Sydney – A sort of Homecoming

Nach 2 ½ Monaten in Asien geht es nun weiter nach Australien, genauer gesagt in eine der wahrscheinlich schönsten Städte der Welt: Sydney. Und das Beste: dort erwartet uns ein spontanes Treffen mit meinen Eltern, die sich kurzfristig entschieden haben, eine Campervanreise durch Australien zu machen. Ich bin schon sehr aufgeregt und kann kaum erwarten, bis wir endlich ankommen. Der Flug vergeht glücklicherweise ziemlich gut und wir sind pünktlich um 6:20 Uhr am Morgen in Sydney

Die Realität holt uns hier relativ schnell ein, denn die Preise sind gesalzen. Eine Fahrt in die Innenstadt kostet pro Person 17 AUSD. Wir informieren uns und können dann herausfinden, dass man mit der Buslinie 400 nach Rockdale fahren und dort in die U-Bahn einsteigen kann, was wohl viel günstiger ist. Der Bus ist jedenfalls schon mal sehr günstig, denn nachdem der Busfahrer uns auf den 50 Dollar-Schein nicht rausgeben kann, nimmt er uns umsonst mit. Das kann man sich in Deutschland auch nicht so wirklich vorstellen. Die U-Bahn kostet uns dann 3,60 AUSD pro Person, also erheblich billiger als vom Airport aus.

Wir fahren ein paar Stationen bis schließlich die Durchsage kommt, dass wir nicht weiterfahren können weil der Zug vor uns einen „medical emergency“ hat. Na toll, München lässt grüßen! Ich werde schon ein bisschen nervös, weil wir nicht vorwärts kommen und ich jetzt endlich Mum & Dad treffen will. Glücklicherweise dauert es nicht so lange wie bei uns und nach rund 15 Minuten sind wir wieder im Rennen. Wir steigen an der Haltestelle Kings Cross aus, wo wir dann noch ca. 200 Meter zu Fuß zu unserer Unterkunft, das Funkhouse, laufen müssen. Wir haben ein 3-Betten-Dormroom gebucht, das wir uns mit einem Griechen namens Michael teilen. Nach einem kurzen Plausch geht es los. Bis zum Hotel von Mum & Dad sind es ca. 400 Meter die Straße hoch. Sie sehen uns schon von weiten und fallen uns um den Hals. Die Freude über das Wiedersehen ist groß und wir beschließen bei einem Frühstück erstmal die neuesten Informationen auszutauschen.

Hier ein günstiges Frühstück zu finden ist leichter gesagt als getan, denn unter 10 AUSD bekommt man hier so gut wie gar nix. Wir sind richtig geschockt über die Preise. Eine Flasche Wasser kostet 5 AUSD. (Wechselkurs momentan 1 EUR ist ungefähr 1,50 AUSD) Da vermissen wir ja gleich unseren asiatischen Standard…

Irgendwann finden wir dann doch noch ein nettes kleines Café, das humane Preise hat und so verweilen wir hier einige Zeit, ehe wir uns aufmachen, um gemeinsam die Stadt zu erkunden.

Natürlich geht es gleich mal an den Hafen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Oper und die Harbour-Bridge hat. Das Wetter ist auch traumhaft, so dass einem wunderschönen Tag nichts im Weg steht. Wir schlendern gemütlich am Darling Harbour entlang, bestaunen die Luxusjachten, die überall rumstehen und haben einen schönen Blick auf die Wolkenkratzer. Über den Dawes Point kommen wir dann unter der Brücke hindurch und gehen weiter zu The Rocks.

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Hier reservieren wir uns gleich mal einen Tisch für morgen Abend bei Wolfies Grill und dann kehren wir in einem Biergarten ein. Vorher gönne ich mir noch meine langersehnte Breze. Es gibt nicht viele Dinge, die ich bislang richtig vermisse, aber nach einer guten Breze gelüstet es mich schon seit Wochen… Das 4-Dollar-Exemplar ist zwar nicht zu vergleichen mit einer frischen original Bayerischen, aber ich bin glücklich.

Nach der Biergartenpause macht sich dann bei uns der Jetlag ein bisschen breit und wir marschieren erstmal zurück in unsere Unterkunft und rasten ein wenig, ehe wir uns noch auf die Suche nach einem günstigen Abendessen machen. Nachdem das nicht so einfach ist landen wir beim großen goldenen „M“, aber ich bin trotzdem zufrieden.

Am nächsten Morgen machen wir uns gleich am Morgen auf den Weg zur Unterkunft von Mum & Dad, um dort noch einen Kaffee zu trinken und dann wollen wir einen Ausflug nach Manly machen. Das Wetter heute ist absolut hervorragend. Die Badesachen sind auch eingepackt und so stehen wir gut ausgerüstet am Circular Quay und warten auf die Fähre. Wir sind schockiert, was die mittlerweile kostet. Wir hatten das Ticket total billig in Erinnerung,  da wir vor 5 Jahren – so meinen wir uns zu erinnern – rüber gefahren sind, weil es günstig war,  aber mit 14,80 AUSD pro Person scheint da irgendwas nicht zu stimmen.

Naja, besseres Wetter werden wir nicht bekommen, also ab nach Manly.

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Die Fähre braucht ca. 30 Minuten bis wir schließlich wieder an Land gehen. Dort laufen wir direkt in einen Aldi. Hey, endlich ein Laden, der vernünftige Preise hat. Da können wir uns gleich ein Lunchpaket mitnehmen. Mum ist dafür die Expertin. Sie versorgt uns alle 3 (Dad, Hank und mich) bestens.

In Manly wollen wir zum North Head wandern, von wo aus man wohl einen atemberaubenden Blick haben soll. Der Marsch dauert allerdings eine Weile, da sich die Strecke doch ganz schön zieht. Man muss erstmal durch die über einen Hügel und dann durch einen Park laufen. Wir kommen an wunderschönen Stränden und Buchten vorbei und überlegen, ob wir einfach so nochmal einen Ausflug nach Manly machen sollen, denn hier ist es wirklich wunderschön.

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Der Weg zum Point ist allerdings nicht ganz so einfach, denn unser Kartenmaterial kommt irgendwann an seine Grenzen und wir stehen ein wenig planlos da. Es scheint aber nicht nur uns so zu gehen. An einem Viewpoint treffen wir noch andere Touristen, die nicht weiter wissen. Allerdings ist dieser Aussichtspunkt absolut spektakulär. Die Sicht in die Stadt und auf die Bucht ist wirklich überragend oder wie wir es nennen würden „it`s adorable“. Wir stehen einfach da und sind geflashed von diesem Anblick. Dazu der strahlend blaue Himmel.

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Bei dieser Aussicht machen wir noch ein gemütliches Picknick in der Wiese bevor wir uns auf den Rückweg machen. Wir wollen noch am Manly Beach Halt machen und dann über die Fußgängerzone zurück zu unserer Fähre. Leider zieht es inzwischen wieder ein bisschen zusammen, so dass es nicht mehr ganz so schön ist und am Strand weht ein ordentlicher Wind, aber das Treiben ist trotzdem recht bunt. Viele Surfer, Schwimmer oder einfach nur Strandschläfer.

Wir nehmen die Fähre um 16:45 Uhr zurück nach Circular Quay, damit wir pünktlich um 18 Uhr bei Wolfie antanzen können. Dem Dresscode entsprechen wir mit unseren Wanderklamotten zwar nicht ganz, aber für eine Dusche und Umziehen bräuchten wir ja noch zwei Stunden länger. Der Kellner schaut zwar ein wenig verdutzt, aber er bedient uns trotzdem ganz freundlich und liefert uns Tigerprawns als Vorspeise, Baramundi und Rinderfilet, bzw. Känguru-Filet, diverse Nachspeisen und leckeren lokalen Merlot aus einem Weinanbaugebiet in Victoria. Der Blick auf die Oper versteht sich natürlich von selbst.

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An dieser Stelle möchte ich nochmal ein ganz besonderes Dankeschön an Mum & Dad aussprechen. Ein schöneres Geschenk zum 30. Geburtstag als einen spontanen Besuch in Sydney und ein dekadentes Abendessen bei Wolfies Grill hättet ihr mir nicht machen können! Da werde ich doch gerne 30!

Der ganze Tag war wirklich ein Traum und wird schön abgerundet mit dem Fotobattle, das ich mir mit Dad am Hafen liefere. Wer wird wohl die besseren Aufnahmen gemacht haben? Ergebnis wird Ende August erwartet…

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Nach einer doch recht schlaflosen Nacht für mich, holen wir Mum & Dad wieder in ihrer Unterkunft ab und machen uns dann wieder auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wir wollen zunächst zum Paddington Market, also laufen wir mal los. Querfeldein geht’s durch sämtliche Straßen, bis uns die Erkenntnis trifft, dass hier heute überhaupt kein Markt ist. Hmmm, blöd. Naja, dann gehen wir eben mal zum Allianz Stadion. Dort findet heute ein American Baseball Event statt. Tickets sind leider nicht in unserem Budgetrahmen zu erwerben, so dass ein Stadionbesuch leider ausfällt. Die Aussies scheinen aber recht begeistert zu sein von American Baseball, denn hier geht es zu wie in der Allianz Arena wenn der FC Bayern ein Heimspiel hat. Schade, dass wir uns das nicht leisten können…

Wir schlendern dann weiter über die Central Station zu Paddy`s Market. Hier scheint heute wirklich auch Markttag zu sein und so wühlen wir mal ein bisschen in den Ständen. Sind wir hier wirklich noch in Sydney? Die Preise sind ja direkt human. T-Shirts für 7 Dollar? Das ist ja fast schon Asienniveau… Da wir allerdings eh schon völlig überladen sind mit unserem Gepäck, (zur Info: Hanks Rucksack ist beim Einchecken am Flughafen in Bangkok um 5 Kilo schwerer als in München gewesen und meiner um 2 Kilo) verzichten wir auf weitere T-Shirteinkäufe.

Unsere Beine schmerzen mittlerweile auch schon ein wenig, so dass wir uns auf ein Nickerchen in Mum & Dad`s Appartement aufmachen. Bei der Gelegenheit können wir auch gleich nochmal unsere Wäsche machen.

Nach einer längeren Power-Nap tigern wir nochmal los. Wir finden tatsächlich ein Lokal, das ein Steakspecial hat. Für 10 AUSD bekommt man ein ordentliches Stück Fleisch, Pommes und Salat dazu. Hey, das ist nicht nur günstig – das ist ein wahres Schnäppchen!! Und es schmeckt auch noch!

Als Tagesabschluss wandern wir noch zum Macquarie Point, von wo aus man unmittelbar auf die Oper und die Brücke blicken kann. Ein absoluter Top-Spot. Hier fotografiere ich mit Dad wieder um die Wette.

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Wir haben eine Menge Spaß dabei und können auch ein paar wirklich gute Ergebnisse erzielen. Währenddessen verfolgt Hank mit der Kamera die unzähligen Flughunde, die hier überall rumschwirren. Irgendwann wird der Wind allerdings immer regenverdächtiger, so machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Gemächern…

Bangkok – der Kreis schließt sich

Um 6 Uhr in der Früh kommt unser Nachtbus in Bangkok an. Wir lassen uns von einem Taxi für 120 Baht zum Siam Square bringen, da wir die letzten Tage hier mit Shopping verbringen wollen. Als wir vor dem im Reiseführer ausgesuchten Hostel stehen erleben wir aber eine böse Überraschung: das angegebene Hostel gibt es nicht mehr. Es wird gerade umgebaut oder renoviert und eröffnet morgen seine Pforten. Naja, das hilft uns nichts, also gehen wir zu den nächsten Unterkünften in der Straßen. Im ersten kostet ein Zimmer aber 1200 Baht, was uns eindeutig zu viel ist und im zweiten werden wir nicht wirklich freundlich empfangen, so dass wir dem auch den Rücken kehren (der Zimmerpreis war mit 980 Baht auch nicht recht viel besser). Wir finden uns schon damit ab, eine weitere Taxifahrt in eine günstigere Gegend antreten zu müssen, als wir an der White Lodge vorbeikommen. Hier kostet uns das Zimmer nur 650 Baht und es ist gar nicht mal so schlecht. Wieder einmal stellen wir fest, dass die Tipps im Reiseführer nicht immer die besten sind.

Nachdem wir uns etwas erfrischt und ausgeruht haben brechen wir Richtung Zentrum auf. Heute steht noch kein Shopping auf dem Programm sondern eine besondere Abwechslung: wir wollen einen Meditationskurs besuchen. Als Transportmittel haben wir uns das Boot ausgewählt. Ja, richtig, wir sind mitten in Bangkok und fahren Boot. Hier gibt es viele Kanäle die die Stadt durchziehen, sogenannte Klongs, und auf einige davon verkehren Linienboote. So kommen wir für 10 Baht pro Person schnell Richtung Zentrum. Von der Zielhaltestelle wollen wir dann mit einem Tuk Tuk oder Taxi weiter Richtung Wat Mahathat, wo der Kurs stattfindet. Die ersten Tuk Tuk Fahrer rufen natürlich einen total überzogenen Preis von 200 Baht auf und wir lassen sie links liegen. Doch auch vorne an der Hauptstraße will keiner für unter 100 Baht fahren. Einige fahren sogar einfach davon nachdem wir ihnen gesagt haben wo wir hin wollen. Der Verkehr ist wohl momentan so dicht, dass eine Fahrt ins Zentrum einfach nicht lohnt. Letztendlichen akzeptieren wir dann die 100 Baht als Fahrpreis, da es zum Gehen viel zu heiß ist und wir den Kursbeginn nicht verpassen wollen.

Klong Boot
Klong Boot

Beim Wat angekommen betreten wir dann rechtzeitig Gebäude 5 und registrieren uns für den Kurs. Zum Einstieg bekommen wir ein Heftchen über die Meditationstechnik ausgehändigt und lesen uns ein. Dann werden wir von der Leiterin in den Keller geführt und es geht los mit der Praxis. Wir sollen uns ganz und gar auf das Ein- und Ausatmen konzentrieren. Beim Einatmen denken wir „rising“, weil sich der Bauch hebt, beim Ausatmen „falling“. Das sollen wir dann die nächsten 20 Minuten machen. Es ist ganz schön schwierig nichts anderes als „rising falling“ zu denken. Nach ein paar Mal schweifen die Gedanken immer irgendwie ab. Mal überlegt man was man abends noch machen will, dann denkt man noch mal an eine Situation aus dem Tagesverlauf, dann hört man wieder irgendwo was, usw. Nächste Lektion ist das Meditieren während man geht. Man setzt immer langsam einen Fuß vor den anderen, denkt nur an die Füße, die Bewegung, das zwischenzeitliche Stehenbleiben, das Umdrehen. Das ist ein wenig leichter finde ich, da man dabei wenigstens etwas tut und nicht nur rum sitzt. Allerdings schweift man als Anfänger natürlich auch hier immer wieder ab. Meine Konzentration ist endgültig hinüber, als ein anderer Kursteilnehmer sich mit geschlossenen Augen gegen die Tür meditiert. Es fällt mir sehr schwer nicht laut aufzulachen. Ihm übrigens auch seinem Gesichtsausdruck nach. Zu guter Letzt wird noch 30 Minuten im Schneidersitz mit „rising falling“ meditiert, was ich dann fast schon als körperlich anstrengend empfinde, da das Sitzen auf Dauer etwas unangenehm ist.­ Nach ca. 3 Stunden ist unser Kurs rum und wir verlassen den Tempel um eine Erfahrung reicher. Ich glaube das Meditieren kann schon Entspannung bringen, man muss das aber auch erst mal üben und sich daran gewöhnen.

Den Rückweg zu unserer Unterkunft treten wir wieder mit einem Boot an, diesmal nicht auf einem Klong, sondern auf dem großen Chao Phraya Fluss. Damit kommen wir zu einer Skytrain (=S-Bahn) Station und können von dort wiederum fast direkt zu unserer Unterkunft fahren. Zwischen Unterkunft und Bahnstation liegen aber noch die Einkaufszentren Siam Center, Siam Paragon und Siam Discovery und da kann ich Carina natürlich nicht dran vorbeischleusen. Also verbringen wir den restlichen Tag damit die einzelnen Geschäfte zu durchforsten, müssen aber leider feststellen, dass die meisten Sachen hier gar nicht so günstig sind wir angenommen haben.

Siam Center
Siam Center

Der nächste Tag ist dann komplett fürs Shopping eingeplant und wir verbringen ihn auch fast komplett im MBK. Das ist ein riesiges Einkaufszentrum mit allerlei kleinen Shops drin. Es gibt hier wirklich alles: vom T-Shirt zum maßgeschneiderten Anzug, vom Radiowecker zum 80 Zoll Plasmafernseher, vom Souvenir-Krimskrams zu Wohnzimmermöbeln. Außerdem gibt es noch gefühlte 1.000 Schuhläden. Und Carina ist auf Schuhsuche… Das läuft dann so ab: wir betreten einen Schuhladen, Carina stürzt sich auf die Regale, ich suche mir eine Sitzgelegenheit und übe „rising falling“ ;-) So verbringen wir die nächsten 8 Stunden in ein und demselben Shopping-Center, unsere Ausbeute: ein neuer Rucksack für mich, ein Dryback für eventuelle künftige Wasserausflüge und eine Schale für Carinas IPhone. Keine Schuhe. Carina ist enttäuscht.

Als wir das Gebäude verlassen ist draußen gerade die MBK-Fight-Night im Gange. So kommen wir völlig kostenlos in den Genuss einiger Muai-Thai-Boxkämpfe. Ich muss sagen die prügeln ganz schön auf sich ein. Ein Kampf wird dadurch entschieden, dass der eine dem anderen ein paar Mal das Standbein heftig wegtritt (und der andere dann irgendwann einfach nicht mehr stehen kann und raushumpelt), ein anderer durch eine rechte Gerade mit anschließendem Ellbogen mitten ins Gesicht. Also wie einem so eine Sportart Spaß machen kann bleibt mir einfach ein Rätsel. Nach den Kämpfen beobachten wir noch ein wenig den abendlichen bunten Verkehr auf Bangkoks Straßen.

Muai Thai Boxen
Muai Thai Boxen

Tja, nun ist es so weit, unser letzter Tag in Asien steht an. Wir haben noch etwas Zeit erneut ins MBK zu gehen und ein paar weitere Shops zu durchstöbern. Dann heißt es unsere Rucksäcke neu zu organisieren und aus der White Lodge auszuchecken. Bevor wir die Fahrt zum Flughafen mit dem Skytrain antreten setzten wir uns noch in ein kleines Thairestaurant und gönnen uns ein letztes Curry.

Über Thaton nach Chiang Mai

Unsere Rückreise bis nach Bangkok wollen wir ruhiger angehen lassen. Da es eine Bootsverbindung von Chiang Rai nach Thaton und von dort eine Busverbindung nach Chiang Mai gibt, wollen wir einen kleinen Abstecher machen. Einziges Problem ist, dass das Boot nur geht, wenn am Vortag eins aus Thaton angekommen ist. In unserer Unterkunft ist man uns da aber glücklicherweise gerne behilflich, so dass wir nach einem kurzen Telefonat wissen: ja, das Boot fährt. Schnell in ein TukTuk gehüpft und schon sind wir an der Bootsanlegestelle. Pünktlich um 10:30 Uhr legt das Boot dann ab. Es ist sogar recht gemütlich, denn jeder hat einen Liegeplatz. Die Fahrt dauert planmäßig 4 Stunden und geht gemütlich dahin. Ein bisschen entspannen tut mal zwischendurch richtig gut und wir genießen dabei eine schöne Aussicht.

Wir faulenzen richtig, als unser Bootsführer uns auf einmal raussprengt und uns erklärt, dass wir ein Stück zu Fuß marschieren müssen, weil er mit dem voll beladenen Boot die anstehenden Stromschnellen nicht hinaufkommt.

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Na gut, dann hüpfen wir halt raus und gehen die rund 500 Meter bis wir wieder mitgenommen werden. Es dauert nicht lange und unsere gemütliche Fahrt wird von einem ganz unangenehmen Schleifgeräusch gestört: wir gehen mit dem Boot auf dem Kiesgrund auf. Na wunderbar, das hört sich ja gut an! Der Bootsführer lässt sich davon aber irgendwie nicht aus der Ruhe bringen und so setzen wir unsere Fahrt einfach weiter fort. Als wir dann aber schließlich durch so seichtes Gefilde fahren, dass wir mit dem Boot im Boden steckenbleiben, sprengt der Fahrer uns allesamt raus und wir müssen das Boot schieben.

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Witzig, scheint aber wohl ganz normal zu sein. Kaum sind wir wieder fahrbereit, stecken wir auch schon das nächste Mal fest. Also nochmal schieben. Trotzdem erreichen wir pünktlich um 15:30 Uhr das verschlafene Nest Thaton. Hier sagt sich zwar der Fuchs und der Hase Gute Nacht, aber wir finden einen sehr schönen Bungalow und genießen einen stressfreien Nachmittag und Abend.

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Ein älterer Herr aus Berlin, der hier für die Einheimischen Gulasch kocht, hat uns erklärt, dass ein Bus nach Chiang Mai alle 1 ½ Stunden fährt und wir einfach zusteigen können. So stehen wir am nächsten Tag um 9:00 Uhr an der „Bushaltestelle“ und warten auf den Bus. Nach rund 30 Minuten kommt auch schon einer und wir fahren die 4-stündige Strecke nach Chiang Mai ohne besondere Ereignisse. Dort angekommen, nisten wir uns wieder in unserem Sumit Hotel (das Zimmer, das so viel Flair hat, wie ein Krankenhauszimmer) ein, da die Preis-Leistung eigentlich unschlagbar ist und suchen unser Lokal, das wir schon vom letzten Mal kennen auf, bevor wir uns ein bisschen durch die Shops schlagen und nochmal den Nightmarket auskundschaften. Leider ist es wieder einmal Sonntag, so dass wir auch bei diesem Besuch nicht den „normalen“ Nightmarket besuchen können, aber der Sonntagsmarkt ist auch recht schön.

Schließlich ist es dann soweit: wir müssen unsere Rückfahrt nach Bangkok antreten. Da wir uns für die Nachtbus am nächsten Tag entschieden haben, müssen wir erst noch einen Tag in Chiang Mai totschlagen. Hank lässt sich nicht von seiner Tempelbesichtigungsfreude abbringen, während ich mittlerweile einen ziemlichen Tempel-Overload habe und eigentlich mit den Wats fürs erste fertig bin. So läuft es dann drauf hinaus, dass wir getrennte Wege gehen. Mein Weg führt in ein nettes Café zu einem leckeren Cappuccino und Hanks Weg führt zu den Buddhas. Auf seinen Fotoerrungenschaften kann ich dann erkennen, dass ich meine Zeit nicht in Kaffee fehlinvestiert habe.

Gegen 18 Uhr fahren wir dann zum Arcade Busbahnhof, wo wir unser Ticket für den Bus kaufen. Leider geht dieser erst um 21:30 Uhr, da wir nicht um 4 Uhr in der Nacht in Bangkok stehen wollen, aber im Zeit rumbringen sind wir mittlerweile schon richtige Spezialisten. Wir haben den gleichen Bus gebucht, wie vor 9 Wochen nach Pattaya, da der sehr gemütlich war und auch diesmal werden wir nicht enttäuscht. Die Nachtbusfahrt ist absolut gemütlich und komfortabel.

Chiang Rai

Da wir von der Reise im Nachtbus doch ziemlich geschafft sind buchen wir an der Grenze gleich mal ein VIP-Bus-Ticket nach Chiang Rai für 300 Baht. Das ist zwar sicher 150 Baht zu teuer, aber wir haben gerade keinen Nerv für die Tuk Tuk Fahrt zum Busbahnhof und dann Preise vergleichen. Dafür ist der Bus echt komfortabel. So einer für die letzte Fahrt wäre sicher nicht verkehrt gewesen. In Chiang Rai geht es dann im Song Thaew vom Busbahnhof in die City. Mit an Bord sind noch drei ältere Kanadier, von denen einer mal für 3 Jahre auf einer kanadischen Militärbasis in Deutschland war. Kanadische Militärbasis? In Deutschland? Ahja, interessant.

Nachdem wir uns im Jansom Guesthouse eingemietet und uns etwas ausgeruht haben, brechen wir noch auf, Chiang Rai etwas zu erkunden. Dabei kommen wir erst an einem goldenen Uhrenturm mitten auf einer Kreuzung vorbei und stehen dann auch schon im Markt. Nachdem wir die einzelnen Gänge abgeklappert haben und wieder ins Freie gefunden haben, gehen wir nach einem kurzen Zwischenstopp-Tempel weiter zum Wat Phra Kaew. Hier wurde vor ein paar hundert Jahren der Smaragd-Buddha gefunden, der nun in Bangkok steht und die meist verehrte Buddha Figur überhaupt ist. Bis zu seinem Fund war er in der Stupa des Tempels verborgen und nur ein Blitzeinschlag hat ihn ans Tageslicht gebracht. Die Tempelanlage ist sehr schön hergerichtet, überall bunte Pflanzen und Zierrat. Besonders gut gefällt mir das Museum, in dem viele schöne Buddha Figuren ausgestellt sind. In einem extra Gebäude ist eine Replik des Smaragd-Buddhas ausgestellt. Vor dem Gebäude ist ein Teich in dem dutzende Wasserschildkröten herumschwimmen. Die werden hier als Zeichen für langes Leben gesehen und haben wohl auch einen besonderen Status (obwohl ich sie hier auch schon auf der Speisekarte gesehen habe…).

Wat Phra Kaew
Wat Phra Kaew

Nach dem Tempel wollen wir weiter ans Flussufer. Der Fluss entpuppt sich aber an dieser Stelle als fast ausgetrockneter Nebenarm und der Anblick ist nicht wirklich toll. Also drehen wir wieder um und schlendern zurück Richtung Unterkunft. Unterwegs kommen wir an einem kleinen Friseursalon vorbei und da ich einen Haarschnitt vertragen kann, wagen wir uns da nach kurzem Zögern rein. Mr. Pon, seit 1989 im Geschäft, macht seine Sache aber sehr gut und so habe ich 15 Minuten später wieder einen Kurzhaarschnitt. Carina und ich sind zufrieden, Mr. Pon nicht. Also muss ich noch mal kurz auf den Stuhl, damit er sein Werk vollenden kann. Danach entlässt er mich aber ;-)

Auf dem weiteren Rückweg informieren wir uns über das Angebot an Tagestouren. Nachdem wir ein paar Angebote auf Preise und Leistungen verglichen haben sitzen wir schließlich bei einem Herrn namens Kitt Tiger im „Büro“ und buchen den morgigen Ausflug: White Temple, Black House, Long Neck Village, Monkey Cave, Mittagessen, Grenzmarkt bei Myanmar, Goldenes Dreieck, Opiummuseum und Wat Chedi Luang. Volles Programm von 8:30 – ca. 17:00.

Bevor wir in unser Zimmer zurückkehren besuchen wir noch den auf dem Weg liegenden Night Market. Der ist auf jeden Fall sehenswert und wir verbringen einige Zeit beim Durchstöbern der verschiedenen Stände. Es gibt hier auch zwei Show-Bühnen und wir können eine thailändische Tanzgruppe beobachten. Schließlich gibt es auch noch eine riesige Food-Corner mit allerlei lecker aussehenden Angeboten an den Ständen. Ich ärgere mich fast ein wenig, dass wir schon gegessen haben *g*

Am nächsten Morgen werden wir um kurz nach halb 8 aufgesammelt. Wir öffnen die Schiebetür zum Minivan und wer sitzt drin? Die Kanadier von gestern! Wir lachen alle und begrüßen uns fröhlich. Dann geht die Fahrt auch schon los, wir sind die einzigen Teilnehmer an der Tour.

Kurze Zeit später stehen wir auch schon am weißen Tempel. Der wurde 1997 von einem millionenschweren Künstler gebaut. Für die komplette Fertigstellung har er 70 Jahre veranschlagt. Er verfolgt mit dem Bau aber keine kommerziellen Ziele, sondern wollte einfach nur einen Tempel zu Ehren des Königs bauen. So hat es auch ein paar Jahre gedauert, bis sich die Kunde von dem Tempel unter den Touristen verbreitet hat. Aber jetzt ist es in Chiang Rai das Must-have-seen überhaupt. Der Anblick eines komplett weißen Tempels haut uns einfach um. Das ist einfach mal was komplett anderes. Die zweite Besonderheit neben der Farbe sind die Skulpturen der Anlage. Dazu erst eine weitere Erklärung: die Anlage ist so aufgebaut, dass man zuerst die Hölle durchquert und dann über eine Brücke in den Himmel (=der Tempel) kommt. Deswegen müssen alle denselben Weg nehmen, man darf nicht zurück vom Himmel in die Hölle. Und die Hölle ist bevölkert von Dämonenstatuen und allerlei höllischem Zeug. U.a. findet sich hier auch eine Predator-Figur auf dem gleichnamigen Schwarzenegger-Streifen. So eine hätte ich hier nicht erwartet. So durchqueren wir staunend die Hölle und betreten den Himmel. Der lässt uns gleich noch mehr staunen. Das Innere des Tempels ist mit reichlich Wandmalereien verziert. In einer davon wimmelt es dann nur so von Hollywood Figuren: Spiderman, Batman, Superman, Darth Vader, Jabba the Hutt, Freddy Krüger, Captain Jack Sparrow und sogar Harry Potter sind neben anderen vertreten. Das Gemälde sieht echt super aus. Leider darf man keine Fotos davon machen. So durchqueren wir auch den Himmel und kehren wieder in irdische Gefilde (=unser Minivan) zurück.

White Temple
White Temple

Wir setzen unsere Sightseeing-Tour zum Black House fort. Wieder bekommen wir von unserem Guide Pon vor der Besichtigung eine gute Erklärung was vor uns liegt. Es handelt sich nicht um ein Haus, sondern vielmehr um eine Anlage mit 43 Häusern bzw. Gebäuden. Sie ist Privateigentum eines Künstlers (ein anderer als der vom White Temple) und er bewohnt einen Teil der Häuser noch selbst, weswegen dieser Teil auch für Besucher gesperrt ist. Erst vor wenigen Jahren wurden überhaupt welche zugelassen. Da der Künstler in seinen Bildern sehr viel mit Tieren arbeitet hat er eine große Anzahl von Tierkadavern bzw. diversen Tierteilen angesammelt, angeblich um sie für die Bilder studieren zu können. Insgesamt sollen hier über 50.000 einzelne Stücke in den Häusern sein. Wow, das ist schon ne ganze Menge! Als wir durch die Häuser gehen sind die Tier-Exponate auch nur schwer zu übersehen: ein gewaltiger Tisch ist mit Schlangenhaut geschmückt, auf einem anderen liegen ein ganzes Krokodil und Katzenfelle, die Wände sind geschmückt mit Pfauenfedern, die Sitzmöbel bestehen aus Büffelhörnern und so weiter und so weiter. Irgendwie faszinierend, irgendwie aber auch ganz schön krank. Aber auf jeden Fall sehenswert, wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

BlackHouse
BlackHouse

Als wir wieder im Van sitzen sind wir uns alle fünf einig, dass sowohl der weiße Tempel, als auch die schwarze Haus absolute Highlights sind, deren Wirkung man aber nur schwer beschreiben kann. Man muss einfach davor stehen und das selber sehen. Nächster Stopp soll das Long-Nack-Village sein. Dort leben Frauen, die um ihren Hals jede Menge Ringe tragen und der dadurch auf Dauer sehr gedehnt wurde. Da der Eintritt in das Dorf aber 300 Baht pro Person extra kostet sind wir uns schnell einig, dass wir da nicht halten müssen und gleich zur nächsten Station, der Monkey Cave fahren können. Gesagt, getan, und so stehen wir bald darauf vor einer in einer Tempelanlage herumlungernden Affenbande. Sie halten sich hier auf, da innerhalb von Tempelanlagen keine Tiere – und auch keine Pflanzen – getötet werden dürfen. Sie sind hier also sicher und werden auch noch gefüttert. Man kann hier auch noch 205 Stufen zu einer Höhle hochsteigen in der einige Buddha-Figuren stehen.

Jetzt ist es erst mal Zeit für das in der Tour inbegriffene Mittagessen. Wir rechnen mit einem Teller Nudelsuppe oder etwas Reis mit Beilagen, aber weit gefehlt: wir stehen unverhofft vor einem großen Buffet. Da schlagen wir dann auch gut zu. Auch Pon sitzt mit uns am Tisch und erzählt uns Geschichten. Dann muss er plötzlich abbrechen und fängt fast an zu weinen. Stellt sich raus, dass die Suppe für die Thais außerordentlich scharf ist heute. Hihi, schon lustig, fünf Touris und ein Thai am Tisch und der Thai verträgt die Schärfe nicht. Na gut, ich gebe zu, dass mich seine Suppe wahrscheinlich auf der Stelle umbringen würde, aber ein bisschen Schadenfreude wird ja noch erlaubt sein ;-)

Nächster Stopp ist dann Mae Sot, dem nördlichste Ort Thailands, inklusive entsprechendem Touristen-Foto-Schild. Außerdem sind hier ein Grenzübergang nach Myanmar und ein großer Markt. Naja, außer ein wenig durch die Shops schlendern kann man hier nicht viel machen. Also geht es bald weiter zum Goldenen Dreieck. Hier stehen wir dann auch wieder vor einem Schild wie vorhin. Von einem Viewpoint aus sieht man nach Myanmar und Laos, man steht also an einem Drei-Länder-Eck. Ja, auch das ist ganz nett, haut uns aber nicht aus den Socken. Über eine alte Tempelanlage geht es dann zurück zum Minivan und wir fahren weiter zum Opium Museum. Da das aber auch wieder extra Eintritt kostet und wir nicht unbedingt Lust haben zig englische Erklärungstafeln durchzulesen lassen wir das kurzerhand auch ausfallen. Stattdessen werden noch mal die Shops hier durchstöbert, leider ohne was Schönes zu finden.

Also peilen wir bald den letzten Stopp der Tour an, den Wat Chedi Luang in Chiang Saen. Hm, hier ist leider auch nicht viel zusehen, außer einem ziemlich verfallenen Chedi. Der Rest des Tempels wird gerade wiederaufgebaut, nachdem man das Fundament verstärkt hat. Aber diesmal kommt Pon mit uns in den Tempel und erklärt einiges. Er zeigt uns auch wie man aus den großen Gongs einen Ton rausholen kann indem man mit den Handflächen schnell über die Mitte streicht. Klappt bei uns Anfängern aber nicht annähernd so gut wie bei ihm. In einem Zelt sind alle Buddha Figuren aus dem Tempel für die Zeit des Wiederaufbaus untergebracht. Hier kommt Pon dann ins plaudern und erzählt uns viel über den Buddhismus. Wir sitzen dann zu sechst im Kreis und kommen uns ein wenig vor wie seine Schüler. Er beantwortet alle unsere Fragen und erzählt noch vieles mehr. Wir freuen uns sehr über seine Lektionen und bedanken uns bei ihm für seine guten Beschreibungen, da meint er „ich muss das ja können, immerhin war ich mal Mönch“. Uns klappt allen die Kinnlade herunter und wir sind sehr verdutzt, da schiebt er vergnügt nach „aber nur 17 Tage“ und lacht. Äh ja, alles klar. Es stellt sich heraus, dass wohl ein sehr großer Anteil der Thailänder mal kurzzeitig Mönch wird, um die Eltern segnen zu können oder sowas in der Art (habe ich nicht genau verstanden).

Buddhismus Unterricht
Buddhismus Unterricht

Schließlich kehren wir wieder zum Van zurück und nach einem Blick auf die Uhr, es ist inzwischen 18:30, meint Pon: „deswegen gehe ich normalerweise nicht mit zu den Sehenswürdigkeiten, da verquatsche ich mich immer“. Aber er scheint nicht unglücklich zu sein, sondern hat immer noch ein Lächeln im Gesicht. So werden wir also gegen 19:30 wieder bei unserer Unterkunft abgesetzt. Wir haben nicht erwartet, dass dieser Ausflug so ein tolles Erlebnis wird. Das lag zwar in erster Linie an der Gesellschaft der drei Kanadier sowie unserem Guide Pon, aber auch der White Temple und das Black House sind absolut empfehlenswert. Die restlichen Ziele der Tour muss man nicht unbedingt ansteuern.

Laos – eine Zwischenbilanz

Es gibt auch wieder einige spannende Fakten zu unserem Aufenthalt in Laos, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

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Zunächst natürlich wieder das Wichtigste: der Kassensturz

Die Währung in Laos ist Kip. Wir haben sie zu einem Wechselkurs von 10.768 Kip pro EUR gekauft.

Insgesamt waren wir 25 Tage in Laos und haben insgesamt 14.664.800 Kip (= 1.361,90 EUR) ausgegeben. Das macht 7.332.400 Kip (= 680,95 EUR) für jeden von uns.

Die Ausgaben unterteilen sich wie folgt:

1.700.000 Kip (= 157,88 EUR) für Unterkünfte

4.176.000 Kip (= 387,82 EUR) für Verpflegung

1.601.000 Kip (= 146,68 EUR) für Transport

5.418.000 Kip (= 503,16 EUR) für Ausflüge

1.769.800 Kip (= 164,36 EUR) für sonstiges

Wir kommen auf ein durchschnittliches Tagesbudget von 586.592 Kip (= 54,48 EUR). Also pro Person 293.296 (= 27,24 EUR). In dieser Rechnung ist der Tree Top Explorer enthalten, der unseren Schnitt etwas nach oben treibt.

Wir haben auch in Laos mit einem Tagesbudget von 30 Euro pro Person kalkuliert, damit liegen wir noch immer ganz gut in unserer Finanzplanung.

Spannend ist auch die Auswertung unseres Transportes:

Wir haben in Laos folgende Fortbewegungsmittel benutzt:

Minibus, Localbus,  Fahrrad, Longtailboat, Tuk Tuk, Roller, VIP-Bus und natürlich zu Fuß.

Wir haben im Land eine Gesamtstrecke von 2.143 km zurückgelegt. Sämtliche Kurzstreckenfahrten sind hierin der Einfachheit halber nicht erfasst.

Wir haben insgesamt 51 Stunden und 22 Minuten im Bus verbracht und 7 Stunden und 27 Minuten auf den Bus gewartet.

Persönliche Auswertungen:

 Carina hat einen weiteren Krankheitstag hinter sich, während Hank eher eine Krankheitsnacht zu vermelden hat. Sonnenbrand haben wir uns in Laos beide keinen zugezogen. Mückenstichen haben wir wieder unzählige abbekommen. Tränen sind glücklicherweise auch noch keine geflossen und es ist uns in Laos kein Gepäckstück abhanden oder kaputt gegangen. Im Bücherlesen ist Hank beim fünften und Carina beim sechsten.

Interessante Fakten zu unseren Unterkünften:

Wir waren insgesamt in 11 verschiedenen Unterkünften, mussten 2 mal kalt duschen, weil kein Warmwasser vorhanden war und hatten 1 Mal kein W-LAN in unserer Unterkunft.

Beste Unterkunft: White Orchid Guesthouse, Phonsavan

Schlechteste Unterkunft: Dok Khom Guesthouse, Phonsavan

Teuerste Unterkunft: Daoving 2 Hotel, Pakse, 130.000 Kip

Billigste Unterkunft: Dok Khom Guesthouse, Phonsavan, 50.000 Kip

Kameraauswertung:

Wir haben nach erster Selektierung insgesamt 2.071 Fotos gemacht und 24 Videos gedreht.

Nahrung:

Wir haben uns während unseres Aufenthalts in Laos großteils von Localfood ernährt. Hier bekommt man für vernünftiges Geld gutes Essen.

Teuerstes Essen: (jeweils 2 Gerichte und 2 Softdrinks) Vientiane: 1x Pizza + 1x Pasta Frutti di Mare + 2 Softdrinks = 150.000 Kip (Carinas Geburtstagsessen mal ausgenommen)

Billigstes Essen: (jeweils 2 Gerichte und 2 Softdrinks) Nong Khiao, Coconut Beergarden: 2x Pad Thai + 2x Softdrink = 46.000 Kip

Bestes Essen: Carina: Red Curry mit Chicken bei Pizza Luang Prabang, Hank: Schnitzel mit Bratkartoffeln bei Mr. Kaz in Vang Vieng

Schlechtestes Essen: Carina: Fried Rice mit Chicken auf Don Khone, Hank: 10.000 Kip-Buffet in Luang Prabang

Bierranking:

Ein Bierranking erübrigt sich in Laos, da hier nur eine Biersorte getrunken wird, nämlich Beerlao. Es ist nicht das beste Bier, aber es lässt sich durchaus trinken.

Sonstiges:

Während unseres Aufenthaltes hat es 1 Mal geregnet und unser extremster Moment war unser Rollerzwischenfall in Vang Vieng.

Wir haben aus Laos 7 Blogeinträge veröffentlicht. Während unseres Aufenthaltes haben wir 8 andere Langzeitreisende (länger als 4 Monate unterwegs) getroffen. Wir haben uns den Wecker 1 Mal vor 6 Uhr gestellt.

Unser Gesamtfazit zu Laos:

Wir hatten eine ungefähre Vorstellung davon, wie es in Laos aussehen würde: das Land ist durchweg grün, es gibt jede Menge Reisterrassen, viele tolle Hikes und natürlich dreht sich alles um den Mekong. Da wir allerdings während der bereits seit einiger Zeit anhaltenden Trockenzeit das Land besucht haben, war die Farbe grün leider nicht die Dominierende. Die vielen Reisterrassen lagen brach und die Pflanzenwelt war auch in erster Linie relativ ausgetrocknet. Dennoch hatte das Land viele Reize. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, der gigantische Mekong fasziniert jedes Mal aufs Neue, an Aktivitäten mangelt es hier nicht und auch das Essen ist gut. Es gibt zahlreiche Busverbindungen in alle Richtungen, allerdings sind die Straßen in Nordlaos ein richtiges Abenteuer. Auch wenn es nicht ganz günstig ist, sollte man sich den Spaß der Gibbon Expierince bei Houay Xay oder wie wir den Tree Top Explorer bei Pakse nicht entgehen lassen. Das Ziplining ist eine Riesengaudi und das Schlafen in den Baumhäusern ein Erlebnis für sich. Die 4000 Inseln sind ein wunderbarer Ort um einfach zu entspannen und sich ein bisschen zu erholen und das Unesco Weltkulturerbe Luang Prabang bietet schöne Tempel, nette Gässchen, herrliche Wasserfälle, einen eindrucksvollen Nightmarket und ein reichliches Angebot an westlichem Essen.

Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Laos, haben uns zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt und können es nur jedem weiterempfehlen.