Sydney – A sort of Homecoming

Nach 2 ½ Monaten in Asien geht es nun weiter nach Australien, genauer gesagt in eine der wahrscheinlich schönsten Städte der Welt: Sydney. Und das Beste: dort erwartet uns ein spontanes Treffen mit meinen Eltern, die sich kurzfristig entschieden haben, eine Campervanreise durch Australien zu machen. Ich bin schon sehr aufgeregt und kann kaum erwarten, bis wir endlich ankommen. Der Flug vergeht glücklicherweise ziemlich gut und wir sind pünktlich um 6:20 Uhr am Morgen in Sydney

Die Realität holt uns hier relativ schnell ein, denn die Preise sind gesalzen. Eine Fahrt in die Innenstadt kostet pro Person 17 AUSD. Wir informieren uns und können dann herausfinden, dass man mit der Buslinie 400 nach Rockdale fahren und dort in die U-Bahn einsteigen kann, was wohl viel günstiger ist. Der Bus ist jedenfalls schon mal sehr günstig, denn nachdem der Busfahrer uns auf den 50 Dollar-Schein nicht rausgeben kann, nimmt er uns umsonst mit. Das kann man sich in Deutschland auch nicht so wirklich vorstellen. Die U-Bahn kostet uns dann 3,60 AUSD pro Person, also erheblich billiger als vom Airport aus.

Wir fahren ein paar Stationen bis schließlich die Durchsage kommt, dass wir nicht weiterfahren können weil der Zug vor uns einen „medical emergency“ hat. Na toll, München lässt grüßen! Ich werde schon ein bisschen nervös, weil wir nicht vorwärts kommen und ich jetzt endlich Mum & Dad treffen will. Glücklicherweise dauert es nicht so lange wie bei uns und nach rund 15 Minuten sind wir wieder im Rennen. Wir steigen an der Haltestelle Kings Cross aus, wo wir dann noch ca. 200 Meter zu Fuß zu unserer Unterkunft, das Funkhouse, laufen müssen. Wir haben ein 3-Betten-Dormroom gebucht, das wir uns mit einem Griechen namens Michael teilen. Nach einem kurzen Plausch geht es los. Bis zum Hotel von Mum & Dad sind es ca. 400 Meter die Straße hoch. Sie sehen uns schon von weiten und fallen uns um den Hals. Die Freude über das Wiedersehen ist groß und wir beschließen bei einem Frühstück erstmal die neuesten Informationen auszutauschen.

Hier ein günstiges Frühstück zu finden ist leichter gesagt als getan, denn unter 10 AUSD bekommt man hier so gut wie gar nix. Wir sind richtig geschockt über die Preise. Eine Flasche Wasser kostet 5 AUSD. (Wechselkurs momentan 1 EUR ist ungefähr 1,50 AUSD) Da vermissen wir ja gleich unseren asiatischen Standard…

Irgendwann finden wir dann doch noch ein nettes kleines Café, das humane Preise hat und so verweilen wir hier einige Zeit, ehe wir uns aufmachen, um gemeinsam die Stadt zu erkunden.

Natürlich geht es gleich mal an den Hafen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Oper und die Harbour-Bridge hat. Das Wetter ist auch traumhaft, so dass einem wunderschönen Tag nichts im Weg steht. Wir schlendern gemütlich am Darling Harbour entlang, bestaunen die Luxusjachten, die überall rumstehen und haben einen schönen Blick auf die Wolkenkratzer. Über den Dawes Point kommen wir dann unter der Brücke hindurch und gehen weiter zu The Rocks.

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Hier reservieren wir uns gleich mal einen Tisch für morgen Abend bei Wolfies Grill und dann kehren wir in einem Biergarten ein. Vorher gönne ich mir noch meine langersehnte Breze. Es gibt nicht viele Dinge, die ich bislang richtig vermisse, aber nach einer guten Breze gelüstet es mich schon seit Wochen… Das 4-Dollar-Exemplar ist zwar nicht zu vergleichen mit einer frischen original Bayerischen, aber ich bin glücklich.

Nach der Biergartenpause macht sich dann bei uns der Jetlag ein bisschen breit und wir marschieren erstmal zurück in unsere Unterkunft und rasten ein wenig, ehe wir uns noch auf die Suche nach einem günstigen Abendessen machen. Nachdem das nicht so einfach ist landen wir beim großen goldenen „M“, aber ich bin trotzdem zufrieden.

Am nächsten Morgen machen wir uns gleich am Morgen auf den Weg zur Unterkunft von Mum & Dad, um dort noch einen Kaffee zu trinken und dann wollen wir einen Ausflug nach Manly machen. Das Wetter heute ist absolut hervorragend. Die Badesachen sind auch eingepackt und so stehen wir gut ausgerüstet am Circular Quay und warten auf die Fähre. Wir sind schockiert, was die mittlerweile kostet. Wir hatten das Ticket total billig in Erinnerung,  da wir vor 5 Jahren – so meinen wir uns zu erinnern – rüber gefahren sind, weil es günstig war,  aber mit 14,80 AUSD pro Person scheint da irgendwas nicht zu stimmen.

Naja, besseres Wetter werden wir nicht bekommen, also ab nach Manly.

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Die Fähre braucht ca. 30 Minuten bis wir schließlich wieder an Land gehen. Dort laufen wir direkt in einen Aldi. Hey, endlich ein Laden, der vernünftige Preise hat. Da können wir uns gleich ein Lunchpaket mitnehmen. Mum ist dafür die Expertin. Sie versorgt uns alle 3 (Dad, Hank und mich) bestens.

In Manly wollen wir zum North Head wandern, von wo aus man wohl einen atemberaubenden Blick haben soll. Der Marsch dauert allerdings eine Weile, da sich die Strecke doch ganz schön zieht. Man muss erstmal durch die über einen Hügel und dann durch einen Park laufen. Wir kommen an wunderschönen Stränden und Buchten vorbei und überlegen, ob wir einfach so nochmal einen Ausflug nach Manly machen sollen, denn hier ist es wirklich wunderschön.

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Der Weg zum Point ist allerdings nicht ganz so einfach, denn unser Kartenmaterial kommt irgendwann an seine Grenzen und wir stehen ein wenig planlos da. Es scheint aber nicht nur uns so zu gehen. An einem Viewpoint treffen wir noch andere Touristen, die nicht weiter wissen. Allerdings ist dieser Aussichtspunkt absolut spektakulär. Die Sicht in die Stadt und auf die Bucht ist wirklich überragend oder wie wir es nennen würden „it`s adorable“. Wir stehen einfach da und sind geflashed von diesem Anblick. Dazu der strahlend blaue Himmel.

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Bei dieser Aussicht machen wir noch ein gemütliches Picknick in der Wiese bevor wir uns auf den Rückweg machen. Wir wollen noch am Manly Beach Halt machen und dann über die Fußgängerzone zurück zu unserer Fähre. Leider zieht es inzwischen wieder ein bisschen zusammen, so dass es nicht mehr ganz so schön ist und am Strand weht ein ordentlicher Wind, aber das Treiben ist trotzdem recht bunt. Viele Surfer, Schwimmer oder einfach nur Strandschläfer.

Wir nehmen die Fähre um 16:45 Uhr zurück nach Circular Quay, damit wir pünktlich um 18 Uhr bei Wolfie antanzen können. Dem Dresscode entsprechen wir mit unseren Wanderklamotten zwar nicht ganz, aber für eine Dusche und Umziehen bräuchten wir ja noch zwei Stunden länger. Der Kellner schaut zwar ein wenig verdutzt, aber er bedient uns trotzdem ganz freundlich und liefert uns Tigerprawns als Vorspeise, Baramundi und Rinderfilet, bzw. Känguru-Filet, diverse Nachspeisen und leckeren lokalen Merlot aus einem Weinanbaugebiet in Victoria. Der Blick auf die Oper versteht sich natürlich von selbst.

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An dieser Stelle möchte ich nochmal ein ganz besonderes Dankeschön an Mum & Dad aussprechen. Ein schöneres Geschenk zum 30. Geburtstag als einen spontanen Besuch in Sydney und ein dekadentes Abendessen bei Wolfies Grill hättet ihr mir nicht machen können! Da werde ich doch gerne 30!

Der ganze Tag war wirklich ein Traum und wird schön abgerundet mit dem Fotobattle, das ich mir mit Dad am Hafen liefere. Wer wird wohl die besseren Aufnahmen gemacht haben? Ergebnis wird Ende August erwartet…

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Nach einer doch recht schlaflosen Nacht für mich, holen wir Mum & Dad wieder in ihrer Unterkunft ab und machen uns dann wieder auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wir wollen zunächst zum Paddington Market, also laufen wir mal los. Querfeldein geht’s durch sämtliche Straßen, bis uns die Erkenntnis trifft, dass hier heute überhaupt kein Markt ist. Hmmm, blöd. Naja, dann gehen wir eben mal zum Allianz Stadion. Dort findet heute ein American Baseball Event statt. Tickets sind leider nicht in unserem Budgetrahmen zu erwerben, so dass ein Stadionbesuch leider ausfällt. Die Aussies scheinen aber recht begeistert zu sein von American Baseball, denn hier geht es zu wie in der Allianz Arena wenn der FC Bayern ein Heimspiel hat. Schade, dass wir uns das nicht leisten können…

Wir schlendern dann weiter über die Central Station zu Paddy`s Market. Hier scheint heute wirklich auch Markttag zu sein und so wühlen wir mal ein bisschen in den Ständen. Sind wir hier wirklich noch in Sydney? Die Preise sind ja direkt human. T-Shirts für 7 Dollar? Das ist ja fast schon Asienniveau… Da wir allerdings eh schon völlig überladen sind mit unserem Gepäck, (zur Info: Hanks Rucksack ist beim Einchecken am Flughafen in Bangkok um 5 Kilo schwerer als in München gewesen und meiner um 2 Kilo) verzichten wir auf weitere T-Shirteinkäufe.

Unsere Beine schmerzen mittlerweile auch schon ein wenig, so dass wir uns auf ein Nickerchen in Mum & Dad`s Appartement aufmachen. Bei der Gelegenheit können wir auch gleich nochmal unsere Wäsche machen.

Nach einer längeren Power-Nap tigern wir nochmal los. Wir finden tatsächlich ein Lokal, das ein Steakspecial hat. Für 10 AUSD bekommt man ein ordentliches Stück Fleisch, Pommes und Salat dazu. Hey, das ist nicht nur günstig – das ist ein wahres Schnäppchen!! Und es schmeckt auch noch!

Als Tagesabschluss wandern wir noch zum Macquarie Point, von wo aus man unmittelbar auf die Oper und die Brücke blicken kann. Ein absoluter Top-Spot. Hier fotografiere ich mit Dad wieder um die Wette.

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Wir haben eine Menge Spaß dabei und können auch ein paar wirklich gute Ergebnisse erzielen. Währenddessen verfolgt Hank mit der Kamera die unzähligen Flughunde, die hier überall rumschwirren. Irgendwann wird der Wind allerdings immer regenverdächtiger, so machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Gemächern…

4 comments on “Sydney – A sort of Homecoming

  1. Hallo, Ihr 4!!!

    Wir hoffen es geht Euch Allen gut. Wir sind immer sehr gespannt auf den nächsten Blog. Es ist immer interressant, Eure Berichte zu lesen. Die Bilder sind fantastisch. Bleibt alle gesund und passt auf Euch auf.

    Ganz liebe Grüße

    Franz und Gundula

    1. Hallo Franz, Hallo Gundula

      Hank und mir geht es soweit gut, wir sind jetzt wieder zu zweit auf Achse. Mum und Dad haben sich für das Landesinnere entschieden. Es war wirklich eine sehr schöne gemeinsame Zeit. :-)
      Wir hoffen Euch gehts auch gut und daheim ist alles in Ordnung.

      Liebe Grüße (auch an den Rest der Family)
      Carina & Hank

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