Tag 3: Grampians

Kurz nach 8 wachen wir in unsrem Camper auf, da es schon zu warm wird zum Weiterschlafen. Irgendwie ist das in Australien anders als bei uns: kein „Ah, heute wird ein schöner Tag, aber in der Früh zieh ich noch ne Jeans an weils frisch ist“, sondern Sonnenaufgang – ZACK – heiß. Deswegen suchen wir nach nem kurzen Frühstück erstmal den Pool auf, relaxen in zwei Liegen und planschen ein wenig herum. Gegen Mittag wird es in der Sonne aber so unerträglich (beim Pool gibt’s auch keinen Schatten), dass wir uns wieder zum Camper begeben und erstmal Essen.

Für den Nachmittag haben wir eine 10 km Rundwanderung durch die Grampians auf dem Programm. Also werden die Rucksäcke mit reichlich Wasservorräten bestückt und wir machen uns auf den Weg. Unser Vorhaben gerät aber ziemlich schnell ins Wanken, als wir nach wenigen hundert Metern vor einer Weggabelung stehen: nach links die geplante Route, steil den Berg hinauf und oben – soweit man sieht – ohne jeglichen Sonnenschutz. Eigentlich dachten wir da is Wald… Naja, da wir gut auf nen Hitzschlag verzichten können also nach rechts, den eigentlichen Rückweg. Die Strecke fängt zwar ganz gemütlich an (auch wenn Carina gar nicht so begeistert von den Schlangen und Eidechsen am Wegesrand ist *g*), aber auch hier stehen wir nach ca. 2 km vor einem steilen Aufstieg in der Sonne. Also wieder zurück zum Bus.

Kurz vorm Parkplatz treffen wir dann unverhofft auf 3 Känguruhs. Eines geht zwar gleich mal komplett stiften, aber die anderen beiden sind erstmal wenig beeindruckt von unserem Auftauchen. Als wir näher rangehen wird es dem einen aber doch zu brenzlig und es verschwindet kurzerhand im Beutel seiner Mutter. Erstaunlich, dass es da noch reinpaßt. Im Beutel turnt es dann ein wenig rum und streckt gleich wieder den Kopf raus. Ich versuch dann noch die Känguruhmama mit etwas Gras anzulocken, aber so recht traut sie mir nicht und sucht sich ihr Grünzeug lieber selber.

Aber jetzt erstmal weiter, wir wollten ja eigentlich wandern. Also fahrn wir zum „Wonderland Carpark“ und klettern durch den hiesigen Grand Canyon.

Oben würde der Weg zwar noch weiterführen zu nem schönen Aussichtspunkt, aber wieder ohne jeglichen Sonnenschutz. Und 6 km hin und zurück bei 35 Grad durch die pralle Sonne sind uns einfach zu krass.

Dann doch lieber zurück zum Pool.