Tag 21: Surfers Paradise, Brisbane

Nach dem Tag Pause geht es wieder weiter. Erstes Ziel: Surfers Paradise, Carina will unbedingt ein Hard-Rock-Cafe-T-Shirt von dort. Laut Karte haben wir zwei Wege zur Auswahl: den Highway, der einen Bogen ins Landesinnere macht oder die Küstenstraße. Wir entscheiden uns für die Küstenstraße. Es stellt sich aber recht schnell heraus, dass das ein grober Fehler war. Die Küste ist ab der Abfahrt vom Highway zugebaut mit Hotel-Betonklötzen und die Straße hier ist sehr verstopft. Auf unsrer Karte war da nichts von Bebauung zu erkennen. Also quälen wir uns durch ca. 25 km Stop-and-go-Verkehr ins Stadtzentrum von Surfers Paradise. So richtig paradiesisch ist es hier aber nicht. Die Stadt gefällt uns auf Anhieb mal so gar nicht und außerdem ist die Schülerflut hier wesentlich schlimmer als in Byron Bay! Also sehen wir zu, dass wir Carinas Shirt bekommen und machen uns wieder auf die Socken.

Nächstes Ziel: der Lamington Nationalpark. Um dorthin zu kommen müssen wir eine Gebirgskette überqueren und wir zwingen unseren Backpackers-Campervan (wir nennen ihn inzwischen liebevoll PackMan) die engen Serpentinen mit teils 12 – 15% Steigung hoch. Aber PackMan packts! In der letzten Ortschaft vor dem Park wollen wir uns dann Kartenmaterial organisieren. Dort müssen wir leider erfahren, dass die Campingplätze alle voll sind, da ja Samstag ist und viele Brisbaner wohl einen kleinen Ausflug in die Natur unternehmen. Na toll.

Nach kurzem Überlegen was wir nun tun sollen entscheiden wir uns gleich weiter nach Brisbane zu fahren. Anhand von unserem eher ungenauen Kartenmaterial in Reiseführer, Campingplatzbroschüre und „Australia by Road“-Buch versuchen wir den richtigen Weg zu finden. Es ist gar nicht einfach sich mit drei lückenhaften Karten zu orientieren: hier ist diese Straße nicht eingezeichnet, dort eine andere nicht und so fahren wir den ein oder anderen Umweg, um dann schließlich doch noch rechtzeitig am Campingplatz anzukommen.

Jetzt ist uns das passiert, was wir eigentlich vermeiden wollten: wir sind zu früh in Brisbane! Wir haben noch drei volle Tage mit Programm zu füllen. Um ans Great Barrier Reef hochzufahren reicht das aber wahrscheinlich auch nicht mehr. Naja, uns wird schon was einfallen, mal den Reiseführer und verschiedene Broschüren wälzen.

Tag 20: Byron Bay

Heute gönnen wir uns mal einen Tag Pause und lassen uns einen weiteren Tag in dem Surfer-Örtchen Byron Bay nieder. Da wir allerdings auf unserem Campingplatz keine weitere Nacht bleiben dürfen, wegen Überfüllung aufgrund der Massen an reisenden Schulabgängern, müssen wir uns in der Früh gleich ein neues Plätzchen suchen. Zum Glück mit Erfolg und auch nochmals unmittelbar am Beach.

Bevor wir jedoch auf den neuen Caravan-Park dürfen, machen wir noch eine Besichtigung des Cape Byrons, hier befindet sich das Wahrzeichen des Städtchens: ein Leuchturm und es ist der östlichste Punkt des Australischen Festlandes.


Nachdem es hier aber – wies an so Cape´s hald immer so ist – recht windig ist, verzichten wir auf einen weiteren Spaziergang und kehren in das chillige Byron Bay zurück und schlendern durch die Gässchen. Hier gibt es unzählige Surfershops und anderen Schnickschnack! Genau das richtige für mich ;-)

Um 11 Uhr dürfen wir endlich einchecken und dann geht’s auch schon ab an den Strand. Das Wasser ist hier angenehm, so dass auch ein verfrorenes Wesen wie ich ohne Probleme hineinhüpfen kann, aber einfach am Strand liegen und Leute beobachten ist hald einfach eher mein Ding. Das kann man hier sehr gut!!

Als uns der Hunger packt, marschieren wir durch die Straßen von Byron Bay und holen uns zur Abwechslung mal Fish & Chips for Takeaway! (echt mal ne gute Alternative zum sonst so eintönigen Nudelalltag ;-))

Frisch gestärkt geht’s nochmal eine Runde zum Shoppen und dann auch gleich wieder ab an den tollen Strand. Nachdem Hank die vielen Surfer bei ihren Wellenreitkünsten beobachtet hat, drückt es ihn doch es auch einmal zu versuchen. So holt er sich ein Surfboard – während ich gemütlich in der Sonne brate (dick eingecremt versteht sich) – und schon verschwindet er in die Fluten.

Es dauert allerdings nicht lange, dann kommt er mit gesenktem Kopf wieder zurück und verkündet, dass er sich verletzt hat: der Zehennagel am großen Zeh ist halb ab! Na toll, ein herrlicher Anblick! Das wars dann auch mit der Surferkarriere des Herrn Hank!

Nach diesem Desaster gehen wir zurück zum Campingplatz und machen uns frisch, damit wir in der Stadt noch gemütlich was trinken können!

Tag 19: Byron Bay

Wir beginnen den Tag recht früh mit einem kurzen Besuch am Strand, nur eine Minute vom „Bett“ entfernt. Die Sonne strahlt uns an und es ist auch schon recht warm. Endlich wieder Urlaub wie er sein soll!

Danach gehts wieder ab auf den Pacific Highway weiter Richtung Norden. Ziel heute: das weltbekannte Strand- und Surferörtchen Byron Bay. Unterwegs machen uns die vielen Wolken am Himmel zwar etwas Sorgen, doch die verziehen sich ins Landesinnere. Recht so, da wollen wir eh nicht mehr hin ;-)

Als wir ankommen wimmelt es auf den Straßen geradezu von jungen Leuten. In der Information erfahren wir dann, dass hier gerade so was wie Spring Break im Gange ist: die australischen Highschool-Abgänger belagern den ganzen November die Strände der Gegend. Es soll auch schlecht ausschaun mit freien Campingplätzen, zumindest direkt am Strand. Wir versuchens trotzdem, haben wieder mal Glück und ergattern einen der letzten Plätze.

Nach dem Mittagessen (Überraschung: Nudeln) gehts sofort an den Strand. Es ist zwar etwas windig, aber trotzdem gut auszuhalten. Auch das Wasser ist hier nicht ganz so kalt wie an den bisherigen Stränden, so dass sich auch Carina hinein traut. Naja, mit etwas schiebender Unterstützung meinerseits ;-)

So verbringen wir diesen schönen Tag komplett am Strand.

Am frühen Abend laufen wir dann noch die Hauptstraße ab und lassen den Abend in einem gemütlichen Cafe mit Meerblick ausklingen. Geht hier wirklich ganz schön zu! Aber es scheint alles in geordneten Bahnen abzulaufen, so dass wir nicht befürchten müssen von einer Horde besoffener Aussis überfallen zu werden.

Tag 18: Coffs Harbour

Heute könnte ein guter Tag werden! Wir erwachen in unserem Backpacker und von draußen scheint schon die strahlende Sonne herein. Ha, so soll das sein. Also schnell frühstücken und ab an den Beach, so ist der Plan! Und siehe da, am Strand ist es so schön warm und angenehm, dass sogar ich scheues Wesen mich überwinden kann und in die Fluten springe. Hui, das tut gut. Nach dieser angenehmen morgenlichen Erfrischung noch einen gemütlichen Spaziergang am Beach zum Muscheln sammeln und dann kann die Reise nach Coffs Harbour beginnen.

Unser erstes Ziel liegt aber noch im Örtchen Port Macquarie: das Koala Hospital! Hier gibt es tatsächlich ein eigenes Krankenhaus für Koalas! Hier kommen die süßen Tierchen hin, falls sie in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden, oder von einem Hund angegriffen wurden und dann werden sie hier liebevoll gepflegt! Jeder Koala hat hier sein eigenes Revier und man kann jeweils sein Schicksal an einer Tafel ablesen. Manche sind sogar schon über 15 Jahre im Hospital! Wirklich eine gute Sache, hier geht es den armen Wesen wenigstens gut!

Danach geht die Fahrt los. Weit kommen wir wieder nicht, da bereits die Mittagsglocken geläutet haben und ein Pizza Hut unmittelbar am Weg liegt! Dann geht’s in Nambucca an den Captain Cook Lookout, von wo aus man einen atemberaubenden Ausblick auf Strände und Buchten hat. Weiter geht die Reise über eine Serpentinenstraße nach Dorrigo. Der Abgrund der sich auf meiner linken Seite auftut macht mir schon ein bisschen Sorgen, aber glücklicherweise hat mein Driver alles im Griff! In Dorrigo angekommen, gibt es dann die Dangar Falls zu sehen. Nach langer Zeit ohne einem Wasserfall ist es nun endlich wieder so weit und wir sehen einen dieser hier unzähligen Naturhighlights. Leider kann man hier aber nicht nach unten wandern, so dass wir ausschließlich den Blick aus der Vogelperspektive genießen können.

Der in Dorrigo als Must-have-been beschriebene Skywalk über einem der vielen Regenwälder entpuppt sich dann zwar als ganz netter Lookout, aber vom Hocker hat er uns nicht gehaun und wir setzen die Tour zu unserem Tagesziel fort.

Hier sind wir nun in einem Campingplatz bei Coffs Harbour mit free W-Lan und einem Strand direkt vor der Tür. Hui, so lässt es sich leben! :-)

Tag 17: Port Macquarie

Nachdem der gestrige Tag ja schon rein Wetter-technisch ein Reinfall war, sind wir heute (hoffentlich) am Tiefpunkt angelangt: nicht nur dass es wieder stark bewölkt ist, nein, diese Wolken lassen auch tatsächlich noch Regen auf uns herab prasseln! Ja so was, wer hätte denn je von Regen in Australien gehört?!?

Also fällt leider auch das eigentliche heutige Tagesziel – die Blue Mountains – aus. Stattdessen versuchen wir uns in der Flucht nach Norden. Aber bald schon stellt sich heraus, dass es auch in Port Stephens, dem ersten Etappenziel auf der Tour Richtung Brisbane, regnet. Somit fahren wir etwas schlecht gelaunt zurück auf den Pacific Highway und geben weiter Gas Richtung Norden. Ca. 250 km nördlich von Sydney ist es dann endlich so weit: die Wolkendecke reißt auf und wir haben wieder schönen blauen Himmel über uns. Wir steuern auch gleich mal den nächsten Rastplatz an und setzen uns einfach ne halbe Stunde in die wohltuende Sonne!

Danach sieht die Welt gleich wieder besser aus. Mit frischem Mut düsen wir weiter und halten Ausschau nach einem geeigneten Platz für die Nachtruhe. Den finden wir schließlich in Port Macquarie. Der Campingplatz ist nur wenige Minuten vom Strand entfernt, welchen wir auch gleich aufsuchen. Ein schöner ruhiger Bade- und Surfstrand erstreckt sich vor uns und es tummeln sich auch einige Surfer in den Wellen. Ein versöhnlicher Abschluss dieses Tages.