12.02. Springbok

Ich wache etwas gerädert auf: im Zelt herrscht bereits eine Affenhitze und ich bin ein paar mal wegen LKWs auf der Hauptstraße aufgewacht. Naja was solls, erstmal frühstücken. Danach Zelt abbauen und los gehts Richtung Norden. Nach ca. 100 km machen wir einen kleinen Abstecher: laut Flos Reiseführer gibt es hier einen sehenswerten Köcherbaumwald und einen Wasserfall. Der Wald muss ganz in der Nähe sein. Wir fahren und fahren aber von einem Wald ist nix zu sehen. Dafür reihenweise abgeklebte BMWs. Die testen hier wohl Hitzebelastung – und es ist gut heiss!

An der Stelle wo der Wald sein sollte sind wir längst vorbei. Naja, dann halt zu den Wasserfällen. Unterwegs dorthin steht dann doch noch ein Wegweiser Wald. Wurde wohl falsch eingezeichnet. Auf dem Parkplatz bei den Fällen ist außer uns keine Menschenseele. Dafür entdecken wir ein Rudel Paviane. Diese ergreifen auch gleich schreiend die Flucht. Mit unseren Kameras und Stöcken bewaffnet nehmen wir die Verfolgung auf. Die Affenbande klettert durch eine kleine Schlucht und beobachtet  uns von der anderen Seite aus. So können wir ihnen auch ganz gut zuschauen. Nachdem wir uns satt gesehen haben suchen wir den Wasserfall. Doch der hat scheinbar Sommerurlaub: außer einer kleinen Pfütze gibts hier kein Wasser.
So nehmen wir wieder die Suche nach dem Wald auf. Leider erfolglos. Wir finden ganze vier Köcherbäume. Zählt eher nicht als Wald. Also drehen wir um und fahren zurück zur Hauptstraße und geben Gas Richtung Namibia. Da die Waldsuche aber ziemlich viel Zeit gefressen hat schaffen wir es nur noch bis Springbok und suchen uns dort einen Campingplatz.
Während der Flo den Grill anschmeißt bauen die Mädels unsere Dachzelte auf. Ich sehe mich inzwischen etwas auf dem Platz um und entdecke zwei kleine Fuchsmangusten (eine Art Mungo) auf Raubzug: der Nachbar hat seine Vorräte unbewacht stehen lassen. Nachdem die Viechers eine Tüte mit Eiern geplündert haben ziehen sie ab. Kurze Zeit später sind sie aber schon wieder da und wir locken sie mit etwas Brot an. Sehr putzig.
Es wird recht bald dunkel und wir packen das Stativ für Carinas Kamera aus, um ein paar Fotos von den Sternen zu machen. Klappt mit der Langzeitbelichtung auch ganz gut. Danach noch ein Versuch: die Kamera ins Dunkel richten und dort mit der Taschenlampe etwas zeichnen oder schreiben. Ist gar nicht so einfach, aber für unsere Namen, ne Blume und eine Auto reichts.

11.02. Die Tour mit dem Jeep beginnt

8:00 Uhr: Der Wecker klingelt. Habseligkeiten werden gepackt und das Frühstück kann auf der Dachterasse eingenommen werden. Das Wetter scheint sich wieder zu bessern, denn immerhin können wir schon mal im Freien frühstücken. Das ist schon angenehmer. Um a. 9:30 Uhr sind wir bereit zu Auschecken. Wir melden uns nochmal bei Guido und Henk, die gleich noch ein Foto von uns machen möchten, da wir die ersten Probanden in der neuerworbenen Hütte sind und damit einen besonderen Stellenwert haben. Unsere Bewertung wird auch im Internet veröffentlicht. Klingt spannend!

Gegen 10:00 Uhr sind wir dann startklar um mit dem kleinen Fahrzeug zum Flughafen zu fahren und das große Gefährt abzuholen. Zuvor müssen wir allerdings erstmal den Britz-Vermieter finden, was gar nicht so einfach ist. Vor allem weil der ziemlich versteckt ist und wir nur mehr oder weniger zufällig die Station finden. Aber immerhin, wir sind da und bereit eine ca. 1 1/2 Ständige Einweisung in den Nissan über uns ergehen zu lassen. Wahnsinn, was es da alles zu beachten gibt. Schön langsam wird es zeitlich eng, weil wir den kleinen Wagen auch noch abgeben müssen. Puh, Gott sei Dank, sind wir um 12:30 Uhr endlich fertig und Hank und ich fahren voraus, um den Wagen abzugeben, während Flo und Marion im Jeep hinterher fahren. Nachdem wir den kleinen Flitzer los sind, ist unser erstes Ziel der Table View am Blauberg Strand. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Tafelberg, die Stadt Kapstadt und das Meer. Die Kamera hat mal wieder einen Großeinsatz :-). Hier ist es schon sehr schön. Bevor es weiter gehen kann, gibt es erstmal eine Brotzeit und dann müssen wir einkaufen. Zum Glück ist unweit entfernt ein großer Supermarkt in dem wir uns Wasser-, Nudel- und Bortvorräte, sowie sämtliche andere notwendige Lebensmittel beschaffen können. Cappuccino können wir bei dieser Gelegenheit auch noch schnell trinken und schon kann die Fahrt in Richtung Namibia endgültig losgehen.

Es ist ja mittlerweile doch schon 14:00 Uhr – da kann man schon mal losfahren. Die Fahrt verläuft unspektakulär, wir machen gut Strecke, aber irgendwann wird es doch spät und wir sollten mal einen Campingplatz ansteuern. Leider finden wir jedoch keinen. Im Örtchen Clanwilliam gehen wir davon aus, dass wir fündig werden würden. Tja, leichter gesagt. Zum Glück können wir uns in einem Supermarkt durchfragen und stellen fest, dass ganz in der Nähe ein famous Camp Site ist. Juhu! Wir finden den Platz gleich und sind erstaunt über den Preis: 13 EUR für alle zusammen. Das ist mal günstig! Am Zeltplatz bauen wir erstmals unser Übernachtungslager auf. Geht eigentlich ganz einfach, aber sieht echt abenteuerlich aus. Ich mach mich gleich mal an die Zubereitung des Abendesses: Nudeln mit Tomatensoße, ehe wir uns mit einem Gläschen Wein gemütlich zurück legen und den Abend ausklingen lassen…

10.02. Kapstadt – City und Lions Head

Das Wetter schaut heute schon wieder besser aus als gestern. Es ist zwar nicht sonnig sondern bewoelkt, aber das ist ja immer noch besser als Regen

Gegen 10 Uhr starten wir in die Innenstadt, um evtl. ein wenig zu shoppen und uns umzusehen. Aber wir haben irgendwie nicht damit gerechnet, dass hier am Sonntag auch alles zu hat. Wir laufen also durch komplett ausgestorbene Strassen und wissen nicht so recht was wir davon halten sollen. Also erstmal zum Green Market (dort gibt es viele kleine Staende mit Souvenirs aller Art fuer Touris), der wird ja sicherlich offen haben. So ist es dann auch. Wir streunern in den kleinen Gaesschen herum und von allen Seiten werden uns diverser Nippes angeboten. Ich habe zwar was in Hinterkopf zum Kaufen, aber das darf man natuerlich nicht allzu offen zeigen. An einem Stand sehe ich dann das Objekt der Begierde: eine Schnitzerei mit den “Big Five” (Elefant, Bueffel, Nashorn, Loewe, Leopard) zum an-die-Wand haengen. Neben die Mitbringsel aus Mexiko und Thailand. Als ich nach dem Preis frage hauts mich aber fast aus den Socken: 1500 Rand, also fast 150 Euro.  Da hilft wohl auch alles Feilschen nix. Naja, vielleicht findet sich ja noch irgendwann während der Reise ein ähnliches Teil zu nem annehmbaren Preis.

Wir ziehen weiter zum nahen Company’s Garden, wo wir altes Brot an putzige kleine Grauhörnchen verfüttern. Nachdem wir uns selbst auch noch einen kleinen Imbiss gegönnt haben geht es über die Long Street zur City Hall. Diese ist aber weiträumig abgesperrt, da hier gerade ein Film gedreht wird. Also geht es gleich weiter zum Castle of Good Hope. Wir wollen zwar reingehen, um die Ausstellungen anzusehen, werden aber von einer sehr griesgrämigen Ticketverkäuferin darauf hingewiesen, dass hier in ner halben Stunde zugemacht wird. Also lassen wir es und machen uns auf den Weg Richtung Waterfront.

Auf dem Weg dorthin landen wir unversehens in einer Sackgasse. Ein Wachmann erklärt uns wir müssten ein ganzes Stück  gehen, um weiter zu kommen. Wir sehen wohl nicht so begeistert aus, denn er bietet uns gleich darauf an uns eine Abkürzung zu zeigen. Also quetschen wir uns mit ihm durch ein Loch im Zaun und gehen neben der Autobahn weiter. Nach 100 Metern sind wir dann wieder auf dem richtigen Weg. Nach einem kurzen Shopping-Stop springen wir in ein Taxi und lassen uns zurück zu unserer Unterkunft bringen.

Es ist schon wieder fast Abend und wir wollen zum Sonnenuntergang auf dem Lions Head sein. Also packen wir uns nur schnell eine Brotzeit ein und sind  auch schon wieder unterwegs. Leider hängen die Wolken sehr tief und verderben uns den Ausblick. War wohl nix. So kehren wir leicht frustriert zurück in die Unterkunft.

09.02. Kapstadt – Cape Point

Na sowas, das haben wir aber nicht bestellt! Als wir um 8:00 Uhr vom Wecker aus dem Schlaf gerissen werden, müssen wir entsetzt zur Kenntnis nehmen, dass heute die Sonne wohl Urlaub hat, denn es regnet und regnet und regnet… :-( Gefällt mir definitiv NICHT!!!

Schnell das Internet befragt, was der Wetterbericht zu dieser unglücklichen Situation sagt: Besserung im Laufe des Tages in Sicht! Gut, wenn das so ist dann ab ins Auto in Richtung Kap…

Gegen 10:00 Uhr sind wir on the road und fahren in südliche Richtung, wobei sich auch nach knapp einer Stunde Fahrt keine Wetterbesserung einstellt – Im Gegenteil – es sieht eher schlimmer aus, der Regen wird immer dichter und der Himmel lässt kaum Hoffnung auf Besserung zu. Wir lassen uns davon allerdings nicht beirren und fahren zielstrebig nach Simon`s Town wo uns eine große Herde Pinguine doch ziemlich entschädigt! Die sind schon echt sehr süß! Vor allem wenn sie laufen sieht das so richtig tapsig aus, aber die meisten sind einfach nur faul und bewegen sich keinen Millimeter. Sieht aus wie ein Standbild! Ich bin aber trotzdem ziemlich begeistert von diesen kleinen Geschöpfen! Das Wetter bessert sich noch immer nicht und wir sind schon bald am Kap der guten Hoffnung.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Petrus uns dort das perfekte Wetter liefert. Ich sollte aber schnell eines besseren belehrt werden! Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war ist das Wetter am Kap mehr als bescheiden. Und da ich ja ein stets optimistischer Mensch bin habe ich natürlich in weiser Voraussicht alle meine Regenklamotten vorsichtshalber in Good Old Germany gelassen! Böser Fehler: Mein Pulli ist inzwischen schon total durchnässt und ich fange an richtig zu frieren, na Super!

Die Wanderung auf den Berg am Kap stellt sich daher für mich auch eher als Tortur dar und die nassen Felsen machen das ganze auch nicht besser! Hilfe, Mama, ich will wieder runter!!! Einziger Lichtblick sind die kleinen Dessies, die hier überall rumlungern.Die sind schon echt sehr süß und ein begehrtes Motiv zum Fotografieren. Oben an der Spitze des Berges laesst die Aussicht ein bisschen zu wünschen übrig, aber für ein Foto reicht es allemal. Mir ist das Ganze aber doch nicht so geheuer und ich will wieder runter, außerdem ist mir inzwischen auch schon ziemlich kalt und mein Pulli ist komplett durchnässt. Also nur noch das obligatorische Foto mit dem Cape-of-good-hope-Schild machen und weiter geht’s. Hank, der Stuntman meint dabei einen Sprung über das Schild machen zu müssen und platsch fällt er mit dem Gesicht in eine rote Pfütze. Ich kann meine Schadenfreude nicht wirklich verbergen, schließlich bin ja sonst ich der Bruchpilot! Haha, hat’s den Herrn auch mal hingelassen! :-)

Nach diesem Stunt geht’s weiter zum Cape Point und den Leuchttürmen, aber unglücklicherweise ist dort der Nebel so dicht, dass man gar nichts mehr sieht und der Regen ist mittlerweile auch so stark, dass wir das Auto gar nicht mehr verlassen wollen. Nur die Aussicht auf einen leckeren Cappuccino laesst uns doch aussteigen. Naja, dann eben keine Leuchttürme für uns….

Wir kehren sodann um und fahren zurück in Richtung Kapstadt. Unterwegs wird das Wetter besser und vereinzelt kommt der blaue Himmel durch. Die anderen huschen nochmal an einen Strand, aber mir ist zwischzeitlich so kalt, dass ich gar nicht mehr aussteigen mag.

Nachdem alle Kinder wieder da sind geht die Fahrt weiter. Schnell mal ne Runde geschlafen und schon sind wir in Muizenberg. Das ist der Strand mit den berühmten bunten Häuschen. Pünktlich zu unserer Ankunft lässt sich auch endlich die Sonne blicken und mir ist erstmals am heutigen Tag wirklich warm. Hier ist es wirklich sehr schön, also bleiben wir eine Weile bis wir den restlichen Weg zurücklegen.

In Kapstadt angekommen peilen wir einen Ausflug an die Touristenhochburg, die Waterfront, an. Das erste was ich hier mache, ist mir eine Softshell-Jacke kaufen, denn nochmal will ich das nicht erleben. Ich war wohl wirklich zu optimistisch!

Wir schlendern ein Wenig durch die Gässchen und die vielen Shops bis wir schließlich völlig ausgehungert bei einem Italiener einkehren und uns eine wohlverdiente Mahlzeit genehmigen.

Völlig erschöpft kehren wir letztendlich zurück zu unserem Appartement, wo auch bald die Lichter ausgehen…

08.02.: Kapstadt – Tafelberg

Wir werden von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Die erste Aktion des Tages: ausgiebig mit Sonnencreme einschmieren (lassen). Dann gibt es Frühstück auf unserer Dachterrasse. Herrlich! So läßt sichs leben :-)

Nach dem Frühstück starten wir mit dem Auto Richtung Tafelberg. Der ist nur schwer zu verfehlen und so stehen wir wenig später mit dutzenden anderen Touris an der Gondelstation. Da wir gestern Abend bei unseren Vermietern schon online Tickets besorgt haben können wir uns die lange Schlange vorm Schalter sparen und gleich zur nächsten Schlange durchgehen. Die Gondeln sind aber recht geräumig (50 Leute passen locker in eine) und so geht die Fahrt bald los. Die Plattform in der Gondel dreht sich unterwegs um 360° und man hat hier schon nen tollen Blick. Kurz bevor wir oben ankommen sehen wir unter uns im steilsten Stück einen Freeclimber kraxeln. Das wär ja eher nix für mich.

Oben angekommen genießen wir erst mal den tollen Ausblick bei – hab ichs schon erwähnt? – strahlendem Sonnenschein. Kurze Zeit und ein paar Fotos später klettert neben uns plötzlich der Freeclimber von vorhin über die Brüstung. Auch ne Art hier hoch zu kommen… Hier in der Nähe der Gondelstation wurlt es ziemlich vor Leuten. Wir brechen also auf zu unserer Wanderung quer über den Berg und mit jedem Meter sind weniger Leute um uns rum, bis wir schließlich ganz allein auf unserem Weg zum Maclear’s Beacon, dem höchsten Punkt des Tafelbergs, sind. Dort angekommen gibt es erst mal eine wohl verdiente Brotzeit.

Frisch gestärkt geht es weiter auf dem Smuts Trail in Richtung Kirstenbosch. Den Trail haben wir aber gerade etwas aus den Augen verloren. Deswegen hüpfen wir auf größeren Felsbrocken herum und halten nach ihm Ausschau. Flo und Marion sind vor uns. Marion springt gerade vor mir weiter, hat sich aber leicht verschätzt und rutscht fast rückwärts ab bevor Flo sie packen und hoch ziehen kann. Ja gut, ich drehe mit Carina um und suche nen anderen Weg. Zurück auf dem Trail gibt es dann viel zu sehen und erleben. Immer wieder kommen wir an Stellen wo wir etwas kraxeln müssen. Naja, wir müssen immerhin von ca. 1100 Metern auf fast Meeresspiegel runter. Neben zahlreichen anderen Pflanzen sehen wir auch einige Proteas blühen. Sehen schon toll aus die Dinger. Unterwegs ist plötzlich eine Bewegung vor uns auf dem Pfad: eine Schlange. Keine besonders große aber doch eine Schlange. Zwei verblüffende Dinge geschehen: Carina ergreift nicht die Flucht sondern bleibt sogar stehen und schaut der Schlange bei ihrer zu. Außerdem faucht uns die Schlange an. Klingt genau so, wie vor zwei Tagen, als das Prissl (Katze von Carinas Eltern) unseren Kater Jack begrüßt hat :-)

Nach insgesamt zwei bis drei Stunden kommen wir an der Abzweigung zu Skeletons Gorge an. Hier wollen wir uns an den letzten Abstieg machen. Wir überlegen zwar noch etwas, ob wir vielleicht doch noch ein wenig weiter gehen sollen, aber schließlich bleiben wir beim ursprünglichen Plan. Also ab in die Schlucht.

Der Weg ist hier ziemlich zugewachsen und man streift ständig irgendwelches Grünzeug. Aber das erste Stück ist problemlos machbar. Dann kommt etwas schwierigeres Gelände, aber keine Angst, zur Sicherheit der Wanderer wurde hier talwärts ein Stacheldrahtzaun gespannt. Wer also stolpert oder stürzt wird sicher aufgefangen… Aber auch dieses Stück lassen wir unbeschadet hinter uns. Jetzt kommt der wirklich interessante Teil: es geht weiter durch ein felsiges Flussbett. Hier müssen wir über große Felsen und umgestürzte Baumstämme klettern, alles steil Berg ab. Wir meistern die Kletterpartie und haben viel Spaß dabei. Dann wird der Canyon zu steil und wir müssen nebenan über Leitern abwärts klettern. Fast schon langweilig. Ich bin an der Spitze der Gruppe und bin gerade unten an einer Leiter angekommen. Carina ist direkt hinter mir. Ich drehe mich um und in genau dem Moment rutscht sie von der letzten Stufe ab und kippt seitwärts. Dahin wo die ein paar Meter tiefe Schlucht ist! Mit einem schnellen Reflex packe ich sie am Arm und ziehe sie zu mir. Alles roger, sie steht wieder auf sicherem Boden und lacht. Hihi war das lustig. Alle lachen, ich lache mit. Noch. Dann wird mir nach und nach bewusst, was gerade passiert ist, wie knapp wir am Unglück vorbei geschrammt sind. Ich bekomme zittrige Knie. Erstmal ne Pause…

Nachdem wir unseren letzten Proviant vertilgt haben gehts weiter. Inzwischen sind wir fast unten angekommen und der Weg ist wieder ganz easy. Dann kommen wir auch schon in Kirstenbosch, einem riesigen botanischen Garten, an. Die anderen gelüstet es nach einem Kaffee, also geht es erstmal ins hiesige Restaurant. Danach tigern wir noch etwas durch die Anlage, jagen und füttern lustige Hühner-artige Vögel, bewundern Pflanzen und beobachten Frösche, Hörnchen und diverse Vögel. Als wir den Park verlassen ist es schon fast 18 Uhr, ein Bus fährt hier nicht mehr. Aber wir treffen einen netten Taxifahrer der zwar belegt ist, uns aber nen Kollegen ruft. Schließlich kommen wir so wieder bei unserem zurück gelassenem Auto an.

Nach einer kurzen Dusche pilgern wir auf Anraten von Henk zu Marco’s African Place, einem Restaurant in der Nähe. Carina und ich bestellen je eine Platte mit Filet von Strauß, Springbok und Kudu. Das haben wir uns heute redlich verdient! Schmeckt auch echt super. Carina bevorzugt den Strauß, mir schmeckt der Kudu am besten. Zur Unterhaltung spielt eine afrikanische Band und Tänzerinnen tanzen bzw. wackeln kräftig mit dem Hintern. So geht ein anstrengender Tag zu Ende.