Tag 23: Vancouver

Im Hotel „Marion“ erhalten wir zum Frühstück leckere Pfannkuchen, ehe wir um ca. 9:30 Uhr losmarschieren zum Stanley Park, wo wir uns Fahrräder ausleihen wollen und den Park umrunden. Der Weg bis dorthin zieht sich ganz schön, aber gegen 10:15 Uhr haben wir dann unsere Radl und den dazu gehörenden Helm in Händen.


Es geht den Stanley Park Drive am Hafen entlang, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf die ganzen Yachten und die dahinter liegenden Wolkenkratzer hat.


Unterwegs gibt es immer wieder Statuen, Säulen, usw. bei denen man Halt machen muss.


Leider kann man beim Vancouver Aquarium nicht – wie von Marion angenommen – auf die dort befindlichen Wale schauen, so dass wir weiterhin am Ufer entlang radeln.

Unterwegs sehen wir dann am Rand einen süßen kleinen Waschbären, der hier fast ein wenig fehlplatziert wirkt, aber er lässt sich von uns schaulustigen Radlfahrern nicht aus der Ruhe bringen.

Es geht an einigen Stränden vorbei und die Tour endet schließlich nach ca. 11 km an der English Bay, vo wo aus wir zurück zum Radlverleih fahren. Insgesamt war dies ein sehr schöner Ausflug und definitiv seine 1 1/2 Stunden wert, lediglich der Preis für die Radl ist ganz schön gesalzen.

Mittlerweile haben wir bereits wieder ordentlich Hunger, so dass wir beschließen zurück zu Marion zu marschieren und uns dort etwas leckeres zu kochen. Wir schlendern weiterhin am Ufer entlang und kommen so zum Canada Place, wo aufgrund des Canada Days bereits einiges los ist. Überall werden Kanada-Fahnen, Anstecker und Tattoos verschenkt, so dass wir nicht umhin kommen, mit einer kompletten Montur das Geschehen zu verlassen. Sogar das olympische Feuer ist extra für den Canada-Day angeworfen worden!


Da uns aber der Hunger antreibt, gehts erstmal zurück zur Marion, wo wir uns ein leckeres Mittagessen zubereiten und anschließend erstmal eine gute Stunde einfach nur Rasten, ehe wir uns wieder auf die Straßen von Vancouver begeben! Wir denken noch einmal eingehend über die Möglichkeit des Britney Spears Konzertes nach, wobei Marion und ich drauf und dran sind, los zu laufen und Karten zu organisieren, nur Hank zieht nicht und weigert sich strikt, einen Fuß in die durch dieses Konzert entweihte Rogers Arena zu setzen! Tja, der Klügere gibt ja bekanntlich nach, also machen wir Mädels einen Rückzieher! ;-)

Wir klatschen uns schließlich die Kanada-Tattoos ins Gesicht und schreiten wieder des Weges.

Wir kommen dabei an einem sehr alternativen Hippie-Place vorbei, an dem man an allen Ecken völlig legal Drogen aller Art kaufen kann. Genauso krass, wie die Geschäfte ist der Konsum an diesem Platz. Wäre man länger stehen geblieben, wäre man wohl allein wegen dem Geruch dort total high geworden! Voll übel, die Kanadier! Dürfen in der Öffentlichkeit zwar kein Bier trinken, Gras rauchen ist völlig in Ordnung! :-)

Am Canada-Place sind aktuell gerade einige Konzerte, die wir noch so ein bisschen mitbekommen, bis dann um 7 die große Parade beginnt! Wir suchen uns gute Plätze und beobachten die vorbei laufenden Tanzgruppen, Sportgruppen und sonstige Begeisterte. Die Highlights sind die verkleideten Starwars-Figuren, allen voran Boba Fett, die Blues Brothers und mittendrin die örtliche Müllabfuhr! Total crazy! Nachdem die Parade aus ist, hüpfen alle auf die Straße und tanzen fröhlich und ausgelassen! Echt witzig!

Wir verweilen dann noch eine Weile in einem Cafe, bevor wir die Fähre nach Nord Vancouver nehmen, um einen schönen Blick auf die Skyline zu erhaschen und das anstehende Feuerwerk super beobachten zu können. Unglücklicherweise liegt mitten vor der Stadt ein rießiger Frachter, der das Gesamtbild ein wenig zu Nichte macht, aber alles in Allem sehen wir ein wunderschönes Feuerwerk und können so die Reise nochmal mit einem Höhepunkt abschließen!

Tag 22: Chiliwack – Vancouver

Heute müssen wir um 11:30 unseren Camper abgeben. Vorher müssen wir ihn noch auf Vordermann bringen und ca. 90 Minuten nach Vancouver fahren. So gibts mal wieder recht früh Frühstück. Carina hat recht gut geplant und so bleibt nur wenig übrig. Nach Eiern, Toast und Müsli heißt es packen & putzen. Zuerst bringe ich mal den ganzen Müll weg, der sich so angesammelt hat. Unglaublich was wir während unserem 10-tägigen Trip alles an Flyern, Beschreibungen etc. bekommen haben. Ein riesiger Papierberg. Beim Packen zeigt sich schnell, dass unser Gepäck deutlich angewachsen ist. Aber wir kriegen alles unter. Dann noch kurz rauskehren und fertig. Naja, nicht ganz, Abwasser müssen wir noch ablassen. Bei der dafür vorgesehenen Station stelle ich fest, dass sich unsere Tanks nicht leeren. Da läuft nix ab. Na toll, Rohre verstopft! Irgendwie haben wir in diesem Urlaub nicht so richtig Glück. Naja, hilft nix, wir müssen los.

Nach 90 Minuten Autobahn finden wir dann problemlos zu Fraserway, dem Camper-Verleih. Die Abnahme geht recht schnell. Eigentlich werden nur die gefahrenen Kilometer kontrolliert und der äußere Zustand. Die verstopften Rohre fallen gar nicht auf. Auch nicht, dass wir unterwegs zwei Gläser zerdeppert haben (bin wohl zu wild gefahren). Bei den Kilometern sind wir knappe 500 zuviel gefahren. Tja, da hab ich mich etwas verkalkuliert. Ist eh nervig, dass man die Kilometer extra dazukaufen muss. In Australien konnte man so viel fahren wie man wollte, war kein Problem.

Beim Checken der Windschutzscheibe fällt unser „kleines“ Malheur natürlich sofort auf. Also bekommen wir nen fetten roten Eintrag in unser Protokoll. Den Rest müssen wir dann im Büro regeln. Dort angekommen dürfen wir auch gleich die Kreditkarte zücken. Wir wollen eine Extra-Abrechnung und Zahlung für die 500 Dollar Selbstbehalt, die wir dann daheim bei der Versicherung einreichen können. Kein Problem. Carina fragt vorher extra noch ob zu den 500 Dollar noch Steuern kommen. Nein sagt die Dame hinter der Theke. Sie verscheindet dann ins Büro, um uns noch die komplette Schadensrechnung zu besorgen. Während sie weg ist schauen wir uns nochmal an was wir so gezahlt haben. Dabei fällt uns auf, dass wir für die Zusatz-Kilometer deutlich mehr gezahlt haben als es kosten dürfte. Bei ihrer Rückkehr sprechen wir unsere Dame darauf an. Sie meint da seien noch die 60 Dollar Steuern für die 500 Dollar dabei. Wie bitte?! Doch Steuern? Blöde Kuh! Sie stopselt ein bissl rum und meint das ist normal so und sie könnte das vom Programm her nicht anders machen, blabla. BLÖDE KUH! So kriegen wir die 60 Dollar bestimmt nicht von der Versicherung in Deutschland erstattet. B L Ö D E K U H !!!

Um 12 werden wir dann wieder in die City gefahren. Zurück zu Marion. Die ist aber im Moment in der Arbeit. Da das Büro schon ein Stückchen von ihrer Wohnung entfernt ist lassen wir uns samt Gepäck vor der Wohnung absetzen. Carina setzt sich dann mit dem Koffer, den 2 großen Rucksäcken, ihrem kleinen Rucksack und einer Tüte in den Starbucks um die Ecke. Ich mache mich auf zu Marion, den Schlüssel holen. Nach einer kurzen Wanderung stehe ich auch schon im hiesigen Bulthaup Laden.


Marion gibt mir den Schlüssel und wir machen aus, dass Carina und ich sie später aus der Arbeit abholen.

Zurück in Marions Wohnung versetzen wir diese zum 3. Mal ins Chaos. Lulu die Hauskatze ist daovn begeistert! Nachdem wir noch ein bisschen aus- und umgepackt haben laufen wir wieder los und schauen uns die Stadt noch ein wenig an. Erst geht es noch kurz durch ein paar Geschäfte, dann muss ich endlich zum Stadium der Vancouver Canucks.


Dort angekommen dann die Enttäuschung: man kann heute nicht rein. Und morgen auch nicht. Der Grund: Britney Spears! Die gibt hier morgen ein Konzert. Meine einzige Möglichkeit das Statium zu betreten ist also das Britney Spears Konzert. Super! Das grenzt ja an Blasphemie! Carina wär zwar gar nich so abgeneigt, aber das geht gar nicht.

Also machen wir uns auf den Weg zu Marion. Unterwegs stehen wir unverhofft vor einem Costco-Markt. Das ist ein riesiger Supermarkt bei dem es alles in riesigen Portionen gibt und bei dem man nur als Mitglied einkaufen kann. Marion hat dort über ne Bekannte getrocknete Mangos für den Trail besorgt. Und die haben echt super geschmeckt. Weit besser als alle Sorten die wir sonst so gesehen haben. Also schaun wir einfach mal rein. Wir informieren wir uns über eine Mitgliedschaft. Kostet leider. Als wir erklären, dass wir übermorgen wieder nach Deutschland fliegen und nur ein Teil kaufen wollen bekommen wir kurzerhand eine Tageserlaubnis. Cool. Schnell zwei 800g Packungen Mangostreifen geholt, fertig. Wieder etwas mehr Gepäck ;-)

Wir holen Marion von der Arbeit ab und schlendern noch ein wenig durch das Viertel Gastown. Nachdem wir einmal hin und her gelaufen sind werden wir hungrig und suchen Salathai auf, ein thailändisches Lokal. Danach geht es auch schon zurück in die Wohnung, Isomatten und Schlafsäcke auspacken.

Tag 11: Vancouver

Heute haben wir das erste Mal während der kompletten Reise bis 9 Uhr geschlafen, allerdings kann ich mich aufgrund der starken Rückenschmerzen kaum bewegen. Ob die Schmerzen nun von der erneuten Nacht auf der Isomatte und im Schlafsack kommt, oder das grausame Zodiac Schuld an meiner Misere ist, kann ich nicht genau sagen. Da war ja der 20 kg Rucksack eine richtige Massage für den Rücken! :-)

Diesen Tag haben wir zum ersten Mal eher gemütlich angehen lassen. Wir haben uns bei Marion ein ausgiebiges leckeres Frühstück genehmigt, ehe wir uns dann auf den Weg nach Granville Island gemacht haben.

Ein kleinerer Fussmarsch durch Downtown und über eine längere Brücke führt uns direkt in die Markthallen von Granville Island. Hier gibt es jegliche Köstlichkeiten, die das Herz begehren. Ausserdem gibt es noch zahlreiche kleinere Shops, wo man jeglichen Krusch kaufen kann, allerdings ist günstig etwas anderes!


Eigentlich hätte Marion für uns für heute vorgesehen, dass wir nach dem Markt in den Stanley Park gehen und dort Fahrräder für eine Radltour ausleihen, aber wie so oft hat Petrus was dagegen. Es ist einfach nicht schön genug für eine Fahrradtour, also kehren wir erstmal in einer der vielen Foodcourts ein, um uns ein Mittagessen zu genehmigen, ehe wir dann via Aqua-Bus (ja, das Ding heisst tatsächlich so), auf die andere Seite des Flusses fahren und zu Marions Wohnung zurück kehren.

Trixi beschließt dort, vorerst eine Auszeit zu nehmen, aber ich bin ganz wild darauf, die Shopping-Möglichkeiten der Stadt näher zu erkunden. Also ab in die Robson Street. Mein Ziel: der Roots-Store, die kanadischen In-Marke, die für meine Kreditkarte eher nix ist :-)

Hank schlaegt beim Tommy Hilfiger sauber zu, bevor wir zu dem Ergebnis kommen, dass sich Shoppen eher schlecht aufs Budget auswirkt. Wir schlendern zurück in Marions Wohnung, um Trixi abzuholen und dann gehts ab zu Guu. Das ist ein Japanisches Lokal, das anscheinend bei den Einwohnern der Stadt der absolute Geheimtipp ist, denn Marion ist total begeistert und ganz wild darauf, dass wir da hingehen. Na gut, dann machen wir das hald – auch die Stunde warten, bis wir einen Tisch bekommen, schreckt uns nicht ab.

Schliesslich sitzen wir und halten die Speisekarten in Händen. Ich versteh nur Bahnhof und hoffe, Marion weiss was sie tut. Die Japaner schreien aus allen Ecken irgendwelche Hyroglyphen, aber es scheint wirklich ein Erlebnis zu sein. Wir bestellen 5 einzelne Gerichte, von denen wir uns alle 4 bedienen. Unter anderem haben wir rohen Lachs mit einem ungekochten Ei und Knoblauchbrot bekommen – klingt unendlich ekelhaft, aber war sehr lecker! Ausserdem rohe Garnelen, die auch nicht schlecht geschmeckt haben.

Danach hat uns der Kellner gefragt, ob wir die Krusten gegrillt haben wollen, das ist hier eine Delikatesse. Wir waren ein wenig irritiert, stimmen aber versuchsweise zu und siehe da: der gegrille Garnelen-Abfall schmeckt wie Chips! :-) und so haben sich die Gerichte fortgesetzt. Die Nachspeise, ein Käsekuchen, war der absolute Hammer! Also, Fazit: Japanisch essen ist nichts fuer Feiglinge, aber es lohnt sich auf jeden Fall!!

Nach dem Essen gehts wieder zurück in die Wohnung, wo wir dann alle 4 hundemüde ins Nest fallen.

Tag 1: MUC – Toronto – Vancouver

Es ist mal wieder so weit. Hank und ich gehen auf Reisen.


Diesmal verschlägt es uns nach Kanada, genauer gesagt nach Vancouver. Unser Flieger geht um 11:50 Uhr in München weg und macht Halt in Toronto, dort einen kurzen Aufenthalt und dann gleich weiter ans endgültige Ziel. Soweit der Plan! Leider sieht die Realität etwas anders aus. Bereits am Ticketschalter werden wir darüber informiert, dass der Flug mindestens 45 mins Verspätung haben wird und wir außerdem in Toronto das Gepäck abholen und durch den Zoll müssen. Ohje, das wird aber verdammt knapp, bei lediglich 1 ½ Stunden Zeit (und das wenn alles glatt geht).

Tatsache, wir kommen erst eine dreiviertel Stunde später in München los, der Flug verläuft zwar unspektakulär, aber wir sind hald einfach zu spät dran. In Toronto dann das nächste Chaos, wir dürfen nicht zum Gate fahren, wegen was weiß ich und so verlieren wir weitere kostbare Minuten. Im Endeffekt haben wir dann noch 20 Minuten Zeit, um durch die Passkontrolle zu gehen, Koffer abzuholen, Zoll passieren, Koffer wieder aufgeben und dann zum neuen Gate rennen. Also, läufts drauf raus, dass wir den Flug verpassen! Leider können wir erst 3 Stunden später weiterreisen, so dass wir wieder mal Zeit totschlagen müssen. Was macht man da Besseres als Essen? ;-)

Um 19 Uhr (Toronto Ortszeit) geht’s dann endlich weiter. Nochmal 5 Stunden fliegen und dann kommen wir endlich in Vancouver an. Unser Gepäck schafft es auch, so dass wir gleich die Canada-Line aufsuchen und nach Downtown/Yaletown zur Marion fahren können.

Wir finden uns gleich zurecht und ehe wir uns versehen sind wir auch schon an dem Hochsicherheitstrakt angekommen, in dem sie wohnt. Da uns niemand aufmacht, gehen wir einfach mit den nächsten Menschen, die ins Haus gehen rein und stellen uns in den Aufzug – nur leider fährt dieser den 19. Stock nicht an, da es ja ein Hochsicherheitshaus ist. Wir stehen also im Treppenhaus vor verschlossenen Türen und fahren wieder runter. Telefonisch kündigen wir uns an und schon stürmt Marion los, um uns in Empfang zu nehmen. Wir sehen den Aufzug nach unten rauschen 17, 16, 15, 14 und da bleibt er dann stehen. Unsere Befürchtungen bestätigen sich: Marion steckt im Aufzug fest!!! Ihre Mitbwohnerin holt uns zwar inzwischen, aber Marion ist für die nächste Stunde außer Gefecht gesetzt! Zusammen mit Trixi warten wir dann auf die Gastgeberin, die nach einer gefühlten Ewigkeit mal eintrudelt!

Bevor wir schlafen gehen machen wir uns schon mal an die Arbeit unsere Sachen für den West Coast Trail zu sortieren und zu packen…