Pukekohe – Familientreffen im Kiwi-Land

Der nächste Tag besteht zum Großteil wieder nur aus Fahren. Unterwegs halten wir nur zum Essen kochen und an einem schönen Strand (wo wir schon gerne länger bleiben würden, aber leider keine Zeit haben), ansonsten zieht die Landschaft am Fenster vorbei. Wir quartieren uns auf einem Campingplatz etwa 35 km nördlich von Auckland ein, so dass wir morgen problemlos in die Stadt kommen.

Aufräumaktion im Auto

Aufräumaktion im Auto

Bevor es in die City geht müssen wir aber noch unser Auto auf Vordermann bringen. Das nimmt dann auch schon wieder den ganzen Vormittag ein und wir starten erst gegen 12 Richtung Süden. Vor der Autoabgabe treffen wir uns noch mit Sabine, einer ehemaligen Arbeitskollegin von Carina. Sie ist für ein paar Wochen hier, um einen Sprachkurs zu machen. Das trifft sich ganz gut für uns, dann können wir bei ihr ein paar Sachen lagern, die wir auf den Cook Islands nicht brauchen und deren Platz im Rucksack wir lieber mit Lebensmitteln (=Nudeln) auffüllen, da diese auf den Inseln sehr teuer sein sollen. Und nach unserer Rückkehr von den Cook Islands können wir mit ihr noch was unternehmen. Als Treffpunkt machen wir den weithin sichtbaren Auckland Skytower aus, den kann man nicht verfehlen. So klappt das Treffen dann auch problemlos und wenig später fahren wir zu dritt zu Sabines Unterkunft, die wiederum nicht sehr weit vom Autovermieter weg ist. Dort schlagen wir dann gegen 4 auf und geben unser Auto mit etwa 4500 Kilometern mehr auf dem Tacho ab.

Von der Vermietung ist es nicht weit zur Penrose Station, wo wir in einen Zug nach Papakura steigen. Am Bahnhof dort werden wir dann von meiner Großtante (ich denke das ist die richtige Bezeichnung für die Schwester von meiner Oma, oder?) Heli abgeholt. Sie ist 1961 nach Neuseeland ausgewandert und ich habe sie zuletzt von 21 Jahren gesehen, als sie zu Besuch in Deutschland war. Wir erkennen uns gleich wieder und das Hallo ist groß. Sie hat ihre 12-jährige Enkelin Amber im Schlepptau und so sitzen wir wenig später zu viert im Auto Richtung Pukekohe, wo sie wohnen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt kommen wir in dem kleinen Vorort an, und ich lerne Carman, Helis Tochter und somit die Cousine meiner Mum, ihren Partner Rob und ihren Sohn Dylan kennen. Außerdem sind da noch Shelby die Rottweilerin, Ray und Garfield die beiden roten Kater und ein etwas zerrupfter Kanarienvogel (oder so was ähnliches). Wir werden sehr herzlich aufgenommen und fühlen uns sogleich wohl. Den Abend lauschen wir dann Helis Erzählungen oder berichten selber von zu Hause.

Den nächsten Tag beginnen wir dann mit einem sehr guten Frühstück und fahren dann mit Carmen, Rob und Amber auf den Markt. Heli kann leider nicht mitkommen, sie muss arbeiten. So schlendern wir über den Markt und begutachten die verschiedenen Stände. Carmen und Rob fragen uns immer wieder was wir machen möchten und meinen wohl sie müssen uns etwas Besonderes präsentieren, aber Carina und ich sind eigentlich ganz zufrieden damit einen normalen Tag zu verbringen. Das tut auch mal wieder ganz gut. Nachdem wir alle Marktstände gesehen haben schlendern wir noch durch die Stadt und schauen in das ein oder andere Geschäft. Nichts besonders aufregendes, aber wie gesagt, wir sind ganz glücklich und zufrieden damit. Auf dem Heimweg halten wir dann noch auf einem kleinen Aussichtshügel, von dem aus man das Örtchen überblicken kann. Außerdem erkennt man am Horizont den Skytower in Auckland (immerhin 60 km entfernt) sowie einige Berge (ehemalige Vulkane) und Hügel.

Als wir schließlich wieder zuhause ankommen machen wir nicht mehr viel, außer ein wenig quatschen und Katzen streicheln ;-) Carina lernt dann noch von Amber die aktuell in Neuseeland topmoderne Art Armbänder aus kleinen Gummi-Bändchen zu machen und ist damit beschäftigt. Abends gibt es dann ein richtig gutes von Heli gekochtes Essen mit Knödeln und Sauerkraut. Wir sind begeistert! Aber danach auch ziemlich voll…

Karioitahi-Beach

Karioitahi-Beach

Am nächsten Morgen bekommen wir wieder ein ausgiebiges Frühstück, wir werden hier richtig gemästet. *g* Danach fahren wir mit Carmen, Rob, Amber und Shelby zum etwa 30 Minuten entfernten Karioitahi-Beach. Der Strand ist echt sehr toll! Schwarzer Sand und überall Muscheln, traumhaft. Ist zwar nicht wirklich zum Baden geeignet, da das Wasser recht frisch und der Wellengang sehr hoch ist, aber es gefällt uns hier trotzdem sehr gut. Shelby ist auch begeistert und fetzt rum. Lediglich die Wellen gefallen ihr gar nicht und sie weicht erschrocken zurück, wenn das Wasser zu ihren Füssen hochkommt. Lustig anzusehen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand fahren wir wieder Heim, wo Heli schon mit dem nächsten Festmahl auf uns wartet. Das ist dann aber auch schon wieder gleichzeitig unser Abschiedsessen, da heute Abend unser Flug zu den Cook Islands geht und wir schon Nachmittag am Flughafen sein müssen. So verabschieden wir uns schweren Herzens von der neuseeländischen Verwandtschaft und sind etwas traurig als wir von Heli am Flughafen abgesetzt werden und dort allein zurück bleiben. Aber nur kurz, neue Abenteuer warten auf uns! ;-)

Familientreffen

Familientreffen