Vang Vieng

Als wir spätnachmittags in Vang Vieng ankommen müssen wir uns wieder einmal neu orientieren und eine Bleibe suchen. Vor ein paar Jahren noch war diese Kleinstadt die Partyhochburg von Laos wenn nicht sogar von ganz Südostasien (sieht man mal von den thailändischen Inseln ab). Zur besten oder auch schlimmsten Zeit – je nachdem wie man es sieht – sollen hier ca. 50.000 Touris pro Tag abgefeiert haben. Bei gerade einmal 5000 Einwohnern. Nachdem es aber zu mehreren tödlichen Unfällen betrunkener oder unter Drogen stehender Touris gekommen ist wurde der ganze Trubel von der Regierung eingebremst und ein Großteil der Bars geschlossen. Trotzdem gehen wir dem Zentrum lieber aus dem Weg und steuern die ruhige Gegend am anderen Flussufer an. Dafür müssen wir erst einmal für das Überqueren einer Brücke löhnen. Auf der anderen Seite werden wir dann gleich von einem Restaurant-Besitzer auf deutsch angequatscht, er vermittelt auch eine Unterkunft. Die schauen wir uns doch gleich mal an und mieten uns nach der Inspektion des Zimmers in den Paradise Island Bungalows ein.

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Zum Abendessen gehen wir dann in das Restaurant von unserem Vermittler. Es stellt sich heraus, dass Mr. Kaz ein chinesisch stämmiger Thailänder ist, der auch mal in Deutschland gelebt hat und somit auch hervorragend deutsch spricht. Und kochen kann er auch gut. Die Speisekarte ist eher schmal gehalten und wenn man sich was ausgesucht hat bespricht man mit Mr. Kaz erst mal wie genau man es haben möchte, da es von allen Gerichten „Millionen Varianten“ gibt. Sehr lustig. Nach dem Essen setzt sich der Chef noch zu uns an den Tisch (wir sind im Moment die einzigen Gäste) und wir quatschen ein wenig mit ihm. So geht der erste Abend in Vang Vieng rum.

Frühstück gibt es dann am nächsten Morgen natürlich auch wieder bei Mr. Kaz. Er empfiehlt uns dann noch einen nahen Rollerverleih, wir wollen nämlich eine kleine Runde fahren. Es gibt hier einige Höhlen zu besichtigen. Beim Rollerverleih stellt sich heraus, dass es keine Automatik-Roller gibt, nur Halbautomatik, d.h. man muss mit dem Fuß rauf- und runterschalten. Hm, hört sich nicht so kompliziert an und nach einer kleinen Proberunde habe ich den Bogen raus. Also kann die Rundfahrt losgehen.

Die Straße ist leider alles andere als gut, aber damit war ja zu rechnen. Nervig ist nur, dass man immer in einer Staubwolke versinkt wenn ein Auto verbeirauscht. OK, das kommt zugegebenermaßen nicht so oft vor, trotzdem macht es keinen Spaß. An den ersten beiden Höhlen und einem Viewpoint fahren wir gleich mal vorbei, die wollen wir uns für den Rückweg aufheben. So kommen wir nach ca. 30-minütiger Fahrt an der Phu Kham Höhle an. Zum Eingang der Höhle müssen wir einen etwas steileren Felspfad hoch. Dabei stellen wir fest, dass Flip Flops vielleicht nicht die beste Schuhwahl waren…

Als wir endlich beim Höhleneingang ankommen setzen wir unsere Stirnlampen auf und gehen hinein. Am Anfang steht man auf einem kleinen Balkon, von dem aus man in eine große Kammer blickt. Hier fällt auch von anderen Löchern viel Licht ein. In der Mitte der Kammer ist ein liegender Buddha mit allerlei Deko. Wir folgend den an den Wänden angebrachten Pfeilen und stehen kurze Zeit später bei dem Buddha.

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Von hier aus führt der Weg tiefer in die Höhle. Von einer gerade herauskommenden Gruppe erfahren wir, dass es ein Rundweg ist und sie keine Probleme hatten den Weg zu finden. Naja, sie haben ja auch einen Guide dabei. Wir knipsen unsere Lichter an und machen uns auf den Weg. Barfuß übrigens, da man hier mit Flip Flops echt nicht weiter kommt. Nach kurzer Zeit ist es um uns herum stockdunkel. Wenn man die Lampe ausmacht sieht man die Hand vor Augen nicht. Aber wir haben keine Probleme dem deutlich ausgetretenen Pfad zu folgen. Um uns herum sind riesigen Stalagtiten, Stalagmiten und sonstige Felsformationen. Sehr beeindruckend.

So wandern wir staunend an der einen Höhlenwand bis an deren Ende und gehen von dort an der anderen Wand zurück. Irgendwie ist der Rückweg aber gar kein so ausgetretener Pfad und einen roten Pfeil haben wir auch schon länger nicht mehr gesehen. Da man sich aber eigentlich nicht verlaufen kann, da man sich an den Höhlenwänden orientieren kann gehen wir hier weiter. Der Weg ist auch interessanter und wir kraxeln über Felsen oder zwängen uns an Engstellen vorbei. Nach einiger Zeit sehen wir dann auch wieder Tageslicht vor uns. Kurze Zeit später stehen wir auf einer Felsklippe und erblicken die Kammer mit dem liegenden Buddha vor uns. Dummerweise geht es hier aber 3 4 Metern nach unten und es sieht nicht so aus als würde es hier weitergehen. Wir befürchten schon, dass wir in eine Sackgasse gerannt sind und fast den kompletten Weg zurück müssen, da erspähen wir noch eine andere mögliche Route. Die sieht dann auch ganz gut aus und wir kraxeln über einige Felsen zurück zum Eingang. Das war zwar wahrscheinlich nicht der offizielle Weg, aber sicher der interessantere ;-)

Wieder am Fuß des Berges angekommen stehen wir schon vor der nächsten Attraktion, der Blue Lagoon. Das ist wie der Name schon sagt eine kleine Lagune mit herrlich türkisblauem Wasser in der man baden kann. An einem Baum neben der Lagune ist auch ein Seil befestigt, an dem man sich in das kühle Nass schwingen kann. Wir lassen uns nicht lange bitten und wagen auch den Sprung, äh Schwung. Die kühle Erfrischung tut echt sehr gut nach den Strapazen in der Höhle. So verbringen wir die nächste Stunde mit schwingen, springen und relaxen. Waren anfangs noch eher wenige Leute hier wird es um die Mittagszeit deutlich voller. Ein Tuk Tuk nach dem anderen kommt an und setzt eine Ladung Party-Touristen ab. Die Stimmung ist zwar immer noch angenehm, aber wir machen uns dann doch wieder auf den Weg und setzen unsere Rollerrunde fort.

So brausen wir durch die nächsten beiden Dörfer und an einigen Höhlen vorbei (es gibt hier wirklich SEHR viele Höhlen). Dann halten wir wieder bei einer Höhle an. Der Weg dahin ist aber etwas beschwerlich und wir lesen noch mal im Reiseführer nach, wo es genau lang geht. Dabei fällt uns auf, dass der Eingang zur Höhle in 50 Metern Höhe liegen soll. Hm, für so eine Kletterpartie ist es inzwischen eindeutig zu warm. Außerdem ist unser Schuhwerk immer noch nicht besser. Also kehren wir wieder zurück zur Hauptstraße. Da wir aber schon dabei sind unsere Pläne zu ändern werfen wir gleich alles über den Haufen und fahren zurück Richtung Vang Vieng. Die eine Höhlenbesichtigung hat uns dann doch gereicht.

So stehen wir bald darauf wieder bei Mr. Kaz auf der Matte. Er ist zwar etwas enttäuscht, dass wir nicht die komplette Runde gefahren sind – angeblich wird es immer schöner je weiter man auf der Runde ist – aber freut sich dann doch uns wieder bekochen zu dürfen. Wir schauen dann noch mit unserem Roller in die Stadt, um den Sonnenuntergang von einem Ufer Café aus zu verfolgen. Die Zollbrücke meiden wir dabei aber. Wir lenken unser Gefährt lieber über die 500 Meter flussaufwärts gelegene Fußgängerbrücke. Da das Licht des Rollers natürlich nicht funktioniert (genau wie Tacho, Kilometer- und Tankanzeige) müssen wir kurz nach Sonnenuntergang aber auch schon wieder zurück und geben ihn auch gleich zurück. Den Rest des Abends sitzen wir dann lesend auf unserer kleinen Terrasse.

Den nächsten Morgen lassen wirs ruhig angehen und machen lieber mal gar nichts. Außer in der Sonne sitzen und lesen. Gegen Mittag brechen wir nur in Badeklamotten, unserer Unterwasserkamera und etwas Geld in einem Zip-Beutel Richtung Stadt auf: wir wollen tuben gehen. Das bedeutet wir werden ein paar Kilometer flussaufwärts gefahren und können uns von dort im aufgeblasenen Schlauch eines Traktor-Reifens zurück Richtung Stadt treiben lassen. Das Tubing war DAS Highlight hier in der Gegend bevor die Regierung eingeschritten ist. Das Startgebiet soll sowas wie eine riesige Open-Air-Disco gewesen sein, in der reichlich Alkohol geflossen ist, sowie alle vorstellbaren Rauschmittel zur Verfügung standen. Und am Ufer des Flusses stand dann wohl eine Bar neben der anderen, so dass man auch unterwegs reichlich mit Sprit versorgt worden ist. Gerade in der Regenzeit muss das dann aber ziemlich gefährlich geworden sein, da im Fluss immer wieder sehr spitze Felsen direkt unter der Oberfläche sind. Wenn man da dagegen knallt ist man mit Schnittwunden noch gut bedient…

Naja, aber das wilde Treiben ist fast komplett Geschichte. Es gibt jetzt nur noch eine kleine Bar am Start und 3 Bars unterwegs am Fluss. Gut, dann kann man sich schon auch zuschütten wenn man will, v.a. weil alle mit „free shots“ (=Schnaps) werben und die Hitze dann schnell ihren Anteil beiträgt, aber es artet scheinbar nicht mehr so aus wie früher.

Wir haben auch ohne die Bar-Stopps viel Spaß und genießen die ruhige Fahrt durch eine herrliche Landschaft. Stellenweise wird es dann aber doch etwas schneller und wir müssen unsere Reifen im „Wildwasser“ um Felsen herumnavigieren. Carina löst das Problem ganz einfach indem sie sich von mir ins Schlepptau nehmen lässt. Hmpf. Aber wir kommen um fast alle Hindernisse gut herum. Bei den übrigen schrammen wir – OK, meistens nur ich, weil ich mehr Tiefgang habe – dann eben mit dem Hintern über die Felsen. Dass es dabei aber schnell zu Unfällen kommt wenn man sternhagelvoll ist können wir uns leicht vorstellen. An anderen Stellen im Fluss ist dann wieder fast gar keine Strömung und wir dümpeln so vor uns hin.

Nach etwa drei Stunden im Wasser kommen wir dann wieder in Vang Vieng an und bringen unsere Reifen zum Verleih zurück. Fazit: das Tuben hat zwar eher einen schlechten Ruf als Party- und Saufausflug, aber man muss es ja nicht so machen und es hat uns beiden sehr viel Spaß bereitet. Wir würden es auf jeden Fall wieder machen.

Nach einer kurzen Rast vom anstrengenden im-Fluss-dahintreiben schlendern wir dann noch ein wenig durch die Shops hier und sehen uns die Souvenirs durch. Als wir uns schon auf den Heimweg machen wollen treffen wir wieder auf Lena, die noch ein paar andere deutsche Mädels im Schlepptau hat. Sie sind auf dem Weg in eine Bar und wir schließen uns gerne an. Im Fat Monkey angekommen kriegen wir jeder gleich mal einen gratis Cuba. Wir suchen uns einen kleinen Tisch und quatschen oder beobachten das Treiben. Hier geht die Party-Meute richtig ab, es werden überall Trinkspiele gespielt und dabei fließt reichlich BeerLao (das übrigens gar nicht schlecht schmeckt). Bald wird es uns dann aber zu laut hier und wir suchen eine ruhigere Bar auf. Hier gibt’s zur Begrüßung ein Stamperl Vodka. Ich glaub wenn man einfach den ganzen Abend von Bar zu Bar zieht bekommt man nen guten Rausch zusammen, ohne auch nur ein Getränk kaufen zu müssen. Aber das soll dann jemand anders ausprobieren…

Am nächsten Tag wollen wir wieder etwas aktiver sein. Also holen wir uns wieder den Roller von vorgestern und visieren eine etwas außerhalb gelegene Höhle an. Diesmal können wir aber zum Glück über eine asphaltierte Straße fahren. Unser Roller bereitet mir etwas sorgen, da er immer mal wieder ?Aussetzer hat während ich Gas gebe. Jetzt sind wir aber schon ein gutes Stück gefahren, umkehren wollen wir auch nicht mehr. Na dann hoffen wir mal, dass unser Gefährt nicht den Geist aufgibt wenn wir irgendwo im Nirgendwo stehen.

Zumindest bei der Höhle kommen wir aber an. Bzw. bei einer Höhle, es ist nicht die, die ich eigentlich anpeilen wollte. Aber die Beschilderung hier lässt etwas zu wünschen übrig. Naja, macht nichts, Stirnlampe auf und rein in die Höhle, diesmal übrigens mit richtigen Schuhen ;-) Wir erkunden einige Gänge und stoßen wieder auf allerlei interessante Felsen bevor wir wieder ans Tageslicht zurückkehren.

Nächstes Ziel ist der Kaeng Yui Wasserfall. Dazu müssen wir zunächst wieder in die Stadt zurück und von dort über eine ziemlich schlechte Schotterstraße ca. 8 Kilometer Richtung Berge fahren. Als wir endlich ankommen sind wir ziemlich staubig und auch sehr durchgeschwitzt. Wir freuen uns auf ein Bad im Wasserfall. Zu dem müssen wir aber noch ein paar hundert Meter wandern. Über dem Weg dorthin sind auch einige Zip-Lines gespannt. Ui, Zip-Lining wäre doch mal wieder was. *g* Die Fahrten scheinen aber allesamt nicht länger als ein paar Sekunden zu sein und darüber können wir nur müde lächeln. Als wir dann endlich beim Wasserfall ankommen vergeht uns selbiges aber recht schnell. Das ist eher ein kleines Rinnsal den Berg herunter als ein Wasserfall. Und das Becken unten ist ein seichtes algen-verseuchtes Ding. Na toll, dafür der ganze Aufwand. Etwas frustriert stapfen wir den Weg zurück. Weiter unten war wenigsten noch ein größeres Becken. Dort nehmen wir dann ein kurzes Bad, um nicht mehr ganz so dreckig und verschwitzt zu sein.

Etwas erfrischt treten wir die Rückfahrt an. Dazu müssen wir aber erst einmal eine kleine Anhöhe hinauf. Hier passiert dann das was wir schon länger befürchtet haben, der Roller säuft auf halber Strecke ab. Na toll. Carina steigt ab und will zu Fuß hinauf gehen, während ich es noch mal allein versuche. Also will ich den Roller wenden und zurück nach unten rollen lassen. Dabei fällt mir ein, dass wir den Roller ja heute auch nicht schieben konnten, weil das Vorderrad immer blockiert hat wenn der Motor aus war. Also komme ich auf die tolle Idee zu versuchen denn Roller gleich hier nochmal zu starten. Was dann passiert ist nichts für schwache Nerven und ging auch ziemlich schnell. Man muss ja die Bremse ziehen, damit so ein Roller überhaupt anspringt. Das habe ich auch getan, nur leider hat das Ding wohl nicht so richtig gezogen oder was weiß ich was falsch gelaufen ist. Auf jeden Fall katapultiert es den Roller unter meinen Hintern heraus. Carina springt geistesgegenwärtig zur Seite und ich komme irgendwie vom Roller. Der verabschiedet sich mit einem Salto in den Abgrund neben dem Weg.

Schock. Unser erster Gedanke: verdammt, das wird teuer und dazu müssen wir irgendwas auf der Reise streichen. Unser zweiter Gedanken: verdammt, im Körbchen des Rollers war mein Rucksack mit unseren Bauchgurten und somit Reisepässen. Verdattert blicken wir nach unten, der Roller hängt ca. 5 Meter unter uns im Grünzeug. Meine erste Idee: ich muss hier irgendwie runterkraxeln. Ich bin schon fast auf dem Weg nach unten, da wird mir klar, dass es hier zu steil und rutschig ist und ich keinen Halt finde. Also laufen wir den Weg hinunter, von da kann man dem Bach folgen, der unten am Abgrund ist.

Vor lauter Aufregung stolpert Carina dabei und haut ihre Kamera fast noch gegen einen Felsen. Das fehlt gerade noch. Ich gehe allein weiter und komme auch zu der Stelle wo der Roller hängt. Er ist noch ca. 4-5 Meter über dem Boden. Ich kraxle hoch, der Rucksack ist jedoch nicht da. Den erspähe ich dann im Bambusdickicht, komme aber nicht dran. Inzwischen ist auch eine ganze Kindermeute vor Ort die wild durcheinanderschreien und gestikulieren. Dann kommt auch ein Erwachsener Laote mit einem Buschmesser dazu. Er kraxelt zum Roller und macht sich daran ihn freizuhacken, muss aber bald aufgeben, da er nicht weiterkommt. Wenigsten hackt ein Kind den Weg zum Rucksack frei. Das Problem ist somit wenigstens gelöst.

Aber was machen wir mit dem Roller. Wir kehren zum Absturzort zurück und blicken nach unten. Inzwischen sickert in unsere Gedanken, was da eigentlich gerade passiert ist. Wie unglaublich viel Glück wir doch hatten, da wir beide nur kleine Kratzer von den überhasteten Kraxel-Aktionen haben. Da darf man gar nicht drüber nachdenken was passiert wäre wenn dieses oder jenes.

OK, zurück zum Roller-Problem. Inzwischen sind hier sicher 20 Leute: die Kinder, ein paar Laoten und eine Gruppe Touris die auch helfen will. Leider können wir da selber nicht viel machen. Aber die Laoten erklären sich bereit in den Bambus zu klettern und mit vereinten Kräften den Roller zu bergen. Natürlich nicht ganz umsonst, aber das ist uns gerade herzlich egal. So hacken sie also zu viert auf den Bambus ein, befestigen den Roller an einem Seil und lassen ihn Stück für Stück runter.

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Die ganze Aktion dauert seine Zeit, aber schließlich kommt er unten an. Dann tragen sie ihn noch durch das Bachbett zurück zur Straße. So schlecht schaut er gar nicht aus, ein paar neue Schrammen und das Körbchen und die Rückspiegel sind hinüber, aber sonst… Da habe ich hier schon Roller in wesentlich schlechterem Zustand rumfahren sehen. Also steige ich auf und versuche den Motor zu starten. Und siehe da, er springt problemlos an. Mehr noch, er fährt sogar ganz normal. Krass, ich dachte das Ding ist total im Eimer. Aber scheinbar hat der Bambus den ganzen Absturz abgefedert.

Da wir aber im Moment irgendwie keine allzu große Lust verspüren mit dem Roller zurück in die Stadt zu fahren heuern wir noch einen Tuk Tuk Fahrer an, dass er uns und unseren fahrbaren Untersatz zurück in die Stadt bringt. So stehen wir nach einer holprigen Rückfahrt irgendwann vor dem Restaurant von Mr. Kaz. Da er den Verleiher kennt und uns empfohlen hat bitten wir ihn uns bei der Klärung des Schadensfalls zu helfen. V.a. als Dolmetscher können wir ihn sicher gut gebrauchen. Mr. Kaz erklärt sich sofort bereit uns zu helfen unter einer Bedingung: Carina muss während wir weg sind auf sein Restaurant aufpassen. OK, wenns weiter nichts ist ;-)

Die Rückgabe des Rollers verläuft dann eigentlich problemlos, wir müssen nur den Korb, die Spiegel und anteilmäßig das vordere Schutzblech zahlen. Kostet zusammen 15 Euro. Da wir schon mit über 1000 gerechnet haben muss ich fast lachen als ich gefragt werde ob ich einverstanden bin. Mit Bergung und Rücktransport hat uns der ganze „Spaß“ also keine 40 Euro gekostet. Wow, noch mal ziemliches Glück gehabt.

Nach der ganzen Aufregung gönnen wir uns dann ein gutes Essen – natürlich bei Mr. Kaz! Ich ordere ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und Carina eines ihrer heiß geliebten Currys. Dazu gibt’s ein selbst gebrautes Radler. Sehr gut und genau das Richtige zur Nervenberuhigung. Dann buchen wir hier auch gleich noch unser Ticket für die morgige Weiterfahrt.

One comment on “Vang Vieng

  1. Glück gehabt! Aber, erfahrunsgemäss geht in Asien bei dem ganzen Wahnsinn ja doch irgendwie meistens alles glatt!
    Wenn Ihr noch dort seid, dann müsst Ihr unbedingt auf Eurer Uferseite ins Maylyn Guesthouse abends zum Essen gehen! Die tollste Unterkunft und super leckeres Essen im Restau!
    Grüsst Joe, den Inhaber ganz lieb von mir und Kjell (ich war 2012 bei ihm mit meinem Sohn und wir sind auf FB befreundet!)

    Weiterhin viel Spas im wunderschönsten Land der Welt!

    Ich verfolge Euch gespannt weiter…
    Birgit

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