Über Thaton nach Chiang Mai

Unsere Rückreise bis nach Bangkok wollen wir ruhiger angehen lassen. Da es eine Bootsverbindung von Chiang Rai nach Thaton und von dort eine Busverbindung nach Chiang Mai gibt, wollen wir einen kleinen Abstecher machen. Einziges Problem ist, dass das Boot nur geht, wenn am Vortag eins aus Thaton angekommen ist. In unserer Unterkunft ist man uns da aber glücklicherweise gerne behilflich, so dass wir nach einem kurzen Telefonat wissen: ja, das Boot fährt. Schnell in ein TukTuk gehüpft und schon sind wir an der Bootsanlegestelle. Pünktlich um 10:30 Uhr legt das Boot dann ab. Es ist sogar recht gemütlich, denn jeder hat einen Liegeplatz. Die Fahrt dauert planmäßig 4 Stunden und geht gemütlich dahin. Ein bisschen entspannen tut mal zwischendurch richtig gut und wir genießen dabei eine schöne Aussicht.

Wir faulenzen richtig, als unser Bootsführer uns auf einmal raussprengt und uns erklärt, dass wir ein Stück zu Fuß marschieren müssen, weil er mit dem voll beladenen Boot die anstehenden Stromschnellen nicht hinaufkommt.

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Na gut, dann hüpfen wir halt raus und gehen die rund 500 Meter bis wir wieder mitgenommen werden. Es dauert nicht lange und unsere gemütliche Fahrt wird von einem ganz unangenehmen Schleifgeräusch gestört: wir gehen mit dem Boot auf dem Kiesgrund auf. Na wunderbar, das hört sich ja gut an! Der Bootsführer lässt sich davon aber irgendwie nicht aus der Ruhe bringen und so setzen wir unsere Fahrt einfach weiter fort. Als wir dann aber schließlich durch so seichtes Gefilde fahren, dass wir mit dem Boot im Boden steckenbleiben, sprengt der Fahrer uns allesamt raus und wir müssen das Boot schieben.

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Witzig, scheint aber wohl ganz normal zu sein. Kaum sind wir wieder fahrbereit, stecken wir auch schon das nächste Mal fest. Also nochmal schieben. Trotzdem erreichen wir pünktlich um 15:30 Uhr das verschlafene Nest Thaton. Hier sagt sich zwar der Fuchs und der Hase Gute Nacht, aber wir finden einen sehr schönen Bungalow und genießen einen stressfreien Nachmittag und Abend.

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Ein älterer Herr aus Berlin, der hier für die Einheimischen Gulasch kocht, hat uns erklärt, dass ein Bus nach Chiang Mai alle 1 ½ Stunden fährt und wir einfach zusteigen können. So stehen wir am nächsten Tag um 9:00 Uhr an der „Bushaltestelle“ und warten auf den Bus. Nach rund 30 Minuten kommt auch schon einer und wir fahren die 4-stündige Strecke nach Chiang Mai ohne besondere Ereignisse. Dort angekommen, nisten wir uns wieder in unserem Sumit Hotel (das Zimmer, das so viel Flair hat, wie ein Krankenhauszimmer) ein, da die Preis-Leistung eigentlich unschlagbar ist und suchen unser Lokal, das wir schon vom letzten Mal kennen auf, bevor wir uns ein bisschen durch die Shops schlagen und nochmal den Nightmarket auskundschaften. Leider ist es wieder einmal Sonntag, so dass wir auch bei diesem Besuch nicht den „normalen“ Nightmarket besuchen können, aber der Sonntagsmarkt ist auch recht schön.

Schließlich ist es dann soweit: wir müssen unsere Rückfahrt nach Bangkok antreten. Da wir uns für die Nachtbus am nächsten Tag entschieden haben, müssen wir erst noch einen Tag in Chiang Mai totschlagen. Hank lässt sich nicht von seiner Tempelbesichtigungsfreude abbringen, während ich mittlerweile einen ziemlichen Tempel-Overload habe und eigentlich mit den Wats fürs erste fertig bin. So läuft es dann drauf hinaus, dass wir getrennte Wege gehen. Mein Weg führt in ein nettes Café zu einem leckeren Cappuccino und Hanks Weg führt zu den Buddhas. Auf seinen Fotoerrungenschaften kann ich dann erkennen, dass ich meine Zeit nicht in Kaffee fehlinvestiert habe.

Gegen 18 Uhr fahren wir dann zum Arcade Busbahnhof, wo wir unser Ticket für den Bus kaufen. Leider geht dieser erst um 21:30 Uhr, da wir nicht um 4 Uhr in der Nacht in Bangkok stehen wollen, aber im Zeit rumbringen sind wir mittlerweile schon richtige Spezialisten. Wir haben den gleichen Bus gebucht, wie vor 9 Wochen nach Pattaya, da der sehr gemütlich war und auch diesmal werden wir nicht enttäuscht. Die Nachtbusfahrt ist absolut gemütlich und komfortabel.