Tag 13: Whale Watching, Kiama

Argh, der Wecker klingelt um 6 Uhr. Hallo, ich habe Urlaub, muss das sein?!? Achso, wir haben ja was vor: Whale Watching. Na gut, dann stehen wir halt auf. Um halb 8 sind wir dann am Hafen, am Pier von Cat Balou, dem Whale Wachting Unternehmen. Vor uns liegt ein 17 Meter langes Boot das wir auch sogleich entern. Nach einer kurzen Fahrt reckt auch schon der erste Buckelwal seine Schwanzflosse in die Höhe und taucht kurz vor uns ab. Es sind gleich zwei Wale: Mutter mit Kalb. Diese verfolgen wir eine Zeit lang. Ich habe so das Gefühl die beiden halten uns zum Narren: erst tauchen sie links vom Boot auf, alle Touris laufen mit gezückten Kameras nach links. Nach 2 oder 3 Mal „Buckel aus dem Wasser halten“ tauchen sie ab. Nur um ein paar Minuten später auf der rechten Seite wieder aufzutauchen, also alle Mann nach rechts. Wieder tauchen die Meeressäuger ab, um wieder auf die linke Seite zu wechseln. So geht das einige Male, bis wir weiterfahren. Ein anständiges Foto zu machen erweist sich als sehr schwierig, da die Wale doch ein Stück weg sind, immer nur kurz auftauchen und das Boot auch noch ganz gut schaukelt. Ich glaube ca. 70% der Fotos die ich heute mache zeigen entweder den Himmel oder nur Wasser…
Aber ein paar Treffer sind dann doch dabei:


Unterwegs zum nächsten Hotspot winken uns ein paar Robben zu. Lässig im Wasser dahintreibend recken sie die Flossen hoch. Die Fahrt selbst macht auch riesig Spaß: immer wieder schnellen wir aus einem Wellental über die nächste Welle und krachen dann wieder ins nächste Tal hinab. Fast so wie eine Fahrt mit dem Hupferl auf der Dult ;-)
Das setzt einigen Teilnehmern so zu, dass sie nicht Whale-Watching, sondern eher Tüten-Kotzing betreiben *g* Dumm gelaufen…

Auch der nächste Wal, ein einzelnes Tier, treibt wieder seine Spielchen mit uns. Einmal taucht er sogar für einen kurzen Augenblick nur wenige Meter vor dem Boot auf. Beeindruckend. Die Zeit vergeht leider wie im Fluge und schon machen wir uns auf den Rückweg. Unterwegs gesellen sich einige Delphine zu uns und haben ihre helle Freude daran kurz vor dem Boot im Kielwasser herumzutollen. Immer wieder tauchen sie unter dem Boot hervor, springen knapp davor aus dem Wasser und verschwinden wieder in der Gischt. Einfach schön anzuschauen!

Leider ist der Trip nach 3 ½ Stunden zu Ende und wir stehen wieder an Land. Aber der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt und war ein tolles Erlebnis! Die ersten Momente mit festem Boden unter den Füßen sind etwas merkwürdig und wir haben das Gefühl alles um uns herum würde noch etwas schaukeln.

Es ist jetzt kurz vor 12 und wir machen und wieder auf den Weg weiter Richtung Sydney. Da sich alle Orte unterwegs auf „toller Strand, sonst nicht viel“ reduzieren lassen, es aber immer noch kein Strandwetter ist beschließen wir, so weit wir kommen zu fahren, damit wir morgen nicht mehr ganz so weit nach Sydney haben. Und so landen wir schließlich hier in Kiama. Zum ersten Mal während unserem Trip ist der Campingplatz richtig richtig voll, v.a. mit jungen Familien mit vielen Kindern. Sind wohl alles Wochenendausflügler.