21. Tag: Bangkok und dann ab nach Hause

so, es ist so weit, heute ist unser letzter Tag auf thailändischem Boden. Was machen wir denn blos? Um 12 Uhr Mittag ist Check-Out-Time im Hotel, aber der Flug geht erst um 1:05 Uhr in der Nacht…

Wir entscheiden uns, solange wir die Gelegenheit haben, am Hotelpool zu liegen und noch ein bisschen Sonne zu tanken. In Deutschland werden wir ja dann vorerst nicht mehr so viele Gelegenheiten bekommen….

Um 11 Uhr machen wir uns dann fertig, ein letztes Mal duschen und dann die Rucksäcke reisefertig zusammenpacken. Ach ja, weil ich bereits danach gefragt wurde: Das Kleid, das ich mir in Phuket schneidern hab lassen, haben wir auch tatsächlich abgeholt (nach einer etwas kuriosen Bezahlungsaktion) und deshalb muss ich auch dieses in meinen Rucksack knautschen. Gott sei Dank dürfen wir unser Gepäck im Hotel absperren, so dass wir nochmal frei von unnötigem Balast in die Stadt los wandern können.

Wir lassen uns einmal mehr mit dem Taxi zum Siamsquare bringen und schlendern ein letztes Mal durch die gigantischen Shoppingmalls. Wir müssen noch unsere übrigen Bahts loswerden. Damit haben wir keine großen Probleme, schnell im Apple-Store und schon ist die Hälfte vom Restgeld weg. Dann einmal essen gegangen, Kaffee und Mixed Fruit Shake getrunken und schon sind wir um weitere Bahts leichter.

Hank möchte unbedingt noch ein Souvenir kaufen, wenn er schon kein Tiger-Beer T-Shirt bekommt und so verhandeln wir wegen einem Buddha-Kopf und können den Preis schließlich auf die Hälfte drücken. Das war eine ziemlich lustige Situation, denn die Thai wollte diesen Buddha unbedingt verkaufen, aber Hanks Angebot von 300 Baht (ursprünglich 600) gefällt ihr gar nicht. Am Ende kann sie Hanks Argument, dass er nicht mehr bezahlen kann, weil wir heute nach Hause fliegen und wir nur noch die 300 Baht zur Verfügung haben, doch überzeugen und wir sind stolze Besitzer eines Buddhakopfes! :-)

Ansonsten haben wir eigentlich nicht besonders viel gemacht, außer die Zeit versantelt und gewartet, dass es 20 Uhr wird, damit wir mit der Air Link Railway an den Flughafen fahren können.

Als wir am Flughafen unsere Boardingpässe abholen möchten, wird uns angeboten, dass wir noch einen kostenlosen Tag in Bangkok verbringen können. Hotelkosten übernimmt die Emirates und außerdem bekommen wir einen kostenlosen Hin- und Rückflug nach Dubai geschenkt, den wir ein Jahr lang einlösen können. Hmm, ich will eigentlich nur noch nach Hause und auch Hank ist nicht ganz so überzeugt von diesem Angebot, so dass wir ablehnen. Hinterher ärgere ich mich direkt, weil das womöglich DIE Chance auf ein kostenloses Upgrade gewesen wäre. Ich hätte eigentlich wirklich sagen müssen: Ich würde morgen nach Hause fliegen, wenn ich im Gegenzug dann statt dem Dubaiflug ein kostenloses Upgrade in die Business oder in die Firstclass machen kann. Oh man, ich Idiot, das wär da Hammer gewesen! First Class im A380 fliegen – das wär unsere Chance gewesen…. Naja, so fucking what! Allerdings stellen wir fest, dass wir inzwischen Emirates Silver Member sind, was auch immer das bedeutet…

Pünktlich um 1:05 Uhr in der Nacht hebt dann unser A380 in Bangkok ab. Dieser Vogel ist schon echt gigantisch und vor allem, den Start haben wir gar nicht wirklich wahr genommen, so sanft war das! Und Platz hat man da, Wahnsinn – sogar in der „Hammel“-Klasse. Das Entertainment-Programm lässt auch nicht zu wünschen übrig! Blöd nur, dass es ein Nachtflug ist und wir deshalb nur jeder einen Film anschaut, ehe wir schlafen. Krass war auch, dass wir ca. 2:00 am. kein Abendessen sondern ein Frühstück serviert bekommen. Strange!! Naja, egal.

Um 4:20 am Dubai-Ortszeit landen wir dann. Wir können unseren Boardingpässen entnehmen, dass wir als „Silver Member“ eingeladen sind, in die Emirates Lounge auf Gate 122 zu kommen. Wir haben keine Ahnung, was uns dort erwartet und machen uns einfach mal auf den Weg. Wie sich herausstellt, ist das hier ein Wartebereich für die „Besseren“ Fluggäste. Wir bekommen hier ein Special-Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt. All for free!!! Und jetzt kommts: Die Schnappsbar ist ebenfalls umsonst! Hier gibt es an Whisky, Cognac und anderen Spirituosen alles was „Mann“ so braucht. Hank gönnt sich gleich mal einen Jacky on the rocks! Unglaublich, da könnte man sich wirklich richtig vernichten – was wir natürlich nicht machen! Zudem ist hier in der Lounge überall free WIFI und es stehen Computer zur Verfügung, wo man auch noch surfern kann.

Wir wollen gerade gehen, als wir uns spontan über den 40″ Plasmafernseher und die Playstation 3 hermachen und ein Match Fifa WM2010 spielen. Die Partie lautet England gegen Argentinien. Hank vertritt England und ich vertrete Diego und Co. Was für eine armselige Leistung von den Argentiniern. Mit 2 Eigentoren und trotz 3 Spieler in der Überzahl komme ich eher schlecht aus dieser Nummer raus…

Nach diesem harten Fußballduell gehen wir zu unserem Gate, wo die Boarding-Time bereits begonnen hat. Als Silver Member dürfen wir auch als erstes gleich ins Flugzeug. Hehe, wir sind ganz schön wichtig! :-)

Um 9:15 am gehts dann endlich los in Richtung München. Im Flugzeug gibt es das dritte Frühstück für heute und ein für unsere Verhältnisse eher madigeres Entertainment-Programm.

Um 12:45 Uhr landen wir schließlich auf Deutschem Boden und jetzt sind wir wieder da!…

20. Tag: Bangkok

3:30 Uhr. Das Zimmer-Telefon klingelt. Das Telefon klingelt? What the f…??? Schlaftrunken hebe ich ab, frage „Ja?“, daraufhin hoere ich einen Thai nuscheln „I’m sorry“ und auflegen. Na toll. Danke. Da hat sich die Rezeption wohl bei nem Weckruf verwaehlt… Wir koennen beide ne Zeit lang nicht mehr richtig einschlafen. Noch ein dicker Minuspunkt fuer diese Absteige.

Da heute ausnahmesweise mal strahlender Sonnenschein herrscht gehts nach dem Fruehstuecksbuffet wieder an den Pool. So richtig entspannen kann man zwar nicht, da nebenan der Highway verlaeuft und man das Gefuehl hat mit der Liege mitten drauf zu stehen aber na gut. Wenigestens Sonne. Das Wasser ist zwar auch heute eiskalt aber ne gute Erfrischung zwischendurch. Wir schwitzen hier doch ganz schoen. Sogar Carina muss sich zwischendurch in dem kalten Nass abkuehlen. So richtig gluecklich sieht sie aber im Wasser nicht aus, eher „ganz schnell ne Runde drehen und wieder raus“ *g*

Leider haben die Architekten des Hotels wohl nicht mitgedacht und um ca. 2 Uhr liegt der komplette Poolbereich im Schatten. Aber wir haben inzwischen eh beide genug vom Rumgammeln und wollen nochmal aufbrechen und Bangkok weiter erforschen.

Uns faellt ein, dass wir ja vorgestern eigentlich zum Skytower wollten, aber in der Hektik der Shopping-Malls nicht mehr daran gedacht haben. Der Tower ist mit 309 Metern Thailands hoechstes Gebaeude. Er ist nicht besonders weit von unserem Hotel entfernt und nach wenigen Minuten stehen wir davor. Zuerst verirren wir uns aber erneut in einem Gewirr aus Verkaufsstaenden, Fressbuden, Schneidern etc. Diese nehmen die untersten 7 Stockwerke des Turms ein. Endlich am richtigen Eingang angekommen warten wir auf den Aufzug in den 77. Stock. Die Aussenwand des Aufzugs ist aus Glas, so dass man schon bei der rasanten Fahrt nach oben einen Ausblick auf die City hat. Irgendwie fuehl ich mich bei der Fahrt in dem durchsichtigen Ding aber nicht so wohl. Naja, die Fahrt dauert ja nur kurz und dann stehen wir im 77. Stock. Das ist aber noch nicht unser Ziel. Von hier fuehrt ein normaler Aufzug weiter in den 83. Stock. Dort ist die Roof-Top-Bar, wo wir ein gratis Cola bekommen und gemuetlich den Ausblick geniessen koennen. Nachdem unsere Glaeser leer sind gehts dann noch die Treppen zur Aussichtsplattform hoch. Hier faehrt die komplette Plattform im Kreis und man kann einfach an der Bruestung stehen und hat einen tollen Panoramablick. Wegen dem allgegenwaertigen Smog sehen wir zwar wohl nicht alles von Bangkok, aber auch so bekommt man nen besseren Eindruck wie riesig die Metropole eigentlich ist. Klar muss ja auch riesig sein bei ueber 6 Millionen Einwohnern.

Nachdem wir 2 Runden auf dem Dach gedreht haben und von oben unser naechstes Ziel ins Visier genommen haben gehts wieder in diesen Glasaufzug abwaerts. Unten angekommen marschieren wir zielstrebig los und lassen sowohl Taxi- als auch Tuk-Tuk-Fahrer links liegen. Auf unserem Weg kommen wir durch eine sehr belebte kleine Strasse. An jeder Ecke Strassengrills und kleine Tischchen, die auch gut gefuellt sind. Ueberall riecht es gut nach Essen. Ich haette zwar keine Bedenken da mal was zu probieren, aber wir haben im Hotel noch gegessen. Ausserdem ist Carina ja gar nicht so begeistert von dieser Art Verpflegung (ist wohl zu sehr verwoehnt von Mamas Kueche *g*).

Unser Ziel ist mal wieder – Ueberraschung – ein Shoppingcenter. Aber auch dieses ist eher luxurioes wo es sich fuer uns nicht lohnt laenger zu bleiben und nach Schnaeppchen Ausschau zu halten. Also weiter in die City. Mal wieder zum Siam Square. Carina braucht Kaffee ;-)
Angenehmer Nebeneffekt: ihr „Stammcafe“ ist gleichzeitig ein Internetcafe. Also nehmen wir wieder den Skytrain und sitzen kurze Zeit spaeter am Computer.

Nachdem der Kaffee leer ist ziehen wir weiter und schlendern noch ein wenig durch die Verkaufsgaesschen hier. Carina ist noch auf der Suche nach zum Kleid passenden Schuhen. Leider hat sie sehr genaue Vorstellungen was sie sucht und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie nicht fuendig wird. Naja, daheim gibts ja auch Schuhlaeden…

Also springen wir wieder ins naechste Taxi und kriechen durch den in dieser Stadt leider allgegenwaertigen Stau.

19. Tag: Bangkok

Tja Herr Hank, ob Du’s glaubst, oder nicht – ich hab heute Nacht geschlafen wie ein Baby und Kakerlaken einfach kleine krabbelnde Tierchen sein lassen :-P (okay gut, ich geb zu, dass wir keine Kakerlaken mehr im Zimmer gehabt haben)

Trotzdem bin ich erneut bereits gegen 7 Uhr auf und stehe in den Startloechern fuers Fruehstueck, was auch sonst! Wenigstens das ist hier im Hotel richtig gut, wenns schon sonst nicht der Hit ist!

Naechstes Problem, was machen wir jetzt heute eigentlich? Taeglich die gleiche Frage, die uns bereits waehrend dem Fruehstueck quaelt. Naja, es ist warm und die Sonne (soweit man das unter dem ganzen Smog beurteilen kann) scheint. Wir koennen uns ja erstmal eine Runde an den Pool pflacken und dann sehen wir weiter. Nach kurzer Zeit stellt sich bereits heraus, dass es hier auch nicht wirklich gemuetlich ist. Das Wasser ist so kalt, dass nichtmal Hank einen Sprung wagt, von mir mal ganz abgesehen! Obwohl das Chlor-Wasser mit meiner Fleischwunde an der Hand wahrscheinlich sowieso nicht so optimal waere. Es schmerzt schon noch ein Wenig, vor allem eigentlich deshalb, weil ich mich eh nie still halten kann und wenn ich dann nicht mehr dran denke, ueberspann ich die Wunde wieder… Tollpatsch, eben! ;-)

Naja, wir koennen ja nicht den ganzen Tag faul hier rum santeln, das ist auch eher uncool, also springen wir in normale Klamotten und fetzen einfach mal mit dem Taxi los zum Wat Arun. Aber bei den ganzen Gangstern hier, ist das gar nicht so einfach. Sie brabbeln irgendwas von „100 Baht and I’ll bring you to the Ferrystation and we make a short stop at my Sponsor…“, ja genau, Du mich auch! Also weiter zum naechsten Taxi (es ist ja nicht so, dass die Auswahl hier nicht unendlich riesig ist!), aber der labert den gleichen Sumpf. Erst der vierte erklaert sich dann bereit, uns „with meter“ tatsaechlich zu unserem Ziel zu fahren. Mei, der ist voll suess, der faehrt fast wie ein Europaeer und kaempft sich vorsichtig von einer Spur zur naechsten. Ach ja, voll krass, als er in einer stark befahrenen Kurve an einem Buddha vorbeikommt, nimmt er seine Haende vom Lenkrad und macht eine anbetende Geste, danach reisst er das Lenkrad gerade noch herum, damit wir die Kurve schaffen! Sehr seltsam! Aber er liefert uns unmittelbar vor dem Tempel ab!

Was erwartet uns hier? Welch eine Ueberraschung „Hoellenstufen“, die wirklich nichts fuer Weicheier sind!

Todesmutig erklimmen wir den Gipfel, bzw. soweit man hald gehen darf, des Tempels und geniesen die beeidruckende Aussicht ueber die Stadt. Wahnsinn, die Auswirkungen der Flut kann man doch ganz deutlich erkennen, denn der Pegelstand des Flusses Mae Nam Chao Phraya ist schon deutlich hoeher als vor drei Wochen und vor allem ist der „Seegang“ ziemlich krass. Ihre Longtail-Boote haben die Thais nicht mehr so wirklich unter Kontrolle!

Wir schlendern an einigen weiteren Schreinen vorbei und sehen wieder geschaetzte 5000 Buddha-Figuren!! :-) Hank schlaegt mir dabei vor, dass ich, damit ich meine Speicherkarte von der Kamera voll bekomme, jede Figur einzeln fotografieren koennte, aber ich glaub, dass niemand rund 3500 Fotos dieser Art anschauen mag! ;-)

Nach diesem Ausflug auf die andere Seite des Flusses, gehts mit der Faehre wieder zurueck, wo wir erstmal überlegen, wie es jetzt weitergeht…

Schliesslich lassen wir uns vom Taxifahrer beim Siamcenter absetzen, wo wir erstmal das Internetcafe aufsuchen.

Wir schlendern nochmal eine Runde durch das MBK. Das ist ein Shoppingcenter so richtig im Thaistyle! Hank ist auf der Suche nach einem Tiger-Bier T-Shirt, also wenn wir so eins finden, dann wohl noch am Ehesten hier. Kaum eine Faelschung, die es hier nicht gibt! Und von allen Seiten wuseln die kleinen Thais wieder daher und rufen schon von weitem „what Size Mister?“ oder das klassische „I“ll give you discount“, usw. Aber so ein einfaches Shirt haben sie nicht, kann doch gar nicht angehen. Saemtliche Biermarken sind vertreten, aber der dumme Tiger ist nicht aufzutreiben. Hank faengt an ungemuetlich zu werden. In Gedanken rechnet er schon aus, wieviele T-Shirts er fuer meinen Kaffeekonsum kaufen kann, aber irgendwie findet er keins. Tja, mehr als mitlaufen kann ich auch nicht. Fuer mich gibt es hier eher gar nix, weil auf ein gefaelschtes Poloshirt kann ich verzichten…

Nach diesem Ausflug in den thailaendischen Alltag machen wir uns auf den Rueckweg zu unserem Hotel. Hoffentlich gibt es dort nicht wieder eine unangenehme Ueberraschung kakerlakentechnischer Art. Gott sei Dank bleiben wir diesmal davon verschont und koennen mit ruhigem Gewissen die Lichter ausschalten…

18. Tag: Bangkok

Gegen halb 9 wachen wir – besser gesagt Carina – wieder auf. Sie will fruehstuecken! Na toll, was hat das denn mit mir zu tun? Ich will noch schlafen, Hunger hab ich eh nicht. Also macht sie sich allein auf den Weg ans Buffet. Richtig schlafen kann ich leider nicht mehr, aber zumindest noch ein wenig doesen. Als sie wieder zurueck ist machen wir uns schoen langsam auf den Weg in die City. Konkrete Plaene haben wir nicht, wird wohl auf ein wenig Bummeln in den zahlreichen Shopping-Malls und auf den Maerkten hinauslaufen. Zwischendurch finden wir doch immer mal wieder einen Tempel.

Kaum aus dem Hotel raus werden wir auch schon wieder alle 5 Meter von nem Tuk-Tuk-Fahrer angequatscht. Fuer 20 – 30 Baht fahren sie uns ne Stunde lang spazieren, wohin wir wollen. Aber zweimal fallen wir auf die Masche nicht rein und wimmeln alle ab. Das naechste Shopping-Center ist nicht weit weg, da kommen wir locker zu Fuss hin. Kurze Zeit spaeter schlaengeln wir uns auch schon durch die engen Gaesschen in einer unuebersichtlich grossen Einkaufsmeile. Sobald man etwas aus dem Augenwinkel anschaut springen auch schon die Verkaeufer herbei und versuchen uns mit „cheap price for you“, „I make you best price“ und „I can give you discount“ zum Kauf zu animieren. Aber uns ist das beiden eher immer laestig wenn man nicht mal 30 Sekunden was in Ruhe anschaun kann. Naja, ich kann damit aber noch wesentlich besser umgehen als Carina, die reagiert immer relativ schnell etwas gereizt… ;-)

Vom „Touristen-Ramsch-Markt“ gelangen wir in eine Mall, die wohl fuer die Einheimischen sowas wie H&M ist, auf jeden Fall wuselts hier auf den etwas breiteren Gaengen ueberall nur so vor Thais. Auch hier ist aber nix fuer uns dabei. Eher zufaellig als geplant kommen wir auf unserem Weg am Central World Plaza vorbei. Scheint ein ganz neuer riesiger Komplex zu sein. Und keine Kruschlaeden wie bisher, sondern europaeische Marken wie Benetton, Lacoste, Adidas usw. Carina strahlt ueber beide Ohren! Leider muessen wir bald feststellen, dass sich hier nicht wirklich Schnaeppchen machen lassen. Die Preise liegen im selben Bereich wie bei uns daheim. Schon krass, wie koennen sich das die Leute hier denn dann leisten? Ich dachte immer Thailand ist auch ein eher armes Land. Klar, es gibt immer ueberall Reiche, aber dass es hier gleich so viele sind, dass Bedarf an mehreren riesigen Shopping-Malls von Markenartikeln gibt finde ich schon verwunderlich.

Als wir ne Pause im Starbucks (na, wer wollte da wohl hin? *g*) machen kriege ich ne englischesprachige Zeitung aus Bangkok in die Finger. Als ich die Schlagzeilen lese bin ich schon ein wenig baff:
1) auch im Sueden sind jetzt Teile des Landes ueberflutet
2) viele Wasserfaelle in Phang Nga und Umgebung wurden gesperrt, weil es zu gefaehrlich dort ist
3) der Similan-Island-nationalpark (wo wir gestern noch ueberlegt haben zum Schnorcheln hinzufahren) wurde wegen einer Sturmwarnung geschlossen
4) der Faehrverkehr nach Ko Samui wurde komplett eingestellt wegen zu rauher See

Aehm, geht hier das ganze Land unter oder wie ist das? Schon sehr krass!

Nach der Pause gehts dann noch ein wenig weiter durch die Laeden. Im Adidas-Laden hier gibts eine Star-Wars-Collection die wirklich sehr geil und abgefahren ist. Laut Verkaeufer gibts die nur in Bangkok. Es gibt eine sehr lustige Wookie-Jacke mit braunem Pelzbesatz und eine stylische Boba-Fett-Jacke die ich auch mal anprobiere. Gefaellt uns beiden echt gut. Aber sie kostet leider auch stolze 200 Euro. Das ist sie mir dann doch nicht wert.

Den Heimweg ins Hotel treten wir mal nicht mit dem Taxi an, sondern erproben die oeffentlichen Verkehrsmittel: den Skytrain und sowas wie die S-Bahn. Klappt auch wunderbar. Ist zwar fuer zwei Leute sicher genauso teuer bzw. billig wie mit dem Taxi, aber wir wolltens mal ausprobieren.

Im Hotelzimmer erwartet uns dann noch eine unerfreuliche Ueberraschung: neben Carinas Glas sitzt eine Kakerlake! Sie quiekt laut (nein, nicht die Kakerlake) und ich eile ihr gegen das Monster zu Hilfe und sperre es unters Glas. Und als ich mich wieder umdrehe sehe ich ein zweites Kaeferchen, wie es gerade unters Bett huscht. Na toll! Und das soll ein 4-Sterne-Hotel sein?!? Frechheit. Auf der bisherigen Reise ist uns bisher auch in den billigen Unterkuenften sowas nicht passiert. Also wer mal nach Bangkok kommt: nicht ins Bangkok Palace Hotel gehen!

Ich mach mich auf an die Rezeption und beschwere mich ueber die Kakerlaken. Erst wird mir angeboten, dass der Zimmerservice nach den Viechern schaut. Ja klar, weil die auf einen Schlag alle finden. Nein danke, ich will ein anderes Zimmer. Bekomme ich dann aber auch problemlos. Erstmal checken Carina und ich mit der Taschenlampe bewaffnet das neue Zimmer, finden aber weder unterm Bett, noch hinter dem Schreibtisch oder sonst irgendwo Krabbelzeugs. Carina schaut trotzdem etwas zweifelhaft. Aber hilft ja nix. Also packen wir unsere 7 Sachen zusammen. Dabei kommen unter unseren Rucksaecken auch noch einige Kaefer hervor. Ich hoff ja nur, dass die da jetzt nicht zum brueten angefangen haben und wir dann daheim Kakerlaken bekommen. Obwohl sich Jack sicher ueber Spielkameraden freuen wuerde *g*

Mal schaun ob die Nacht ohne einer wegen Kakerlaken panisch schreiender Carina vorbei geht ;-)

2. Tag: Bangkok again

Wir haben aus unserem Fehler gelernt und heute mal den Wecker auf 08:30 Uhr gestellt und siehe da, wir sind puenktlich am Fruehstuecksbuffet und geniessen leckere Crossaints und alles was das Herz begehrt.

Die Wetterlage ist heute zwar nach erster Einschaetzung besser als gestern, aber noch nicht das Gelbe vom Ei. Gegen 10 Uhr sind wir „on Tour“ und starten zu Fuss querfeld ein, bis wir schliesslich wieder von einem Thai angequatscht werden, der uns diesmal nichts aufschwatzen oder andrehen moechte, sondern einfach nur hoeflich ist. Dafuer ist der naechste wieder umso aufdringlicher… so sans wohl die Thais… Krass, bis jetzt empfinde ich dieses Volk schon als ein bisschen laestig. Die versuchen permanent, Dir irgendwas anzudrehen oder Dich irgendwie ueber den Tisch zu ziehen….

Nach langer Suche und Kontaktaufnahme mit einem Franzosen stehen wir schliesslich vor dem 32 Meter grossen stehenden Buddha im Wat Indrawihan. Krass, die Dinger sind schon wirklich faszinierend und am Fussende findet man immer irgendwelche Glaeubige, die ihn anbeten….

Schoen langsam ist unser Bedarf an diesen goldenen Statuen allerdings abgedeckt, so dass wir weiter marschieren zu einem Museum, fuer das wir gestern zusammen mit den Karten fuer den Grand Palace bereits Eintrittskarten gekauft haben. Dort bekommen wir Roben verpasst, da unsere Outfits nicht den Gepflogenheiten entsprechen. Hank steht sein Wickelrock besonders gut! :-))

In diesem Museum gibts aber echt interessante Kunst zu bestaunen, so z. B. ein von 100 Menschen in 2 Jahren von Hand gefertigtes vergoltetes Schiff, das bis ins letzte klitzekleine Detail perfekt ist.

Nach einem weiteren Museumsbesuch marschieren wir noch mal zu einem Tempel und steuern dann schliesslich den Golden Mountain an, von wo aus man einen schoenen Blick ueber die Daecher von Bangkok erhaschen kann – und ausserdem, wen wunderts, noch Buddhas bewundern kann…

Ach ja, wir haben heute auch noch mal unser Glueck bei den Tuk-Tuks versucht. Diesmal ist es besser gelaufen, wir sind dorthin gebracht worden, wo wir hinwollten, aber es war ein harter Kampf, den ich schon aufgegeben habe… Dennoch sind wir heute schon meilenweise zu Fuss gelaufen und der Rueckweg zum Hotel gestaltet sich als harter Marsch, aber da uns dort dann eine einstuendige Thaimassage erwartet, kann man das ganze ja mal auf sich nehmen…

Hui, die Massage ist echt der Hammer. Man hat zwar wirklich urkomische Ganzkoerperanzuege an, aber dafuer ist die Entspannung Balsam fuer unsere vom Gehen geschundenen Koerper und wir sammeln damit wieder Kraefte, da es morgen ab in den Norden geht, damit wir das Land erkunden koennen…

we will see what comes up.