Tag 27: Dubai

Wir planen den Tag am Strand zu beginnen und nochmal ein wenig Sonne zu tanken. Dummerweise verwechseln wir aber die Abfahrtszeit des Hotelbusses dorthin. Aber da das Taxifahren hier eh fast nix kostet springen wir in das nächste und lassen uns erstmal zum Wild Wadi fahren. Das ist Asiens größter Wasserfreizeitpark. Dort angekommen verzichten wir aber auf einen Besuch, da zum Einen der Eintritt 40,- Euro statt 30,- (wie im Reiseführer angegeben) kostet und zum Anderen die Rutschen von außen nicht so richtig spektakulär aussehen. Da fahren wir lieber demnächst mal in die Therme Erding.

Praktischerweise ist direkt neben dem Wild Wadi die Einfahrt zum weltbekannten 7-Sterne-Hotel Burj al Arab. Näher kommt man wohl nicht heran ohne tief in die Tasche zu greifen (ein Frühstück kostet um die 90 Euro…). Also schießen wir ein paar Fotos und machen uns dann zu Fuß auf Richtung öffentlichem Strand.


Laut unserem Hotelangestellten muss der gleich hier um die Ecke sein. Nach einigen hundert Metern vorbei an luxuriösen Hotelanlagen dämmert es uns schön langsam, dass die Angabe „nah“ in Dubai alles heißen kann. Und da es heute richtig warm ist halten wir lieber das nächste Taxi an. Der Fahrer grinst uns an und nuschelt etwas von „far far walk“ und tritt dann gehörig aufs Gas. Die Taxifahrer hier halten nicht recht viel von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Tempo 120 im 60er Bereich scheint normal zu sein. Nach einigen Kilometern sind wir dann endlich am Strand und breiten uns auch gleich mal aus. Das Wasser ist angenehm warm (naja, Carina ist etwas andrer Meinung…) und die Sonne brennt auf uns herab. Da hier absolut null Schatten ist und wir auch die Sonnencreme sicherheitshalber im Hotel gelassen haben suchen wir nach ca. einer Stunde die Strandpromenade auf, um Mittag zu essen. Irgendwie ist das komisch hier: direkt am Strand ein Hochhaus neben dem anderen, alle im selben Design, aber keine Menschen. Uns ist nicht so recht klar was das jetzt ist: Hotels, Wohnanlagen, Penthäuser, Rohbauten, man weiß es nicht…

Schließlich setzen wir uns bei einem Mexikaner und genießen ein paar Fajitas. Ein paar Meter weiter ist die Straße und während unserer Pause hier fahren u.a. ein Aston Martin, mehrere HUMMER, zwei Ferraris und ein Lamborghini vorbei.

Nach dem reichlichen Essen wollen wir dann zum Hard Rock Cafe (Carina möchte wieder ein Shirt kaufen). Wir halten also ein Taxi an und fragen den Fahrer ob er das Cafe kennt. Nein. Der nächste auch nicht. Vom vierten erfahren wir dann, dass es geschlossen wurde. Naja, dann gibt’s halt kein Shirt. Also erstmal zurück zum Hotel. Dort angekommen wollen wir uns ein wenig am Pool erholen. Es stellt sich leider heraus, dass der Pool auf der Schattenseite des Hotels liegt und es hier auch etwas windig ist. So richtig gemütlich ist es nicht. Also bleibts bei kurzen Schwimmübungen.

So, es wird mal wieder Zeit zum Shoppen ;-)

Der Hotel-Shuttlebus fährt uns zum Wafi, einer nahen Shopping-Mall. Beim Bummeln stellen wir fest, dass hier nur sehr exklusive Shops angesiedelt sind. Chanel, Dior, Prada, Gucci etc. Also verlassen wir diese Mall wieder und fahren nochmal zur Dubai-Mall. Aber nicht zum Shoppen, sondern zur Dubai-Fontaine, ein Wasserspektakel zwischen der Mall und dem Burj Dubai. Wir sehen uns 3 der Shows an und fahren dann wieder erschöpft zurück ins Hotel.


Es ist zwar erst 20 Uhr, aber da wir noch an der Zeitverschiebung zu knabbern haben und unser Shuttle morgen zum Flughafen um 5 Uhr fährt, gehen wir ins Bett und schlafen auch gleich ein.

Tag 26: Dubai

Kaum sind wir mal 15 Stunden geflogen, sind wir auch schon in den Vereinigten Arabischen Emiraten, genauer gesagt in Dubai. Der Flug war eigentlich ganz in Ordnung und wir konnten auch zumindest ein paar Stunden schlafen. Um 5:15 Uhr morgens (Dubai Ortszeit) hat unser Airbus A340-500 eine sanfte Landung hingelegt und wir sind zusammen mit unserem vollständigen (Gott sei Dank) Gepäck immigriert! Schnell in eins der hundert Taxis gesprungen, sind wir unmittelbar zu unserem Arabian Park Hotel chauffiert worden. Zum Glück konnten wir auch gleich unser Zimmer belegen und auch ein Frühstück haben wir noch bekommen.

Frisch gestärkt und vor allem geduscht, geht’s dann ab. Als erstes lassen wir uns von einem Taxifahrer zum, ich glaube, momentan höchsten Gebäude der Welt, der Burj Dubai, bringen. (ca. 1000 m hoch!!!) Hierbei stellen wir fest, dass eine Erkundung dieser Stadt mit Auto auf eigene Faust wohl kaum möglich ist, da zum Einen teilweise 6 Spuren in eine Richtung gehen , die Beschilderung riesig in Arabisch ist und drunter nur ganz klein auf Englisch und vor allem, dass die hier Wege fahren, die man sonst nie finden würde, weile die ganze Stadt eine einzige riesige Baustelle ist. Echt krass!!!

Die Höhe des Burj Dubai ist mit bloßen Auge nicht abschätzbar, nur wenn man direkt darunter steht, kann man erahnen, dass dies wohl ein gigantisches Gebäude sein muss.


Gleich nebenan befindet sich die Dubai Mall, ein Einkaufszentrum, dessen Ausmaß man überhaupt nicht in Worte fassen kann. Da gibt es wirklich alles was der Herz begehrt, also das Shopping-Paradies auf Erden und mittendrin findet man eine Schlittschuhlaufbahn, ein Multiplex-Kino, einen Freizeitpark, ein rießiges Aquarium und sogar Wasserfälle. Also allein dieses Einkaufszentrum ist wirklich ein Erlebnis!!

Nach rund 4 Stunden im Shoppingcenter nehmen wir uns wieder ein Taxi und fahren in den Stadtteil Bur Dubai (ja das heißt hier wirklich alles fast gleich und man muss dem Taxifahrer alles ganz genau erklären – gell Dad! ;-)), wo wir uns beim Dubai Museum aussetzen lassen. Das wäre hier eigentlich echt ganz interessant, aber leider sind hier noch Busladungen voll Touristen, die einem einfach nur vor die Füße trampeln. Nervig! Da war uns das Aborigine-Museum, wo wir die einzigen Besucher waren, doch wesentlich lieber!

Nachdem wir noch ein paar Straßen zu Fuß abgelaufen sind, überkommt uns doch die Müdigkeit – welch ein Wunder – und wir kehren zu unserem Hotel zurück!

Tag 25: Brisbane

Unsere leider letzte Nacht im Camper haben wir auch nochmal gut rumgebracht und lassen uns um 6:00 Uhr morgens vom Wecker aus dem Schlaf rütteln. Wir haben viel vor heute: Als erstes müssen wir noch den Rest innen sauber machen, Koffer fertig machen, und und und.

Um 7:30 Uhr machen wir uns schließlich auf den Weg zum Brisbane International Airport – Gepäck abgegen, da der Flieger erst um 20:30 Uhr geht und wir Packman aber bereits um 09:30 Uhr abgeben müssen. Einen Erfolg kann man unseren Flughafen-Besuch nicht gerade nennen: Wir können keinen Tax-Refund machen, weil eine Einzelrechnung mindestens 300 Dollar betragen muss – was wir natürlich nicht haben und Gepäck aufgeben können wir auch nicht, weil Emirates den Schalter erst 3 Stunden vor Abflug besetzt. Na toll, also irgendwo einen Locker suchen und die lästigen Koffer wenigstens wegsperren!

Zum Glück sind wir die beiden völlig überladenen Gepäckstücke losgeworden und machen uns auf die Suche nach der Rückgabestation für unseren Campervan. Die Straße war nicht schwierig zu finden, aber das Gebäude suchen wir eine halbe Ewigkeit. Last but not least finden wir es dann doch und nehmen erfreut zur Kenntnis, dass unsere Putzaktion nicht umsonst war und wir die Kaution wieder bekommen. Super, jetzt aber ab in die Stadt. Laut der netten Dame von Backpacker müssen wir rund 10-15 Minuten bis zur Fähre laufen, die bringt uns dann ins Stadtzentrum. Nachdem die Zeitangaben bislang nie gestimmt haben, dauert der Fußmarsch mit 7 Kilo Handgepäck auf dem Rücken rund 30 Minuten! Auf die Fähre müssen wir aber zum Glück nicht warten, so dass wir gegen halb 11 dann endlich in der Stadt sind.

Erstes Ziel: die Airtrain-Station, mit dem wir später dann an den Flughafen kommen. Hunger macht sich mittlerweile auch schon wieder breit, so dass wir erneut in das Embassy Hotel marschieren. (Empfehlung lt. Lonely Planet)

Danach aufgrund des strömenden Regens gezwungenermaßen wieder durch die Gässchen schlendern und ein bisschen Shoppen, bis wir uns dann gegen halb 5 auf den Weg zu unserem Airtrain machen. Das klappt zum Glück alles wie am Schnürchen und wir sind gegen viertel nach 5 am Airport. Also nix wie ab zum Emirates-Schalter und dann in den Sicherheitsbereich, bisschen Duty-Free-Stöbern. Dabei passiert beinahe das für mich katastrophalste was mir passieren kann: Ich kann Hank nicht mehr finden und er hat sowohl meinen Reisepass als auch mein Flugticket und ich habe dafür beide Handys! Ganz toll! Panik macht sich breit!! Kurz vor der Verzweiflung und den Tränen schon nahe, taucht er plötzlich auf. Das Beste: Er wusste nicht mal, dass ich ihn verzweifelt gesucht hab, weil er gemütlich in einer Zeitung geschmökert hat! Naja, zum Glück ist das Ganze ja nochmal gut gegangen, aber von nun an, nehme ich doch lieber meine Reiseunterlagen selbst, damit ich zumindest nicht komplett aufgeschmissen bin ohne meinen Reisebegleiter! ;-)

Um 20:00 Uhr ist dann endlich Boarding-Time und gegen 21:00 Uhr (Australien Ortszeit) heben wir dann ab! Schade, schade, hätte ruhig noch länger sein können!!!

Tag 24: Brisbane

Gegen halb 6 Uhr morgens werden wir unsanft von den dicken Regentropfen geweckt, die auf unseren Camper prasseln. Zudem müssen wir schockiert feststellen, dass unser Packman undicht ist, da es unser Bett von der Heckscheibe her überschwemmt. Schnell die Töpfe als Regenfänger umfunktioniert, überlegen wir, wie wir hier wohl am Besten wegkommen. Wir müssen heute definitiv zurück nach Brisbane fahren. Sogar zum gegenübergelegenen Restroom wandern, ist nur mit Badeklamotten möglich. Das ist dann wohl wettermäßig der absolute Tiefpunkt.

Wir entschließen uns, einfach mal loszufahren und auf Wetterbesserung in Richtung Brisbane zu hoffen. Glücklicherweise dauert es nur rund 20 km und dann weicht der Regen dem akzeptablen Wetter. Da wir durchbrausen, kommen wir schließlich gegen 11:45 Uhr wieder an dem Campingplatz in Brisbane an. Schnell noch ein letztes Packman-Mittagessen zubereitet, dann geht’s an die Rundumsäuberung unseres Vehicles. Nach rund 2 Stunden Feinarbeit ist er hinterher tatsächlich sauberer als wir ihn übernommen haben. Das sollte auf jeden Fall ausreichend sein, damit wir unsere Charge wieder zurückbekommen. We will see!

Gegen 15 Uhr sind wir dann endlich via öffentliche Verkehrsmittel, diesmal der Bus, auf dem Weg in die City. Wie´s so sein soll, fährt uns der Bus unmittelbar vor der Nase davon und der nächste lässt rund 30 Minuten auf sich warten. Zum Glück gibt’s gegenüber einen Mc Donalds, so dass zumindest der Nachmittagskaffee gesichert ist. Was hier durchaus ungewöhnlich ist: Wenn man mit dem Bus fahren möchte und an der Haltestelle steht, muss man dem Busfahrer winken, sonst hält er nicht! Gott sei Dank haben wir diese Info dem Lonely Planet entnommen ;-)

Um viertel nach 4 sind wir mal in der Stadt angekommen. Blos wohin? Erstmal umschauen, ein bisschen durch die Gässchen laufen und die unzähligen Shops unsicher machen, bis wir letztendlich beim Embassy Hotel einkehren und uns ein leckeres Abendessen gönnen. Danach geht’s durch die Royal Botanical Gardens. Da es aber inzwischen schon dunkel ist, ist mir dieser Park nicht so ganz geheuer. Da kommt hald mal wieder mein innerer Angsthase zum Vorschein, so dass wir durch besser beleuchtete Gegenden wandern und schöne Aufnahmen von der Skyline machen können.

Unsere Beine tun uns mittlerweile auch schon wieder ziemlich weh, also machen wir uns auf den Rückweg. Was hier auch sehr krass ist: Für die Busse gibt es extra ein unterirdisches Liniennetz. Das muss man sich dann wie eine U-Bahn-Haltestelle nur für rund 50 Busse vorstellen. Die spinnen die Aussis! ;-)

Tag 23: Fraser Island

Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht wachen wir recht früh auf und befürchten schon, dass auch der heutige Ausflug wieder ins Wasser fällt. Am Himmel hängen auch noch ein paar dunkle Wolken, was uns ein wenig Sorgen bereitet. Aber es gibt durchaus auch blaue Flecken, also steigt unsere Zuversicht. Kurz vor 7:45 verlassen wir den Campingplatz und unser Abholdienst steht auch schon am Straßenrand. Da wir nicht so begeistert von einem 40-Mann-Bus waren und der heutige Ausflug ja auch der krönende Abschluss der Reise werden soll sieht das Ganze so aus:

Stop, HUMMER-Time!

Yeah ;-)

Da Fraser Island komplett aus Sand besteht und auch die Straßen nicht geteert wurden ist so ein Gefährt auf alle Fälle angebracht. Ohne 4-Rad-Antrieb kommt man da nicht weit…

Auf der Fahrt zur Fähre fragen wir unseren Guide David nach den Wetteraussichten für heute. Er meint, dass es vielleicht mal ganz kurz regnen kann, sich die dunklen Wolken aber wohl bald verziehen werden. Das hört sich doch gut an. Nachdem wir noch einen dritten Fahrgast aufgesammelt haben sind wir auch schon auf der Fähre. Die 30 minütige Überfahrt beginnt und der Kapitän erzählt uns auch noch was über die Wetteraussichten. Auch er meint, dass es leicht regnen könnte. Kurz danach aber die knallharte Ernüchterung: es fängt nicht nur leicht zu regnen an, vielmehr geht ein kräftiger Wolkenbruch auf uns hernieder. Na super!

Wir erfahren, dass es die letzten 3 – 4 Monate auf der Insel überhaupt nicht geregnet hat. Was für ein Glück wir doch haben diesen Regen miterleben zu dürfen… :-(

Aber es lässt sich nicht ändern, also wird der Regenwald auf Fraser Island seinem Namen voll und ganz gerecht! Zumindest ist die Fahrt über die sehr holprige Sandpiste im HUMMER ein Spaß.

Am ersten Stopp – der Central Station – gibt es ein kurzes überdachtes Picknick und der Platzregen geht zum Glück in einen leichten Nieselregen über, so dass wir ohne total durchnässt zu werden einen kleinen Rundgang durchs Unterholz machen können. David entpuppt sich als ein wirklich sehr sehr guter Guide: er erzählt uns viele Geschichten über die Vergangenheit der Insel und weiß auch zu jedem Pflänzchen am Wegesrand etwas zu sagen.

Danach geht es weiter an die Ostseite der Insel, auf den hiesigen „Highway“: der 75-Mile-Beach, der sich über die gesamte Länge der Insel hinzieht. Mit bis zu 80 Sachen brausen wir über den Sand Richtung Norden! Nach ca. 30 Kilometern kommen wir zum am Strand liegenden Wrack der Maheno, ein altes Passagierschiff, dass 1935 auf der Fahrt zum Abwracken hier gestrandet ist und seitdem vor sich hinrostet.

Weitere 5 km nördlich ist die „Felsformation“ Pinnacles zu bewundern. Anführungszeichen weils zwar wie Fels aussieht, aber eigentlich nur sehr stark komprimierter Sand ist, den man mit bloßer Hand wieder zerbröseln kann.

Solche „Felsen“ gibt es hier immer wieder mal in den verschiedensten Farben. Auf der Rückfahrt halten wir noch bei Eli Creek, einem glasklaren Wasserlauf, der aus dem Inland kommt und eine große Rolle für die Aborigines gespielt hat. Dann machen wir erstmal Mittag und suchen uns ein schattiges Plätzchen, um unsere Sandwiches zu verdrücken. Schattig ist deswegen angebracht, weil der Regen inzwischen aufgehört hat und sich sogar wieder die Sonne am Himmel zeigt.

Das trifft sich gut, denn unser nächstes Ziel ist der Lake McKenzie. Dieser herrliche Süßwassersee im „Landesinneren“ lädt mit seinen tollen Stränden und dem kristallklaren Wasser zum Relaxen und Baden ein, was wir dann auch eine gute Stunde lang machen.

Danach ist leider auch schon die Rückfahrt angesagt.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Trip zwar großteils nicht von gutem Wetter gesegnet war, aber trotzdem Spaß gemacht hat. Vor allem die Entscheidung für den HUMMER war goldrichtig. Die Fahrt über die doch recht abenteuerlichen „Straßen“ hat einen Mordsspaß gemacht, der Guide war sehr gut und es war in unserer kleinen Gruppe auf jeden Fall persönlicher als in einem 40-Mann-Trupp. Wir haben zwar die selbe Tour gemacht wie der Bus, hatten aber durch den Geschwindigkeitsvorteil des HUMMER überall mehr Zeit.