26.03.: Caye Caulker – Tulum

Heute ist es soweit, wir müssen die wunderschöne Insel verlassen. Oder sollen wir doch noch einen weiteren Tag bleiben?? Hmm, gute Frage. Nein, heute verlassen wir die Insel wirklich. Leider geht das Speed-Boat bereits um 7 Uhr, so dass unser Wecker bereits um 5:45 Uhr klingelt. Heute bin ich wirklich wie gerädert, das Aufstehen fühlt sich heute zum ersten Mal an, wie wenn der Wecker für die Arbeit klingeln würde!! Fürs Frühstück müssen wir heute ein bisschen improvisieren, da wir zwar Kellogs, ein paar Schlücke Milch, sowie Toast und Marmelade haben, aber kein Geschirr, schneiden wir kurzerhand mit dem Leatherman (dann war der wenigstens auch nicht umsonst dabei) eine Wasserflasche auseinander und haben damit eine Schüssel. Einen Löffel haben wir gestern im Restaurant günstig ‘organisiert’ und so können wir frühstücken. Ja, ein Backpacker muss immer flexibel sein! :-)

Schnell noch das ganze Gepäck im Rucksack verstaut, gehts zum Boot. Natürlich nicht, ohne noch irgendwelche versteckten Extra-Kosten zu bezahlen. Wir haben unser Rückfahrticket bereits in Belize City gekauft und jetzt müssen wir nochmal 10 Belize-Dollar pro Person zahlen, angeblich irgendeine Docking-Gebühr, ich habe keine Ahnung was genau wir eigentlich bezahlen. Pünktlich um 7 gehts los. Morgan ist auch wieder dabei, ich glaube er verfolgt uns! :-) Wir fahren erstmal ca. 30 Minuten bis San Pedro, wo wir aus Belize ausreisen. Das kostet wieder 7,50 Belize-Dollar pro Person, tja, die Touristen kann man ja ausnehmen!!

Jetzt geht es mit dem Boot weiter ans mexikanische Festland. Die Überfahrt dauert gut 1 1/2 Stunden und dann müssen wir Chetumal wieder einreisen, nachdem während der kompletten Überfahrt staatenlos waren. Aus dem Boot ausgestiegen, müssen alle Passagiere in einer Reihe stehen und ihre Handgepäckstücke vor sich legen, damit der Drogenhund schnüffeln kann. Ein Mann mit Pump-Gun ist ebenfalls dabei. Heidanei, da fühlt man sich gleich wie ein Schwerstkrimineller, dabei haben wir doch gerade mal einen einfachen billigen Löffel geklaut!! ;-))

Während wir wieder das Einreiseformular ausfüllen und unsere Pässe stempeln lassen, werden die grossen Rucksäcke vom Drogensuchhund gecheckt. Juhu, wir dürfen einreisen und können gleich mittels Collectivo zur Bushaltestelle fahren. Wir haben kurzfristig entschieden, dass wir nochmal nach Tulum fahren, da gibt es noch Cenoten und der Strand war besonders schön. Der Bus fährt um 11 Uhr, so dass wir noch ca. 40 Minuten haben, um Cash zu organisieren und eine Kleinigkeit zu essen. In einem kleinen Strassenlokal gibt es Quesadillas, das sind eigentlich nur mit Käse gefüllte Weizentortillas, aber die schmecken Hammer!!

Die Fahrt mit dem Bus dauert gute 3 Stunden und wir sind ziemlich kaputt, so dass wir tatsächlich ein bisschen schlafen können. Gegen 14:30 Uhr erreichen wir dann endlich unser Ziel. Das aus dem Lonely Planet ausgewählte Backpacker-Hostel hat auch ein Zimmer für uns, so dass wir uns auf den Weg zum Mittagessen machen koennen. Mittlerweile sind wir schon echt endshungrig! Es gibt mal wieder Fajitas de Pollo. Sehr lecker!!

Den restlichen Tag klappern wir die einzelnen Giftshops auf der Suche nach ein paar schönen Souvenirs ab. Besonders erfolgreich sind wir zwar nicht, weil die Preise sehr teuer sind, naja, vielleicht geht ja doch noch was. Als die Sonne untergeht kehren wir in ein nettes Cafe mit schönen Hinterhof ein und ich bekomme den wahrscheinlich besten Cappuccino der ganzen Reise und das für gerade mal 1 Euro. Ich bin begeistert. :-)
Wir suchen uns dann noch ein Internet-Cafe und dort verweilen wir auch nochmal 1 1/2 Stunden, ehe wir uns auf den Weg zurück ins Hostel machen…

25.03.: Caye Caulker

Hmja, eigentlich wollten wir ja heute wieder per Boot zurück nach Mexiko fahren. Aber da es uns hier auf Caye Caulker beiden so gut gefällt bleiben wir noch einen Tag länger. Leider müssen Thierry und Oxana, mit denen wir eine Menge Spass hatten, heute weiter, um ihre Flüge in Cancun zu bekommen. Naja, wir werden auch so zurecht kommen.

Der erste Punkt auf der Tagesordnung heißt ab zum ATM. Hoffentlich ist Geld drin. So ganz ohne Bares ist nicht unbedingt der Hit. Aber wir – und die Touri-Traube die hinner uns ansteht – werden enttäuscht und müssen ohne Bares ins Hotel zurück. Wo wir auch gleich beim zweiten Punkt auf der Tagesordnung sind: wir müssen umziehen, da unser Zimmer für heute schon gebucht wurde und auch keine anderen hier frei sind. Schade, war echt ne gute Unterkunft in guter Lage (50 Meter vom Lazy Lizard entfernt). Aber wir werden schon was finden. Stellt sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist. Entweder sind die Hotels voll, zu teuer oder aktzeptieren keine Kreditkarte (und bar zahlen können wir ja nicht mehr). Schließlich finden wir doch etwas. Lustigerweise zieht auch gerade Sophie – das uns gestern beim Essen noch unbekannte Mädel – hier ein. Sie schaut gerade gar nicht gut aus, war gestern noch bis 5 weg und geht erstmal wieder schlafen.

Der Vormittag besteht für uns dann nur noch darin unter einer Palme im Schatten zu liegen. Dann gibt es auch schon wieder Mittagessen. Da wir heute Abend zu dem gegrillten Schwein wollen gibts nur was kleines, Carina nimmt einen Salat und ich einen Burrito. Danach geht es auch gleich wieder zum Split (die Insel wurde hier 1961 von einem Hurrikan in zwei Hälften geteilt) ins Lazy Lizzard. Aktivitäten: herumliegen und ab und zu ins Wasser springen. Nur nicht überanstrengen. Nach einer Weile taucht dann auch Sophie auf – deutlich fitter als in der Früh – mit einem unbekannten Gesicht im Schlepptau: Jenny aus Frankfurt. Die ist übergluecklich endlich mal wieder deutsch reden zu können, nachdem sie die letzten vier Wochen in Nicaragua verbracht hat. So entsteht auch gleich eine muntere Plauderei. Mit Wasserpausen. Wir verabreden uns dann noch fürs Abendessen und kehren gegen 6 in unser Zimmer zurueck. Kurz die Sonnencreme abgeduscht und schon gehts los zur Sparsau. Die schmeckt auch wirklich sehr gut, wenn auch die Kruste heute leider ziemlich verbrannt ist. Mist, gestern war sie perfekt und schön knusprig. Wir schlagen uns trotzdem die Bäuche voll.

Danch geht es noch mit den beiden anderen in die Bar “I and I” auf die Dachterasse. Bis auf die Mücken – die aber nur die Mädels angreifen – ist es hier oben echt super. Wir gönnen uns ein Bierchen. Leider ist heute im Vergleich zu gestern aber so gut wie nichts los, so dass wir bald wieder gehen, uns von den anderen beiden verabschieden und brav ins Bettchen gehen. Morgen müssen wir wieder um 6 raus.

24.03.: Caye Caulker

Wir werden heute wieder rechtzeitig bevor der Sonnenaufgang vorbei ist wach und stehen gleich mal am Steg und genießen den herrlichen Ausblick auf das Ereignis. Wunderschön, so kann der Tag beginnen. Jetzt ab zum Frühstück und alles ist gut! Da wir in unserer Unterkunft eine kleine Küche haben, haben wir uns diesemal alles zum Selbermachen gekauft. Unglücklicherweise scheitert unsere Aktion an fehlenden Streichhölzern für den Gasherd… Mist! Hank tigert los, auf der Suche nach einer Möglichkeit Feuer zu machen – fast wie auf dem West-Coast-Trail! ;-) Juppie, er ist erfolgreich und wir können kochen!!

Gestärkt gehts zum Lazy Lizzard, das ist die Bar, von der aus man in das traumhafte Meer hüpfen kann. Mit netten Raggae-Klängen und tanzenden Belizianern bruzeln wir eine Weile in der Sonne und wagen immer wieder einen Hechtsprung ins kühle Nass. Absolut traumhaft! Da wir allerdings beide schon ein bisschen von der Sonne verbrannt sind, brauchen wir immer wieder mal eine Schattenpause. Mir hat insbesondere das Schnorcheln gestern am Rücken ziemlich zugesetzt. Nein, ich brauch ja kein T-Shirt, ich bin ja eh schon braun und da macht die Sonne nix, ja ja Carina, das war wieder besonders schlau!! :-D
Wir finden zum Glück ein nettes schattiges Plätzchen, trinken was und schauen ein bisschen Fussball. Es läuft Barcelona gegen Mallorca. Außerdem schreib ich ein bisschen in meinem Tagebuch, als wir wieder auf Oxana und Thierry treffen. Mit den beiden sind wir u. a. auf die Insel gekommen. Wir unterhalten uns ein bisschen mit den beiden und ehe wir uns versehen ist es auch schon Mittagszeit. Der Lazy Lizzard serviert gegrilltes Baracuda-Filet, das hört sich doch gut an und es ist auch wirklich so gut!! :-)

Nach dem Mittagessen pflacken wir uns noch eine Weile in die Hängematten am Steg von unserer Unterkunft und rasten ein bisschen. Zwischendurch mal wieder einen Jump ins Wasser und dort treffen wir dann plötzlich wieder auf Morgan, den Schiffskapitän aus San Francisco, von dem wir uns eigentlich in Guatemala schon verabschiedet haben. Witzig!! Die Insel ist echt so genial, überall Leute mit denen man quatschen und was machen kann, wir überlegen schon ernsthaft, ob wir noch einen weiteren Tag dranhängen, obwohl wir eigentlich morgen zurück nach Mexiko fahren wollten. Hmm, wir haben ja noch Zeit um diese Entscheidung zu treffen…

Der ganze Nachmittag verlaeuft gechillt, wir gehen noch ein bisschen ins Internet-Cafe und als die Sonne untergeht, stehen wir wieder am Steg und schauen mit unseren Kameras zu. Echt wunderschön hier!!

Frisch geduscht machen wir uns noch auf den Weg, weil wir noch was trinken gehen wollten, es ist ja immerhin Samstag. Da die Insel nicht gross ist, treffen wir wieder auf Thierry, Oxana, Massimiliano und Johanna und einem uns bislang noch unbekanntem Mädel (wir haben den Rest allesamt auf der Überfahrt zur Insel kennengelernt). Die Gruppe möchte Abendessen gehen und fragen uns, ob wir ihnen Gesellschaft leisten möchten. Na selbstverstaendlich, wir wollen zwar nichts essen, aber wenns Cocktails und Bier gibt, sind wir dabei!! Yeah, die haben Tequila Sunrise, passt! Unglücklicherweise essen die anderen ein Pork-Buffet und das riecht und schaut schon endsgeil aus. Wir haben den Grillmeister am Nachmittag bereits gesehen, wie er mit seiner kompletten Sau unter einem auf Holzpfosten gebauten Haus im Schatten gesessen ist und den Grill mittels eines Auto-Lenkrads gesteuert hat. Endswitzig!! Und jetzt kommt die Sau auf den Tisch, mit einer hammermässigen Kruste und jede Menge Beilagen. Ja, da ist es schon hart zu wiederstehen, wenn der ganze Tisch am Schwein nagt, aber wir bleiben stark und konzentrieren uns ausschliesslich auf den Alkohol! :-)

Unglücklicherweise geht uns das Geld aus, so dass wir, bevor wir weiterziehen koennen, noch zum ATM müssen. Leider ist dieser allerdings schon von anderen Touris komplett geplündert worden und wir können nichts mehr abheben. Naja, ein Drink geht schon noch, also ab in den Oceanside Nightclub, wo der Rest der Mannschaft schon am Tanzen und Darten ist. Es gibt Live-Raggae-Musik. Eigentlich ziemlich cool hier und die Geburtsstunde des Pepper-Dances. :-) Eine von Thierry entwickelte Art zu tanzen, die einfach zu jeder Musik passt – ich bin schwer beeindruckt und habe ihm versprochen, diesen in Deutschland gross rauszubringen! :-)

Wir müssten jetzt eigentlich nach Hause gehen, weil wir bis auf unsere 15 Belize-Dollar, die wir uns für die Ausreise aufgehoben haben, absolut pleite sind. Fatalerweise haben wir uns aber dazu entschieden, unser Ausreisegeld in Bier zu investieren, so dass wir hier für immer festsitzen… Naja, es gibt schlimmere Orte als hier, um zu stranden!! Wir feiern noch eine Weile mit den anderen, ehe wir uns auf den Nach-Hause-Weg machen.

23.03.: Caye Caulker

Heute wollen wir Schnorcheln gehen. Also machen wir uns nach dem Frühstück auf, um das Angebot zu checken. Im Lonely Planet habe ich von einem gewissen Carlos gelesen, der Fotograf war und somit vielleicht auch Unterwasserfotos macht. Vor seinem “Büro” angekommen müssen wir feststellen, dass Carlos nur von 16:00-16:30 zu sprechen ist. Na super. Ein wenig Info hätte ich ja schon gern was Carlos so zu bieten hat. Man kann sich zwar an der Tür auf einen Zettel für den heutigen Ausflug eintragen, aber da wir unseren Trip nicht blind buchen wollen ziehen wir weiter. Schnell stellt sich heraus, dass die Fahrten sowie Preise alle so gut wie identisch sind. Bis wir zur Hütte von Reggaemuffin kommen. Hier wird man nicht mit dem Motorboot zu den Schnorchel-Spots gebracht, sondern mit einem Segelboot. Carina ist gleich begeistert. Ich bin zwar noch etwas skeptisch, lasse mich dann aber doch überzeugen und wir buchen den Trip. Wir leihen uns auch gleich noch eine Unterwasserkamera aus.

Um 10:30 heisst es dann “Leinen los”! Mit geblähtem Segel geht es Richtung “Coral Garden”, unserem ersten von drei Stopps. Naja, unserer Skipper mogelt etwas und hat auch den Aussenborder an. Aber wenn wir dann mehr Zeit im Wasser haben soll mir das nur recht sein. Nach etwas einer Stunde Fahrt geht es dann nach einer kurzen Einweisung – “dort drüben sind die Korallen, wenn wir winken kommt zurück” – endlich ins Wasser. Mit der Kamera bewaffnet schwimme ich los, Carina ist hinter mir. Es gibt viele kleine bunte Fischchen und Korallen zu sehen. Ich tauche auch immer wieder nach unten und knipse fleissig drauf los. Leider habe ich keine Ahnung ob die Fotos was werden, da ich auf dem Diplay unter Wasser gerade mal hell und dunkel unterscheiden kann. Naja, ein paar Treffer werden schon dabei sein. Nach etwa einer Stunde im Wasser kehren wir zum Boot zurueck. Kurz bevor wir da sind huscht ein etwas grösserer Fisch an mir vorbei: ein Hai. Wenn auch ein kleiner Hai. Ich mache mich an die Verfolgung und versuche ihn mit der Kamera einzufangen. Wieder auf gut Glück draufhalten. Plötzlich ist das Display der Kamera nur noch dunkel. Sie lässt sich auch nicht mehr einschalten. ARGH!!! Etwas wütend kehre ich zum Boot zurück und fluche innerlich vor mich hin. An Deck gelingt es mir aber dann nach mehreren Versuchen die Kamera wieder zum Laufen zu bringen. Puh!

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Jetzt gibt es erstmal Mittagessen: Fisch und Reis. Schmeck sehr gut. Auf der Weiterfahrt gibt es dann noch frische Früchte: Ananas und Wassermelone. Auch sehr gut! Dann sind wir auch schon beim zweiten Stopp angekommen. Unser Guide wirft einige kleine Fische ins Wasser, um grössere Fische anzulocken. Das gelingt ihm auch und wir sind schnell von Rochen, Haien und anderen Fischen umzingelt. Und zu denen geht es jetzt ins Wasser. Carina ist etwas mulmig zumute, aber sie springt auch rein. Diesmal kommt unser Guide mit. Er fängt gleich mal einen Hai, hält ihn wie ein Baby und wir können ihn anfassen. Fühlt sich an wie sehr grobes Schmirgelpapier. Beim Fotografieren kommt bald die Meldung “Battery low”. Wie bitte?!? Nichts geht mehr. Ich koche vor Wut. Kann ja wohl nicht sein, dass die Batterien schon nach ner Stunde durch sind. Naja, hilft jetzt auch nix. Der Guide hat inzwischen nen Rochen in der Reisse. Auch den können wir anfassen. Ich tatsche kurz hin – sehr schleimig diesmal – bleibe dann aber auf Abstand, da mir der Stachel am Schwanz doch Respekt einflößt. Immerhin hat so ein Rochen den Crocodile Hunter erlegt und der wusste sicherlich was er macht.

Wieder an Bord tausche ich erstmal die Position der beiden Kamera-Batterien und siehe da, sie läuft wieder. Wie lange ist halt die Frage. Der dritte Stopp ist dann am Riff draußen. Hier wird unsere 16-köpfige Mannschaft in zu Gruppen aufgeteilt, jede folgt einem der beiden Besatzungsmitglieder. Wir bekommen genau gesagt bis wo man schwimmen darf. Schwimmt man zu weit kanns gefährlich werden. Die Strömung dort draußen ist sehr stark und zieht einen aufs Meer hinaus. Oder die Brandung wirft einen gegen das Riff, das teilweise bis direkt unter die Wasseroberfläche reicht. Na dann bleiben wir besser mal hinter dem Guide. Wieder gibt es viele tolle Fische zu sehen. Wir bekommen auch die Namen mitgeteilt und der Guide taucht die ein oder andere Muschel herauf, um sie uns zu zeigen. Ich halte mich diesmal mit dem Fotografieren zurück. Wer weiss wie lang die Batterien noch halten. Und irgendwo hier sollen auch noch Schuldkröten unterwegs sein. Wäre blöd, wenn ich dann keine Bilder mehr machen kann.

Als wir soweit draußen sind wie maximal erlaubt schwimmen wir am Riff entlang. Hier merkt man auch schnell wie stark die Strömung ist. Ich schwimme an einer Boje vorbei, ein paar Meter weiter schaue ich nach unten uns lasse mich kurz treiben. Schon bin ich wieder zurück an der Boje. Gegen die Strömung anzuschwimmen ist inzwischen schon ein wenig anstrengend. Wir sind insgesamt sicher schon zwei Stunden im Wasser und schön langsam tun die Flossen auch ein wenig weh. Naja, da müssen wir jetzt durch. Nach einigen weiteren Kroallenbänken und vielen Fischen sowie Fischschwärmen kommen wir wieder in ruhigere Gewässer. Und hier ist es dann auch so weit: vor uns schwebt eine Schildkröte und knabbert am Seegras. Ein wundervoller Anblick. Und ich kann auch noch Fotos machen. Passt!

Das wars dann auch mit dem Schnorcheln und es geht wieder zurück Richtung Festland äh Insel. Diesmal allerdings nur mit Segel. Auf der Rückfahrt bekommen wir Nachos mit Chevize (ein Dipp aus Tomaten, Zwiebeln, Shrimps, u.a.). Dazu Rum-Punch. Ach ja, und der Skipper hängt seinen IPod an die Boxen und es läuft Reggae in voller Lautstärke. So lässt sichs aushalten, wirklich sehr chillig!

Zuerück am Pier bin ich dann doch leicht angetrunken… Naja, wurscht. Wir machen uns dann auch gleich zum anstehenden Sonnenuntergang ans andere Ufer auf und knipsen wieder ein paar Fotos. Danach machen wir erstmal Pause in unserer kleinen Hütte. Ich liege im Bett und lese im Reiseführer. Tja, was soll ich sagen, Schnorcheln, Sonne und Alkohol haben mich wohl doch etwas ausgelaugt. Als Carina aus der Dusche kommt findet sie mich im Buch schlafend vor…

22.03.: Flores – Caye Caulker

Oh verdammt, heute klingelt der Wecker erneut um 4:30 Uhr! Das ist schon echt verdammt früh!! Wir packen noch schnell unsere 7 Sachen zusammen und schon stehen wir auf der Strasse und warten auf unser Shuttle nach Belize City. Es kommt fast pünktlich und wir steigen etwas verschlafen ein, während schon eine grosse Unterhaltung im Bus am Laufen ist. Heidanei, Jungs, es ist 5 Uhr, da schläft man noch!! ;-)

Die Fahrt verläuft eigentlich wenig spektakulär. Ca. 7 Uhr erreichen wir den Grenzübergang nach Belize. Wir werden bereits wieder von einer Horde Einheimischer überfallen, die unsere Quetzals in Belize Dollar umwechseln wollen, da wir diese nicht mehr brauchen. Naja, da wir eh nicht viele Quetzals übrig haben, tauschen wir diese gleich um und stellen an der Grenze fest, dass man uns mal wieder übers Ohr gehaun hat, denn man muss hier wieder für die Ausreise aus Guatemala bezahlen. Zum Glück nehmen die hier auch US-Dollar, von denen haben wir doch noch einige.

Die Einreise in Belize gestaltet sich doch einfacher, zumal die Landessprache Englisch ist. Selbstverständlich stehen da auch gleich wieder irgendwelche Guides, die auf Touri-Jagd sind und Touren auf die Inseln verkaufen wollen. Wir hören uns das Ganze mal an und entscheiden dann in Belize City wie es weiter geht.

Vom Grenzübergang aus dauert die Fahrt noch ca. 2 Stunden, bis wir am Hafen der Hauptstadt sind. Wir beraten uns dort mit unseren Bus-Begleitern, eine Gruppe junger Backpacker, die das gleiche Ziel haben wie wir. Am Ende kaufen wir doch das Ticket, das uns der Typ an der Grenze verkaufen wollte. Es dauert allerdings noch ca. 1 Stunde bis das Schnellboot nach Caye Caulker endlich geht. Wir erkunden noch ein wenig die Gegend und stellen leider fest, dass es hier gar nicht so günstig ist. 7 US-Dollar fuer ein Local-Meal am Strassenrand ist ja wohl ein Joke. Also Überfahrt ohne Essen und dann dafür in einem richtigen Lokal essen.

Die Bootsfahrt ist unspektakulär. Wir haben bereits befürchtet, dass es eine ziemlich wacklige Angelegenheit wird, aber das Speed-Boat liegt ziemlich ruhig im Wasser. Gegen Mittag erreichen wir dann das Paradies!!!

Die Insel ist klein, aber unglaublich schön. Das Meer ist glasklar. Es gibt eine kleine “Stadt”, man hört überall Raggae und Rasta-Typen laufen überall umher. Es ist einfach unglaublich chillig. Ich hab mich auf Anhieb in diese Insel verliebt! Der richtige Ort um einfach zu relaxen und zu chillen!!

Nachdem wir eine Unterkunft gefunden haben, gehen wir erstmal Mittag Essen. Ich esse einen endsleckeren Fisch (irgendein Snapper, aber der hat eine soooo leckere Kruste, ich bin begeistert). Hank hingegen bereut seine Entscheidung, local Belizian Chicken bestellt zu haben. Hühnchen gibt es hald auch wirklich überall!

Nach dem Essen erkunden wir noch ein bisschen die Insel, bis wir uns schließlich mit den anderen unserer Anreisegruppe wieder treffen und einfach am Meer liegen und baden. Es gibt zwar keinen richtigen Sandstrand, aber wenn man es hier gesehen hat, braucht es den definitiv nicht! Wir liegen auf einem Steg, der direkt bei einer relaxten Kneipe ist und dessen laute Raggae-Töne einen richtig abschalten lassen! Das Wasser ist einfach unbeschreiblich, absolut türkisblau und glasklar. Hammer!!

Der Sonnenuntergang auf der Insel ist ebenfalls ein Highlight. Wir beobachten ihn von einem Steg aus und sehen wie sich der Himmel herrlich rötlich verfärbt! Einfach perfekt! So lässt es sich leben!! Ich hätte nie gedacht, dass Belize so ein Paradies ist! Wahnsinn!!