Unsere Weltreise in Zahlen

Inzwischen sind wir bereits 25 Tage wieder in Good Old Germany und haben uns einigermaßen wieder eingelebt. Carina hat bereits eine neue Arbeitsstelle angefangen und Hank kümmert sich darum, ebenfalls möglichst schnell wieder in das Berufsleben zurück zu kehren. Die Weltreise hat immerhin ordentlich an unserem Budget gezehrt. Wir wurden daheim herzlich Willkommen geheißen von unserer Familie und all unseren Freunden. Unsere große Willkommens- und gleichzeitig Geburtstagsparty war ein voller Erfolg und nachdem jetzt ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, möchten wir natürlich auch noch unsere Weltreise in Zahlen ausdrücken:

Zunächst das Offensichtliche:

Unsere Reise hat insgesamt 231 Tage gedauert und ist – je nachdem ob man Amerika unterteilt – durch 3 bzw. 4 Kontinente gegangen. Dabei haben wir insgesamt 13 verschiedene Länder betreten und 28 Grenzen überquert. Das macht 8 verschiedene Zeitzonen und 16 verschiedene Währungen, die wir in Händen hielten. Wir waren insgesamt in 9 Landeshauptstädten und haben unseren Reisepass mit 3 Visa und 36 Stempel gefüttert.

Bevor wir näher auf unseren Kassensturz oder Streckenauswertungen kommen, gibt es auch ein paar persönliche Informationen, die interessant sein dürften:

So zum Beispiel wog Carinas großer Rucksack bei der Abreise 14,7 kg und hat zum Ende der Reise ein Gewicht von 22 kg erreicht. Hanks großer Rucksack hat es sogar von 14,5 kg auf 25 kg geschafft. Von unseren Reiseführern konnten wir ein paar mit nach Hause geben. Auch Hanks kaputter kleiner Rucksack, 2 Hosen und ein Rock haben die vorzeitige Heimreise angetreten. Kaputt gegangen sind Kopfhörer, Idpod, ein T-Shirt und ein BH. Geklaut wurde uns nur das Weitwinkelobjektiv.

Körpergewichtsmäßig hat sich bei Carina nichts verändert, Hank hingegen hat im Vergleich zur Abreise ganze 8 kg abgenommen. Krankheitsbedingte Ausfälle gehen 2 auf Carinas Kappe und Hank kann 3 vorweisen. Hauptsächlich haben wir mit Magen-Darm-Problem oder hin und wieder Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme gekämpft. Im Großen und Ganzen war es aber in Ordnung. Bei den Sonnenbränden steht es 3:1 für Hank. Wir haben 2 1/2 Tuben Sonnencreme verbraucht und sind von unzähligen Mücken gestochen worden.

Die längste Zeit in der wir nicht Duschen konnten war 96 Stunden, weil keine Duschen vorhanden waren. Das war in Peru auf unserer Wanderung im Colca Canyon. Bei den Situationen, in denen wir eiskalt duschen mussten, hat Carina 19 gezählt. Die längste Zeit ohne Schlaf lässt sich nicht einwandfrei feststellen. Während der Reise haben wir fleißig gelesen. Hank kommt auf 21 Bücher, Carina kommt auf 25 Bücher. Wer aber tatsächlich mehr gelesen hat, ist schwer zu sagen. Dazu müssten wir die Seitenzahlen der einzelnen Bücher auch noch in die Auswertung miteinbeziehen.

So, nach den persönlichen Dingen, kommt nun der wahrscheinlich interessanteste Teil. Allen voran natürlich die Frage,was uns die Reise gekostet hat. Die Zahlen beinhalten auch alle Ausgaben, die wir vor der Reise für die Reise getätigt haben und sind jeweils für uns beide zusammen:

- insgesamt: 27.714,08 EUR
-> davon für Unterkünfte ausgegeben: 3.819,87 EUR
-> davon für Transport ausgegeben: 11.888,54 EUR
-> davon für Essen ausgegeben: 3.553, 78 EUR
-> davon für Ausflüge ausgeben: 3.780, 62
-> davon für sonstiges ausgegeben: 4.671,38 EUR

Billigstes Land war für uns Thailand und das teuerste war Neuseeland mit Cook Islands.

Auch sehr interessant ist Auswertung unseres Transports. Wir haben uns fortbewegt mit: Flugzeug, Transit am Flughafen, Skytrain, Taxi, Minibus, James-Bond-Boat, Rollerbeiwagen, Localbus, Songtaheo, Fahrrad, Ladefläche von Pick-Up, Longtailboat, Rikscha, Zug, Tuktuk, Roller, VIP-Bus, Aufstiegsfläche von Songtaheo, Fähre, Auto, Wohnmobil, Linienbus, Van, Katamaran, Autofähre, Bootanhänger, Kettenbus, Pickup, Zipline, Sightseeingbus, Oldtimer, Bici-Taxi

Mit all diesen Fortbewegungsmitteln haben wir insgesamt eine Strecke von 74.497 km zurück gelegt, wovon 68.732 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln waren, die restlichen 5.765 km sind wir selbst gefahren. Das entspricht bei den öffentlichen Verkehrsmitteln einer Gesamtfahrzeit von 457 Stunden 7 Minuten. (oder anders ausgedrückt 19 Tage, 1 Stunde, 7 Minuten) Insgesamt haben wir 83 Stunden und 57 Minuten, bzw. 3 Tage 11 Stunden und 55 Minuten damit verbracht, auf öffentliche Verkehrsmittel zu warten.

Von der Gesamtstrecke fallen 49.658 km auf das Flugzeug, 19.071 km auf öffentlichen Transport auf dem Landweg und 5.765 km auf Auto.
Von der Gesamtzeit macht das 70 Stunden und 11 Minuten im Flugzeug, 386 Stunden und 56 Minuten in öffentlichen Transportmitteln auf dem Landweg.
Von der Gesamtwartezeit fallen damit 36 Stunden und 2 Minuten auf den Flughafen und 47 Stunden und 55 Minuten auf den Bahnhöfe, Bushaltestellen, Hafen, etc.

Unser längster Flug ohne Unterbrechung war von Auckland nach Santiago mit 11 Stunden und 43 Minuten (9.678 Kilometer) und unser kürzester Flug von Aitutaki nach Rarotonga mit 50 Minuten (265 Kilometer)

Wir sind mit 7 verschiedenen Airlines geflogen und haben die Datumsgrenze insgesamt 3 Mal überquert.

Unsere längste Busfahrt war von Puerto Iguazu nach Salta in 28 Stunden und 3 Minuten (1.683 Kilometer).

Zu den Unterkünften gibt es natürlich auch einiges zu sagen. Insgesamt haben wir in 102 verschiedenen Unterkünften genächtigt. (genaue Auflistung mit Beschreibung folgt in Kürze) Hinzu kommen 9 Nächte, die wir in Bussen verbracht haben, eine Nacht, die wir am Flughafen verbracht haben und eine Nacht, in der wir wildgecampt haben. Grundsätzlich haben wir immer Doppelzimmer genommen, 7 Nächte hingegen mussten wir allerdings in einem Dorm-Room verbringen, wobei die Maximalzahl an Betten allerdings lediglich bei 5 gelegen hat. Wir haben in 15 Nächten ein Moskitonetz benötigt und 3 Nächte im Zelt verbracht. Couchsurfingerfahrungen können wir leider nach wie vor keine vorweisen.

Die teuerste Unterkunft auf unserer Reise war das Hotel Park View in Havanna (Kuba) mit 72 Euro (das haben wir bereits vorab in Deutschland gebucht, um einfacher an die Touristenkarte ranzukommen)
Die billigste Unterkunft war das You Hong Guesthouse I in Kratie (Kambodscha) mit 6 US-Dollar
Die beste Unterkunft waren die Matriki Beach Huts auf Aitutaki (Cook Islands)
und die schlechteste Unterkünfte waren Dok Khom Guesthouse in Phonsavan (Laos) und Hostal Sweet Hostal in Puerto Iguazu (Argentinien) (wir können uns nicht einigen, welches schlechter war)

Wir haben auch zwei wirklich außergewöhnliche Unterkünfte auf unserer Reise gehabt:

- einmal das Baumhaus während unserer Tree Top Explorer Tour in Laos
- und das Salzhaus an der Salar de Uyuni (Bolivien), das wirklich komplett aus Salz bestanden hat

Wir waren insgesamt mit 3 Kameras unterwegs und haben diese auch fleißig im Einsatz gehabt. Insgesamt kommen wir nachdem wir Überschuss und misslungene Bilder aussortiert haben auf 21.682 Fotos und 148 Videos. Das macht ein gesamtes Datenvolumen von 111 GB.

Abschließend noch ein paar weitere interessante Fakten:

Gut, zugegeben im Postkartenschreiben waren wir ein wenig faul. Wir kommen insgesamt auf ganze 18 Karten, die wir allerdings alle am Anfang verschickt haben.
Mit Bloggen waren wir ein wenig aktiver, denn wir haben insgesamt 81 Blogeinträge veröffentlicht. Mit heutigen Tag kommen wir auf insgesamt 30.229 Blogbesucher, was uns sehr stolz macht und wofür wir uns bei allen für das Interesse bedanken!

Wir haben auf der Reise sehr viele nette und interessante Leute kennengelernt. Insgesamt waren es 31 weitere Langzeitreisende. Hierbei haben wir nur Reisende gezählt, die länger als 4 Monate auf Achse sind.
Durchschnittlich haben wir 23 Tage in einem Land verbracht. Wenn man unsere Abstecher nach Brasilien und Uruguay noch mitrechnet sind es durchschnittlich 19 Tage.
Der Wecker war auch ein ständiger Begleiter. Insgesamt hat er uns 15 Mal vor 6 Uhr geweckt. Früheste Zeit, zu der wir aufstehen mussten war 02:50 Uhr. (Anmerkung am Rande: Menschenunwürdige Uhrzeit!)
Wettertechnisch haben wir eigentlich schon sehr viel Glück gehabt. Insgesamt kommen wir auf 15 Regentage und 8 Tage, an denen es nicht schön war, aber zumindest nicht geregnet hat. Das macht dann insgesamt 208 Sonnentage, wobei wir 10 Mal einen kurzen Regenschauer verzeichnen mussten.
Höchster Punkt auf unserer Tour war die Sol de Manana in Bolivien mit knapp 5.000 Höhenmetern. Niedrigster Punkt war Meeresspiegel. Die höchste Temperatur war gefühlt im März in Bangkok. Tiefste Temperatur war in der Nacht in der Laguna Colorado mit Minus 15 Grad.
Der weiteste von zuhause entfernte Punkt auf unserer Reise war Dunedin (Neuseeland) mit einer Entfernung von Luftlinie 18.385 Kilometer.

Essen mussten wir natürlich auch auf unserer Reise. Hierzu ein paar Fakten:

Bestes Land zum Essen ist für uns definitiv Thailand. Überall schmeckt es hervorragend und es ist zudem wirklich verdammt billig.
Schlechtestes Land zum Essen ist schwer zu sagen, aber in Bolivien beispielsweise gibt es zu allem NUR trockenen Reis und trockene Kartoffeln als Beilage. Zu Anfang war das nicht weiter schlimm, aber irgendwann ist es uns ziemlich zu den Ohren rausgehangen.

Auf unserer Reise haben wir auch ein paar außergewöhnliche bzw. erwähnenswerte Essen gehabt:
- ganz weit oben ist unser selbstgemachtes Seafood-BBQ auf Koh Chang (Thailand)
- speziell war unser Koberind beim Japaner in Phnom Penh zu Hanks Geburtstag
- Carinas Geburtstagsessen bei Wolfies Grill in Sydney (Australien) war definitiv etwas ganz besonderes
- Selbstgekochte Spätzle in den Blue Mountains (Australien) liegen auch hoch im Kurs
- ein bisschen Heimatstimmung ist beim Besuch von Hanks Verwandten in Pukekohe (Neuseeland) aufgekommen. Dort haben wir selbst gemachte Knödel mit Rinderbraten bekommen
- nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall erwähnenswert war unser gebackenes Meerschweinchen in Cusco (Peru)

Wir haben viele schöne Erlebnisse gehabt, aber dass es auch unangenehme Momente gibt, gehört wohl zu einer solchen Reise dazu. Glücklicherweise lassen sich unsere negativen Erlebnisse an einer Hand abzählen:
- Unfall mit dem Roller in Vang Vieng (Laos)
- Diebstahl im Bus in Sucre (Bolivien)
- Abzocke von Kubanern in Havanna

Extremsituationen waren auch nicht so viele auf unserer Reise:
- Nacht in Laguna Colorado bei Minus 15 Grad und ohne Heizung in einer einfachen Hütte
- Passüberquerung auf 4.650 m am Salkantay Trek mit Schneesturm

All in all war die Reise einfach der absolute Hammer und wir sind unendlich froh, dass wir uns dazu entschieden haben. Im Endeffekt war es überall schön, aber ein paar ganz ganz besondere Highlights gibt es dann doch und die wollen wir natürlich nochmal besonders hervorheben:

- Tempel von Angkor (Kambodscha)
- Tree Top Explorer (Laos)
- Koh Rong (Kambodscha)
- Erawan Falls (Thailand)
- Sydney (Australien)
- Tongariro Crossing (Neuseeland)
- Aitutaki (Cook Islands)
- Iguazu-Falls (Argentinien/Brasilien)
- Salar de Uyuni (Bolivien)
- Salkantay Trek und Machu Picchu (Peru)

Diese Highlights aber noch einem Ranking zu unterziehen ist allerdings unmöglich.

Letzte Worte getreu James Bond:

Die Welt ist nicht genug – the world is not enough!!!!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>