In nicht mal mehr 7 Wochen sind wir weg – Stand: 19.11.2013

Die Zeit schreitet gut voran. Hank muss noch 11 Tage arbeiten und ich noch 21, wobei schön langsam schon ein bisschen Überwindung erforderlich ist. Die Vorfreude und der Wunsch endlich loszustarten ist einfach nicht mehr zu leugnen. Aber wir versuchen dennoch, uns die letzten Tage noch aufzuraffen.

Einen ersten Rückschlag haben wir hinsichtlich der Wohnungsvermietung auch schon einstecken müssen. Wie sich herausstellt, ist es gar nicht so einfach einen vernünftigen Zwischenmieter für 1 Jahr zum guten Preis in unmittelbarer Stadtnähe zu finden. Hierbei liegt die Betonung ganz klar auf dem Wort „vernünftig“. An Anfragen mangelt es nicht, nur meistens scheiden diese schon allein deshalb aus, weil sie nur aus 3 Wörtern bestehen und diese auch noch grammatikalisch völliger Nonsens sind. Liegt das an uns? Haben wir zu viele Vorurteile? Ich denke eigentlich, dass man von einem seriösen Mieter schon erwarten kann, dass dieser zumindest seine Anfrage – und wenn sie ohnehin nur aus 3 Wörtern besteht – in einem astreinen Deutsch abschicken sollte, von den üblichen Höflichkeitsfloskeln mal ganz abgesehen… Naja, wir lassen uns nicht draus bringen. Wenn wirklich alle Stricke reißen, steht sie lieber leer, als dass wir einen Parasit einziehen lassen…

Ansonsten haben wir inzwischen schon die ersten 5 Spanischlessons hinter uns und wir bewegen uns in Unidad 2. Heute kommen wir stundenmäßig schon bei der Halbzeit an. Gut, die Fortschritte sind noch keine Quantensprünge, aber wenigstens macht der Kurs Spaß und wir gehen gerne hin. In den nächsten 3 Wochen werden wir hoffentlich noch ein paar wichtige Basics lernen, so dass wir dann in Buenos Aires nicht nochmal komplett von 0 anfangen müssen…

Die restliche Vorbereitung, die wir noch erledigen müssen, beschränkt sich eher auf Kleinkram: Reiseapotheke zusammenstellen, letzte Impfsession, Unterlagen für die Homebase zusammenstellen, etc. und natürlich der persönliche Gang zum Arbeitsamt, wobei wir den – muss ich ehrlich gestehen – schon ein bisschen rauszögern. Naja, da müssen wir wohl durch – Bericht folgt, sobald uns die Muse gepackt hat.

Wir kommen unserer Reise immer näher… – Stand: 04.11.2013

An dieser Stelle möchte ich mich einmal darüber auslassen, in was für einer undurchsichtigen und unverständlichen Bürokratie wir in Deutschland eigentlich leben…

Da weist uns die Bundesagentur für Arbeit darauf hin, dass wir unbedingt im neuen Jahr mindestens einen Tag für den Arbeitsmarkt verfügbar sein sollen, damit wir keine Ansprüche verlieren, also buchen wir unsere Flüge selbstverständlich dementsprechend. Aufgrund der Feiertags- und Wochenendkonstellation im neuen Jahr bekommen wir den günstigsten Tarif erst am 7.1., so dass wir zwischen dem Beendigungstermin unserer Arbeitsverhältnisse und dem Abflug noch genau 6 Tage haben… und wer hat damit ein Problem? Bingo, die Krankenkasse hängt sich daran auf! Zum Glück ist die Dame bei der Krankenkasse sehr freundlich und hilfsbereit und wir finden gemeinsam eine Kompromisslösung, aber trotzdem hab ich das Gefühl im falschen Film zu sein.

Soviel dazu. Zurück zur eigentlichen Vorbereitung:

Wir waren bereits bei der ersten Impfrunde für Japanische Enzephalitis und Tollwut, sowie bei der Impfung gegen Gelbfieber.  Am Mittwoch geht’s auch schon weiter. Krass, was sowas kostet. Wir sind ja nur froh, dass wir viele Impfungen schon für frühere Reisen gemacht bzw. aufgefrischt haben, denn für eine Weltreise kann man wirklich sagen, dass man ALLES braucht…

Die ersten potentielle Interessenten für unsere Wohnung waren auch schon zur Besichtigung da. Na hoffentlich entscheidet sich jemand für uns. Ein Problem weniger wäre nicht schlecht. Ansonsten müssen wir am Wochenende mal anfangen, die Wohnung auszuschreiben.

Passfotos haben wir gemacht, neue Kreditkarten sind beantragt und diverse Vertragskündigungen sind unterwegs und morgen beginnt der Intensiv-Kurs Spanisch bei der VHS.

Eins möchte ich an dieser Stelle noch loswerden:

Ich bin echt froh, dass wir uns zuerst entschieden haben, die Reise zu machen und das Wesentliche in die Wege geleitet haben, bevor wir uns näher damit befasst haben, was wir alles organisieren müssen, sonst hätte man sich vielleicht nochmal überlegt, ob man sich das alles antun will. Aber ist der Punkt of No Return – das ist bei Kündigung des Arbeitsvertrages und Buchung der Flüge definitiv der Fall – erstmal überschritten, dann muss man einfach durch! :-)