12.03: Cobá – Chichén Itza

Sicherheitshalber haben wir uns heute den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, damit wir unseren Bus nicht verpassen. Irgendwie muessen wir ja aus diesem Kaff wieder rauskommen. Welch eine unglaubliche Überraschung, dass wir bereits weit vor dem Wecker hellwach sind und brav unsere Habseligkeiten startklar machen. Schnell noch ein Frühstueck aufgenommen und schon kann der Marsch zur Bushaltestelle losgehen. (mal wieder laufen…)

So ein Mist ;-( wir haben den Bus tatsächlich verpasst. Wir waren darauf eingestellt, dass er um 9 Uhr abfährt und nicht um 8 Uhr. Jetzt ist es kurz nach 8… Der nächste fährt erst wieder um 10:30, damn!!! Hier an dieser Ecke ist auch der Hund begraben, so dass wir in den sauren Apfel beißen und uns fuer 350 Pesos (umgerechnet ca. 22 EUR) nach Valladolid fahren lassen, von wo aus der Bus weiter geht nach Chichén Itza. Zum Vergleich: für die Weiterfahrt, die ungefähr genauso lang dauert zahlen wir nur 1/3 des Preises.

Gegen 10:30 Uhr sind wir schliesslich an diesem Touristenmagneten angekommen und stehen leider mitten in der Pampas, so dass wir ca. 3 Kilometer bis zur nächsten in Frage kommenden Unterkunft haben. Wenigstens steht gleich ein freundlicher Taxifahrer bereit, der uns dieses Stueck fährt. Die Hitze macht uns mittlerweile schon zu schaffen. Das Zimmer ist eine Low-Budget-Unterkunft und für den Preis in Ordnung. Wir machen uns auch gleich auf den Weg zurück zur Tempelanlage. Ohne den zusätzlichen Balast ist der Marsch auch gar nicht so schlimm.

Wir erkennen gleich, warum es eigentlich ratsam ist, nach Chichén Itza bereits zur Morgenstunde zu kommen, den Parkplatz ist bereits überfuellt mit Autos und Bussen. Na toll, das kann ja heiter werden. Irgendwie verläuft es sich drinnen aber doch besser als wir gedacht haben, man kann den Tempel sogar fotografieren ohne störende Touris im Bild zu haben. Neben dem Haupttempel, der sehr schön restauriert ist, gibt es auch noch zahlreiche im Originalzustand belassene Ruinen zu betrachten. Die Sonne brennt mittlerweile aber schon stechend herunter und mein Kreislauf macht mir bereits ordentlich zu schaffen, so dass wir immer öfter Verschnaufpausen im Schatten einlegen müssen. Hank klagt auch schon über die Hitze. Obwohl der Himmel bewölkt ist, ist es richtig heiss!!

An allen Seiten stehen Einheimische, die selbst geschnitzte Kunstwerke verkaufen. Hank hat es auf einen Mayakalender abgesehen, der aber mit ca. 40 US-Dollar doch etwas teuer ist. Selbst nach dem Feilschen kommen wir mit den Händlern auf keinen grünen Zweig. Enttäuscht wie ein kleines Kind nimmt Hank zur Kenntnis, dass er wohl keinen Mayakalender haben wird. Naja, vielleicht finden wir ja auf unserer Reise nochmal welche, die auch ein bisschen günstiger sind. Immerhin müssen wir alles, was wir jetzt schon kaufen, auch extrem weit tragen!!!

Da wir zwischenzeitlich bereits völlig fertig sind und uns der Hunger antreibt, verlassen wir die überfüllte Anlage und lassen uns von einem Taxi zurück nach Pisté bringen, wo auch unsere Unterkunft ist. Der Taxifahrer liefert uns in einem Lokal seiner Empfehlung ab und wir finden uns sodann in einem kleinen Strassenimbiss wieder, der aber dennoch sehr gutes Essen bietet. Im Vergleich zu unseren ersten Fajitas sind diese hier erheblich besser. Das lässt doch noch hoffen!!

Nachdem wir uns reichlich verköstigt haben, gehts zurück zur Unterkunft, wobei wir auf dem Weg einen Stop im ersten Internetcafe machen, wo wir jetzt sind…