Lopburi – die Affen sind los

Wir entscheiden uns, von Ayutthaya für 13 Baht (ca. 30 Cent) mit dem Zug nach Norden bis nach Lopburi zu fahren. Lopburi ist eine der ältesten Städte in Thailand und erlangte Ende des 10. Jahrhunderts als Sitz des Vizekönigs über die alten Reichsgrenzen hinaus Bedeutung. Die Tempelanlagen dort stammen aus dem Einfluss der Khmer-Kunst, da die Stadt von den Khmer erobert wurde.

Das wird unsere erste Erfahrung mit der thailändischen Bahn. Da wir beide als Pendler langjährige Erfahrung mit der Deutschen Bahn haben, sind wir einiges gewöhnt. Dass der Zug mit einer Verspätung von rund 35 Minuten einfährt beeindruckt uns herzlich wenig und auch die Tatsache, dass der 3. Klasse-Wagon nicht klimatisiert ist, kann uns nichts anhaben – immerhin kann man hier die Fenster aufmachen, so dass man den Fahrtwind genießen kann. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit kommen wir in Lopburi an. Da wir keine Ahnung haben wo es zu dem von uns angepeilten Hostel geht, springen wir in die bereitstehenden Rikshas und lassen uns hintreten. Hätten wir gewusst, dass wir nur zweimal abbiegen müssen, hätten wir uns die 40 Baht (1 Euro) sparen können… :-)

Wir checken für 300 Baht in unsere Unterkunft ein und machen uns auch gleich auf Erkundungstour. Wir schlendern zum Narai Palace und machen erstmals auf unserer Tour eine Museumsbesichtigung. Naja, denken wir uns, das Eintrittsgeld hätten wir auch sinnvoller anlegen können. Wir drehen eine Runde und visieren dann den Affentempel an. Wir sind noch nicht mal dort, da wurlt es schon von diesen kleinen Pavianen. Kreuz und quer springen sie rum, über Hochleitungen, Ampeln und Verkehrsschilder. Die Stadt hat offensichtlich ein Affenproblem… Aber anstatt sich über die Affenplage zu ärgern, füttern die Einheimischen die Tierchen sogar noch. Gut, die werden schon wissen, dass die meisten Touris hauptsächlich wegen den Affen in der Stadt anhalten, denn sonst gibt es hier nicht besonders viel zu sehen.

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Am Tempel dann passiert genau das, wovor ich am meisten Angst habe. Hank wird von hinten von einem Affen angesprungen und ehe er sich versieht, hat er ihn auf der Schulter sitzen. Oh Gott, ich wäre wahrscheinlich augenblicklich mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen, so schreckhaft wie ich bin… :-) Hank hingegen ist mal wieder begeistert von dem tierischen Besuch und schließt Freundschaft. Mitten auf der Kreuzung entdecken wir einen Affen, der auf einen Pickup-Lader springt und die Ladefläche plündert. Völlig ungeniert fährt er mit den Mönchen, die vorne in der Fahrerkabine sitzen, mit. Echt witzig.

Leider gibt es ansonsten hier nicht allzu viel zu erleben, so dass wir uns entscheiden, die Fahrt in nördliche Richtung bereits morgen fortzusetzen. Allerdings genehmigen wir uns vorher noch einen Besuch des Nightmarkets und der ist eigentlich wirklich ziemlich cool. Ich trau mich auch erstmals wirklich an das „real streetfood“ ran, auch wenn noch ein bisschen zögerlich, aber die gegrillten Fleischspieße schmecken mir dann doch auch sehr gut. Den Abend lassen wir dann bei einem Bierchen und guter Musik ausklingen…

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