Kuta Lombok

In Lombok angekommen, sind wir zunächst mal sehr enttäuscht von der bescheidenen Sicht. Es ist ziemlich diesig und grau, aber wir hoffen dennoch, dass es besser wird. Immerhin haben wir – so viel sei an dieser Stelle schon mal verraten – einen einmaligen Trip geplant, für den eine weitreichende Fernsicht sehr wünschenswert wäre…

Zunächst aber geht’s an den Strand nach Kuta. Kuta ist ein kleines Fischerdörfchen, das vor allem aufgrund seiner Surfspots sehr beliebt ist. Es ist aber nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter auf Bali, sondern eher ein gemütlicher und ruhiger Ort, der vor allem mit zahlreichen kleinen Kneipen besticht.

Aus diversen Berichten haben wir entnommen, dass vor allem die Umgebung um Kuta mit wunderschönen Stränden überzeugen kann, so dass wir uns gleich am nächsten Tag aufmachen und uns – wie in Asien trotz diverser Zwischenfälle schön öfters – auf, um uns Roller auszuleihen. Für 60.000 Rupien (umgerechnet ca. 4 EUR) kann man sich für den ganzen Tag einen Roller mieten. Mit Versicherung und Personalien nehmen es die Indonesier nicht so genau, so dass wir weder unseren Pass noch unseren Führerschein vorzeigen müssen. Hier zählt wohl nur Cash, alles andere ist nebensächlich.

Unsere Mühle hat wohl schon ein paar strenge Winter hinter sich, denn der fitteste Roller ist das nicht mehr, aber zum Rumcruisen wird es schon gehen. Wir machen uns zunächst auf in westliche Richtung, Landkarte gibt es keine und auch so haben wir keinen Plan, wo genau wir eigentlich hinfahren müssen, so folgen wir einfach dem Straßenverlauf. Mit gemächlichen 20 km/h tuckeln wir einen Berg hinauf und stellen mal wieder aufs Neue fest, dass Rollerfahren in Asien ohne Hupe quasi nicht möglich ist. Von allen Seiten hören wir Hupgeräusche und es taucht von irgendwo wieder ein Einheimischer auf, der voll bepackt wie ein Irrer um die Kurven fetzt. Ach, Asien ist einfach einmalig!

Rollerfahren auf Lombok.
Rollerfahren auf Lombok.

Nach rund 20 Minuten erreichen wir den Mawun Beach. Eine Bucht mit einem wunderbaren Strand. Wir sind zwar nicht alleine da, aber die Besucherzahl ist sehr überschaubar. Wir fühlen uns hier in jedem Fall pudelwohl. Die Wellen sind klasse, so toben wir eine ganze Weile wie kleine Kinder in den Fluten rum. Ehe wir uns versehen sind 3 Stunden vergangen und Hank hat seinen obligatorischen Sonnenbrand kassiert. Dies und unser Hunger treibt uns schließlich wieder zurück in die „Stadt“, wo wir uns mit der indonesischen Küche vertraut machen. Auch hier bekommt man Currys, d. h. ich bin glücklich. Weitere klassische Gerichte sind Nasi Goreng (gebratener Reis) und Mie Goreng (gebratene Nudeln). Wahrscheinlich werden wir es hier aushalten…

Gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg, um auch die östliche Seite von Kuta zu erkunden. Hier geht es gerade dahin, die Straßen – sofern man sie als solche bezeichnen darf – sind mehr Schlaglöcher als Asphalt, aber das scheint hier niemanden zu stören. Die Einheimischen fetzen einfach in vollem Karacho drüber. Ganz geheuer ist uns das nicht, aber es bleibt wohl nix anderes übrig. Unterwegs entdecken wir wieder einen abgelegenen Strand, an dem sich atemberaubende Wellen brechen. Leider sind hier keine Surfer zu finden, weil die Brandung wohl zu nah an der Küste ist…

Wir fahren noch an einen weiteren Strand, der uns wirklich sehr gut gefällt. Der Sand ist fein wie Puderzucker und die Sicht ist herrlich. Es gibt einen Aussichtsfelsen, den wir erklimmen und dort hat man dann tatsächlich die perfekte Location, um einfach nur zu chillen. Der Ausblick ist atemberaubend und einige Surfer geben auch ihr Können zum Besten. Schade nur, dass es schon so spät ist und wir um 18:00 Uhr unseren Roller zurückgeben müssen. Hier ist es aber tatsächlich um 18:30 Uhr stockdunkel. Naja, so kehren wir ein wenig traurig zurück – hier hätte es uns schon verdammt gut gefallen…

Den Abend lassen wir gemütlich in einem netten Lokal ausklingen, bevor wir morgen um 13 Uhr (mal sehen, wie genau die Indonesier es mit der Pünktlichkeit nehmen) für unser großes Abenteuer abgeholt werden.