15.03.: Uxmal – Campeche

Da unser Bus erst gegen 10 vorbei kommt haben wir nach dem Frühstück noch ein wenig Zeit zum Poolen. Nach dieser Erfrischung marschieren wir aber wieder voll bepackt los zur „Bushaltestelle“: ein plattgetretener Grasstreifen am Rand des Highways. Kein Halteschild, keine Sitzgelegenheit und kein Schatten *schwitz*
Nach einer viertel Stunde Warterei kommt der Bus dann angerauscht. Leider hält hier nur der 2. Klasse Bus. Trotzdem suchen wir uns erleichtert unsere Plätze. Auf nach Campeche! Die Fahrt dauert dann doch etwas länger als angenommen, gute 3 Stunden! Naja, wir sind auch nicht direkt gefahren sondern einen ordentlichen Bogen durch jedes Kaff hier. Wir haben gut 100 km mehr zurückgelegt, als es auf direktem Weg gewesen wären.

Naja, nun sind wir ja da. Erstmal checken wir im Hostel ein. Das Zimmer ist schon sehr spartanisch und auch etwas heruntergekommen, aber was solls. Luxus war ja gestern in der Villa. Dann geht es los Richtung Golf von Mexiko. Der ist keine 500 m entfernt. Leider ist an der Küste kein Strand, sondern ein Highway. Carina ist sehr enttäuscht, sie wollte doch an den Strand. Aber auch wenn hier ein Strand wäre, geniessen könnte man ihn trotzdem nicht: der Wind ist sehr stark. Das wäre wohl nur was zum Kiten oder Surfen…

Zum Mittagessen suchen wir uns was Schönes an der Plaza Principal – dem zentralem Platz. Wir sitzen im ersten Stock auf dem Balkon. Auch hier ist es noch sehr windig und wir müssen aufpassen, dass uns nichts davongeweht wird (meine Sonnenbrille war schon auf dem Weg Richtung Geländer). Es gibt mal wieder Fisch im Bananenblatt.

Danach schlendern wir ein wenig durch die Gassen der restaurierten Innenstadt. Um diese herum gab es mal eine Stadtmauer (sie wird im Moment wieder nachgebaut), um das frühere Campeche vor Piraten zu schützen. Es gibt auch noch die Bollwerke der Mauer zu bewundern. Diese sind aber eher klein geraten und ich Frage mich schon ob die Piraten da wirklich beeindruckt waren. Naja, scheinbar hats geholfen.

Wir springen in ein Taxi und fahren in ein Museum, in dem etliche Maya-Gegenstände aus diversen Tempelanlagen zu sehen sein sollen. Am Eingang kommt es dann aber zu einem kleinen Problem: der Eintritt kostet 84 Pesos für 2 Personen, ich habe nur noch wenig Kleingeld und möchte mit einem 200er zahlen, aber der Wärter kann darauf nicht rausgeben (ausser mit einem Beutel mit 100 1-Peso-Stuecken, aber die wollen wir dann auch nicht). Na toll, so ein Dreck! Nach einigem Überlegen was wir tun sollen wink uns der Wärter nochmal ran, verlangt den Eintritt für eine Person – den ich gerade so in Kleingeld habe – und wink uns beide durch. Netter Mensch!
Die Ausstellung erweist sich dann als eher klein. Ein paar interessante Stücke sind aber doch dabei. Und vom Dach des ehemaligen Forts in dem das Museum untergebracht ist hat man einen tollen Ausblick.

Nach der obligatorischen Fotosession geht es wieder zurück in die City. Da wir doch etwas ausserhalb sind, sind hier Taxis Fehlanzeige. Also springen wir in den nächsten Bus der kommt und hoffen, dass wir auch in die City kommen. Auf der Windschutzscheiebe ist diese zumindest als Ziel angegeben. Nach ein paar hundert Metern biegt der Busfahrer ab. Das ist aber nicht unsere Richtung! Verunsichert schauen wir uns an. Aber da biegen wir auch schon wieder in die richtige Richtung ab. Puh! So kommen wir dann doch in der Nähe unseres Ziels an und gehen den Rest zu Fuss.

Kurz vor Sonnenuntergang machen wir uns dann nochmal Richtung Meer auf. Sonnenuntergansfotos kann man ja auch ohne Strand machen. Nachdem das Spektakel – so spektakulär war es gar nicht – vorbei ist, kehren wir wieder in dem Restaurant von heute Mittag ein, geniessen den Ausblick und schlürfen Cocktails.