10. Tag: Phang Nga

heute steht wieder ein ausgefuelltes Programm an, wir haben eine Bootstour unter anderem zum James Bond Felsen gebucht. Leider habe ich aber heute Nacht trotz Moskitonetz nur sehr schlecht geschlafen und meine Beine gleichen einem Schlachtfeld. Ueberall Mueckenstiche, blaue Flecken oder Kratzer. Das letzte Mal als ich so ausgesehen hab, war ich glaub ich 5 oder 6! :-D

But so fucking what, mit Verlusten ist zu rechnen… Puenktlich! um 8:30 Uhr kommt unser Bus, naja eher ein Irgendwas, das einen Motor hat und Leute transportieren kann und pickt uns auf.

Unterwegs lesen wir noch 2 weitere Begleiterinnen auf, ehe wir in Richtung Fluss loscruisen. Die Abgase von diesem Irgendwas sind schon echt uebel, teilweise halt ich mir richtig die Nase zu. Zum Glueck dauert die Fahrt allerdings nur rund 10 bis 15 Minuten, bevor wir dann in ein, wen ueberrascht das noch, Longtail Boat steigen und durch die Mangroven tuckeln. Teilweise sind die Wege schon extrem eng und der eine oder andere Ast schlaegt am Boot auf, aber der Fahrer hat gott sei dank alles unter Kontrolle. Zunaechst fahren wir an einigen Hoehlen vorbei, bis wir endlich den beruehmten James Bond Felsen, an dem Roger Moore in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ herumkraxelt, erreichen. Dort wimmelt es mal wieder vor lauter Touristen, was ja zu erwarten war und es gibt jede Menge Staende an denen man jeglichen Krusch kaufen kann…
Aber wir haben hauptsaechlich unsere Augen auf diesen Felsen gerichtet. Gut, das Ding ist jetz kein weltbewegendes Spektakel, aber irgendwie doch cool…

Auf dem Rueckweg zum Boot entdecken wir noch ein paar Lianen auf denen man sicher prima schaukeln kann. Ich bin leider etwas zu klein um hochzukommen, aber Hank kraxelt mal wieder einfach hoch.

Nach rund einer halben Stunde sitzen wir dann schliesslich wieder im Boot und die Fahrt geht weiter. Erneut an einigen Felsen und Klippen vorbei, bevor wir dann erneut an einer kleinen Insel an Land gehen. Ehe wir uns versehen, haben wir alle eine Grubenlampe auf dem Kopf und finden uns in einer stockfinsteren Hoehle wieder. Das ist schon ziemlich abgefahren! Auf einmal macht es Dunk und Hank schreit „Au“, ich frag noch „was hast Du denn gemacht?“, als es nochmal Dunk macht und ich selbst „Au“ schreie, weil ich meinen Kopf an der gleichen Stelle angehauen hab, wie er…

Nach diesem kleinen Abstecher legen wir wieder ab und fahren ein bisschen umher, bis wir puenktlich um 12 Uhr (ja die Thais kennen auch Carinas Essgewohnheiten! :-)) an einem kleinen Strand anlegen und unser Lunch bestehend aus Fried Rice with Chicken und Ananas geniessen. Danach geht es noch eine Runde ins kuehle Nass, um uns ordentlich abzufrischen. Es hat heute wieder gut 30 Grad. Hach, das tut gut.

Nach der Mittagspause fahren wir dann weiter ueber einen anderen Weg wieder zurueck, als ploetzlich die Wolken immer dunkler werden und wir irgendwann richtig vor einer schwarzen Wand stehen. Der Bootsfuehrer lenkt das Boot dann unter einen Felsen, weil er meint, es ist zu windig, wir koennen nicht weiterfahren. Kaum hat er das gesagt, gibt es einen richtigen Monsunregen und es kommt runter, was nur grad runter kommen kann. Unser Bootsfuehrer lenkt ein bisschen unkoordiniert hin und her, da er kaum Englisch spricht, wissen wir auch nicht was er eigentlich vor hat. Direkte Panik kommt zwar noch nicht auf, aber wir sind schon a bit scared. Es ist nicht sonderlich vertrauenserweckend, wenn man bei stroemenden Regen auf hoher See in einem morschen Holzboot sitzt, dessen Motor einem zu gross geratenen Puerrierstab gleicht…
Wie sich aber zeigt, hat der Fahrer, die Situation zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle gehabt und er hat die Wetterlage permanent im Auge gehabt. Der Regen ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist und es folgt wieder herrlicher Sonnenschein!

Bei der Rueckfahrt geht es nochmal am James Bond Felsen vorbei, bis wir dann in Koh Panyee, einem muslimischen Fischerdorf, enden. Der Faherer setzt uns dort ab und wir laufen einfach mal los. Krass, dass dieses Dorf noch nicht in sich zusammen gekracht ist. Alles ist auf Stelzen gebaut, aber die schauen teilweise schon wirklich wie Marke „Mittelalter“ aus! Ich muss mich am Anfang schon ueberwinden, um ueber diese alten Holzbalken zu spazieren, aber zum Glueck halten sich auch meinen Zentner aus! ;-)
In dem Village gibt es nicht allzu viel zu sehen, eigentlich nur lauter kleine Verkaufsstaende, wo man wieder Ramsch kaufen kann. Einmal bis zum Pier gewandert und dann gehts wieder zurueck zum Longtail Boat.

Die Fahrt geht nochmal an ein paar Felsen vorbei, bis wir schliesslich wieder zurueck an unserem Ablegehafen ankommen. Dort werden wir dann wieder von diesem fahrenden Irgendwas aufgegabelt und zurueck zu unserer Unterkunft gebracht, wo wir jetzt sitzen, den Blog aktualisieren und dann noch ein bisschen auf der Veranda chillen….

9. Tag: Phang Nga

so, nach diesem abenteuerlichen Tag folgt heute ein relativ unspektakulaerer…

Zunaechst muessen wir die Nacht auf unserer „Tanzflaeche“ ueberstehen. Wir sind zwar wirklich endsmuede, aber Einschlafen bei diesem Bass ist dennoch leichter gesagt, als getan. Ich murmel mich einfach mal bis oben hin in der Decke ein und versuch meine Ohren abzudecken, nach gefuehlter Ewigkeit gelingt es mir dann auch in Tiefschlaf zu verfallen und erst am naechsten Morgen gegen 7 Uhr wieder aufzuwachen.

Unsere Faehre zuruck nach Krabi geht erst um 10:30 Uhr, so dass wir uns erst noch das Tsunami-Memorial anschauen wollen. Leider gibts hier aber nicht wirklich was zu sehen, also wandern wir wieder zurueck, fruehstuecken gemuetlich, bevor wir unseren Rucksack fuer die Weiterreise fertig machen.

Die Faehrueberfahrt aufs Festland dauert knapp 2 Stunden und verlaeuft unspektakulaer. Dort angekommen machen wir uns mal auf die Suche nach einer Weiterfahrgelegenheit nach Phang Nga. Krass, das Taxi bis zur Bushaltestelle in Krabi (rund 7 Kilometer) kostet pauschal 200 Baht und die Busfahrt (etwa 86 Kilometer) kostet grad mal 75 Baht pro Person. Allerdings finden wir uns hier in einem ziemlich schaebigen oeffentlichen Bus wieder, der vollgestopft mit Einheimischen ist. Es gibt zwar eine Klimaanlage, aber ich schwitz dennoch aus allen Poren… Und der Gestank in dem Bus ist schon bestialisch (wir haben einen Sitzplatz unmittelbar neben dem Klo *wuerg*) Naja, dafuer ist die Fahrt guenstig. Nach rund 1 1/2 Stunden kommen wir endlich in Phang Nga an. Wie sich herausstellt ist hier der Hund begraben. Absolut nichts… Und das allerschlimmste, alle Schilder, Plakate und sonstige Anzeigetafeln sind ausschliesslich in thailaendischer Sprache gehalten…. Na super!

Zum Glueck gibt es eine Touristinformation und die Thai spricht auch Englisch, so dass sie uns ein Zimmer organisiert und sich ausserdem um unsere morgige Tour kuemmert. (naeheres wird noch nicht verraten)

Den Rest des Tages verbringen wir schliesslich mit dem kostenlosen Internetangebot… naja immerhin etwas! :-D