Gili Meno

Wie aus unserem letzten Bericht zu entnehmen ist, war die Wanderung zum Rinjani kein Zuckerschlecken und dementsprechend müde sind auch unsere Beine. Wir wollen uns die nächsten Tage zur Abwechslung mal ein bisschen ausruhen und die Füße hochlegen. Hierfür eignen sich die Gili Islands anscheinend am besten. Das ist eine Gruppe von drei Inseln kurz vor der Küste von Lombok. Die Inseln unterscheiden sich an ihrer Belebtheit. Die belebteste und gleichzeitig als Partyinsel verrufene Insel ist Gili Trawangan, oder auch Gili T genannt. Nach Party ist uns jetzt gerade nicht, so dass diese gleich ausscheidet. Die ruhigste der drei ist Gili Meno und dazwischen liegt irgendwo Gili Air. Unsere Wahl fällt auf Gili Meno. Party machen können wir ja dann daheim wieder…

Von Senaru aus werden wir direkt zur Bootsanlegestelle auf Lombok gebracht, werden aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir beim Kauf des Tickets vorsichtig sein müssen, da hier einige dubiose Gestalten ihr Unwesen treiben, die es darauf auslegen, die Touris abzuzocken. Im offiziellen Office bekommen wir dann für reguläres Geld unser Ticket und nach einer Stunde Wartezeit steigen wir in ein Holzboot, das uns in einer halbstündigen Überfahrt nach Gili Meno bringt.

Gegen halb 6 erreichen wir schließlich die Insel und müssen uns nun auf die Suche nach einer Bleibe machen. Weil unsere Beine nicht schon müde genug sind, laufen wir mit unseren großen Rucksäcken noch die halbe Insel ab, ehe wir eine Unterkunft finden, die unseren Ansprüchen, die ja ohnehin nicht die höchsten sind, genügt. Wir schlagen unser Lager in einem offenen Zimmer mit direktem Meerblick auf und lassen den Tag mit einem leckeren Abendessen ausklingen.

Der nächste Tag gehört dann ganz und gar dem Nichtstun. Ich schwöre, so faul wie an diesem Tag war ich schon lange nicht mehr. Ich bin genau dreimal aus unserem Chill-Haus aufgestanden und hab mich kurz im Meer erfrischt. Den Rest des Tages habe ich einfach nur mit Blödschauen  verbracht. Hank war auch wenig aktiver. Aber in Anbetracht der schmerzenden Beine war das mal mehr als notwendig.

Zumindest für den nächsten Tag haben wir eine Kleinigkeit geplant. Wir wollen einen 1 ½-stündigen Spaziergang um die Insel machen. Hank hat davor auch schon die umliegende Schnorchelgegend erkundet, während ich meine komplette Konzentration auf diesen kleinen Marsch gelegt habe. Die Runde ist wirklich ganz nett, aber aufgrund der Hitze doch auch ein bisschen anstrengend. Die Insel scheint aber wirklich genau das zu sein, als das sie beschrieben wird: eine extrem ruhige Insel auf der man außer Relaxen nicht so wirklich viel machen kann. Da sich das schwer beschreiben lässt, lassen wir Bilder sprechen…

Blick vor der Haustür

Blick vor der Haustür

Nach dieser körperlichen Höchstleistung geht es wieder in das Chill-Haus, das für den Rest des Tages unsere Bleibe sein soll.  Kaum zu glauben, wie erschöpfend Nichtstun eigentlich ist.

Aus diesem Grund geht’s am nächsten Tag auch wieder weiter. Wir sind hier doch nicht zum Urlaub machen ;-)

Über einen kurzen Abstecher nach Gili T soll es nach Bali weitergehen. Ein zweistündiger Aufenthalt auf der Partyinsel gewährt uns einen Eindruck auf das, was uns hier erwartet hätte. Unter anderen Umständen wäre es sicherlich ganz witzig gewesen, aber nach dem Rinjani-Hike ist Gili Meno doch eher zu empfehlen.