13.02. Crossing the border to Namibia

Heute ist es soweit! Wir überqueren die Grenze nach Namibia. Vorher gibt es aber noch ein leckeres Frühstück und einen Sprung in den kalten Campingplatzpool. Eine kurze Erfrischung muss sein, denn es ist schon wieder ziemlich heiß. Gegen 10 Uhr sind wir on the road. Bis zur Grenze sind es noch ca. 120 km. Wir schauen, dass wir diese Strecke möglichst zügig zurück legen. Wir kommen wirklich gut voran und ehe wir uns versehen, können wir aus Südafrika ausreisen. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Wir fahren mit dem Auto durch 3 Kontrollstellen bis man uns wieder zurück schickt, weil die Ausweise noch nicht gestempelt sind. Das hat uns aber auch niemand gesagt, dass wir noch aussteigen müssen und in die Police Department Office gehen müssen. Zum Gück erhalten wir nach einigem Hin und Her doch noch unsere Stempel und können einreisen.

Nach anfänglich kurzen asphaltierten Straßen kommen wir bald auf Schotterstraßen. Krass, wenn das überall so ist, kommen wir wohl eher langsam voran. So ziemlich das erste was wir sehen sind namibische Town Shops, bestehend aus Strohhütten. Wahnsinn, so leben die hier? Mir scheint, dass hier wohl eher wenig Infrastruktur herrscht. Wir fahren mal weiter, vorbei an Orange River bis zum Fish River Canyon. Dort angekommen – nach einer äußerst holprigen Fahrt – stellen wir fest, dass unsere Bargeldreserven zwar zum Betreten der Parks ausreichen, nicht aber, um auch noch einen Campingplatz zu bezahlen. Glücklicherweise gibt es nur wenige Kilometer entfernt einen Campingplatz, der auch Kreditkarten akzeptiert. Puh, anscheinend hat jetzt der abenteuerliche Teil unserer Reise begonnen. Wir fahren erstmal 10 Kilometer über die Schotterpiste um uns den Canyon anzuschauen. Dort angekommen erleben wir erstmal eine böse Überraschung: Wir haben einen Platten! Na wunderbar! Es hat gefühlte 40 Grad, keinen Schatten und wir haben eine Reifenpanne!! Hank und Flo wechseln mit vereinten Kräften den kaputten Reifen aus, nachdem wir alle einen eindrucksvollen Blick auf den weltweit zweitgrößten Canyon erhaschen konnten. Die Aktion dauert ca. 20 Minuten, dann lassen wir noch aus allen 4 Reifen ordentlich Druck raus, damit wir wesentlich weicher über diese steinigen Pisten rasen können.
Am Canyon Roadhouse angekommen, beziehen wir erstmal den Campingplatz. Hier sieht es aus, wie man sich campen in Afrika vorstellt. Ziemlich beeindruckend. Zum Abendessen genehmigen wir uns heute im Roadhouse Restaurant einen gegrillten Fleischspieß mit Springbok und Oryx-Antilope. Mmmh, lecker! Das Lokal ist total cool, eigentlich ist es eine große Werkstatthalle mit Oldtimern drin und in der Mitte eine große Bar. Wir sind echt begeistert – unseren Kaputten Reifen können wir hier morgen auch gleich flicken lassen. Perfekt! Nachdem wir uns mit reichlich Fleisch gestärkt haben, gehen wir zurück zu unserem Campsite, bauen die Zelte auf. gehen duschen, beobachten den Sonnenuntergang, ehe wir erschöpft ins Bett fallen…