzukehren und scheucht mich weiter. Na gut, wird schon klappen. Weitere Stufen. Und ploetzlich stehen wir unverhofft vor einer letzten kurzen Treppe zur Gipfelplattform. Die ist schnell (naja, relativ schnell…) ueberwunden und wir setzen uns erstmal in den Schatten und schnaufen durch. Hier steht sogar ein gekuehlter Wasserspender und ich schuette mir etwas von dem Wasser ueber den Kopf. Das kalte Nass tut sehr gut!

Nachdem wir wieder zu Atem gekommen sind geniessen wir den wirklich tollen Rundumblick. Ich muss schon sagen, die Buddhafigur, die hier oben rumhockt hat wirklich nen guten Ausblick! Die Quaelerei hat sich letztendlich also doch gelohnt.


Dann machen wir uns wieder an den Abstieg, da wir bald weiter muessen. Runter geht leichter als erwartet und schon bald sind wir wieder unten. Leider hat der Aufstieg jetzt so lange gedauert, dass fuer die Tempel-Hoehle jetzt gar keine Zeit mehr bleibt :-(

Als alle Mann im Minivan sind brausen wir weiter. Die Fahrt dauert so um die 45 Minuten, dann kommen wir beim naechsten Ziel an: der Hot Stream Waterfall.
Der Wasserfall ist eher eine Wassertreppe, nix spektakulaeres. Dafuer soll das Wasser bis zu 44 Grad warm sein und gut fuer die Gesundheit sein. Man kann sich in die vielen kleinen Becken des Wasserfalls setzen und sich entspannen. Leider ist wohl kurz vor uns ne indische Reisegruppe angekommen und hier alles voll. Aber ich kaempfe mich trotzdem durch die Menge und ergattere einen Platz in einem der Becken. Ist wirklich angenehm. Nach kurzer Rast im Becken und der Sonne sammelt uns dann unsere Guidin ein und scheucht uns zurueck zum Parkplatz, wo es in einer der zahlreichen Garkuechen das Mittagessen gibt.

Wir sitzen mit zwei Englaendern in einem gemueltichen kleinen Pavillion und bekommen 3 Gerichte serviert: Green Curry, Vegetarisch und Chicken mit Cashewnuessen. Nach unserer vormittaeglichen Klettertour habe ich auch richtig Hunger und hau ordentlich rein. Schmeckt auch sehr gut. Etwas ueberrascht bin ich davon, dass Carina auch kraeftig zulangt.
Die Kueche hier sieht wohl auch nicht anders aus als in Garkuechen in der Stadt und dort ruempft sie immer die Nase und rennt schnell vorbei. Na vielleicht koennen wir demnaechst dann ja auch mal in solch einer Essen ;-)

Zur Nachspeise gibts noch eine saftige Ananas und dann sind wir auch schon wieder im Minivan. Auf zum Emerald Pool. Diese Fahrt ist nur kurz und wir machen uns im mittlerweile strahlenden Sonnenschein vom Parkplatz durch den Dschungel auf zum Pool. Das Wasser sieht sehr cool aus und wir huepfen auch gleich rein. Endlich zahlt es sich aus, dass wir Badesachen – die uns bei der Kletterpartie das Leben bzw den Rucksack schwer gemacht haben – dabei haben. Das Wasser ist schoen kuehl und sehr erfrischend!
Nach einigen Runden im Pool muessen wir leider schon wieder zurueck. Aber nicht ohne vorher noch dem Crystal Pool einen Besuch abgestattet zu haben, um ein paar Fotos zu schiessen.

Waehrend der Rueckfahrt setzt ploetzlich wieder monsumartiger Regen ein. Aber als wir bei unserer Herberge ankommen ist es auch schon wieder vorbei. Nach einer schnellen Dusche gehen wir wieder in die City, zum selben Lokal wie gestern. Hier ist es einfach super gemuetlich und schmeckt sehr gut. Beim Shake-Schluerfen studiere ich wieder den Reisefuehrer, um die naechsten Tage ein wenig auszugestalten. Mal sehn ob die Plaene aufgehen. Und wenn nich. so fucking what, dann machen wir halt was andres…

3. Tag: Ayutthaya

So, erstmal reichts mit Bangkok. Heute soll unser Trip in den Norden beginnen. Gestern Abend haben wir uns dazu schon am Bahnhof über die Zugverbindung informiert. Um 10:50 geht der Zug. Also schnappen wir uns nach dem ausgiebigen Frühstück ein Taxi und düsen los. Am Bahnhof gehn wir nochmal zum Infostand und werden knallhart auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: die Regenzeit schlägt dieses Jahr voll zu, die nördlichen Regionen stehen unter Wasser. Unser heutiges Tagesziel wäre zwar erreichbar, aber die Hälfte der Tempel (sie liegen auf einer Insel) ist überflutet. Und wer weiß, wie es morgen dann aussieht… Tja, und nun?!?

Gestern hatte uns ja ein Franzose erzählt, dass es im Süden auch ständig regnet, schlimmer als in Bangkok. Super, der Norden überflutet, der Süden verregnet. Die Laune sinkt ins Bodenlose.
Immer noch am Bahnhof blättern wir verzweifelt schon Reiseführer von Indonesien, Loas, Kambodscha und allem was sonst noch in der Nähe liegt durch. Da wir aber nicht wissen was wir überhaupt für Flüge zur Auswahl haben entscheiden wir uns erstmal zum Flughafen zu fahren. Also wieder ins Taxi und ab auf den Highway. Unterwegs fängt es dann auch wieder zu regnen an. Also so richtig. Sichtweite nicht mehr als 50 Meter. Der Taxifahrer geht dann zum Glück auch vom Gas und wir kommen heil am Airport an. Nachdem wir die Flugtafel studiert haben sehen wir ein, dass es gar nich so einfach wie gedacht is das Land in eine von uns gewünschte Richtung zu verlassen. Also doch der Süden Thailands… Nach dem Preisvergleich der Airlines sitzen wir dann wenig später im Flieger nach Krabi.

Nicht mal eine Stunde später landen wir. Es ist zwar auch hier bewölkt, aber auf jeden Fall besser als im Norden. Wieder gehts mit dem Taxi weiter. Zu einem im Lonely Planet aufgeführten Hostel. Ist zwar lange nicht so komfortabel wie im Hotel in Bangkok, aber Preis-Leistung stimmt.

Nach einer kurzen Erfrischung (es ist schon wieder drückend schwül) tigern wir erstmal in die „City“, also die Hafenpromenade und die Hauptstrasse. Am Wasser angekommen geschieht das Unfassbare: die Sonne kommt raus! Kurz in den Arm gezwickt, nein kein Traum. Na da steigt die Motivation doch gleich wieder.

Nach einem kurzen Spaziergang setzen wir uns in eine sehr gemütliche kleine Bar und bestellen unser Abendessen. Danach wälzen wir bei zwei sehr guten Fruchtshakes und einem ebenfalls guten Tiger-Bier den Reiseführer was man hier in der Gegend denn so unternehmen kann. Nach einiger Zeit steht unser Programm dann: morgen machen wir erstmal eine Jungle-Tour die uns in der Unterkunft angeboten wurde. Übermorgen ziehen wir dann auf eigene Faust los und erforschen einen Nationalpark. Danach, naja, wir werden sehn… ;-)